World Series: Duell auf Augenhöhe um die Commissioner's Trophy

World Series: Duell auf Augenhöhe um die Commissioner’s Trophy

Showtime in der MLB. Die World Series, die Endspiel-Serie um die wichtigste Baseball-Trophäe der Welt, ist in vollem Gang. Nach 2 Spielen steht es zwischen den Houston Astros und den Los Angeles Dodgers 1:1. Es bahnt sich eine spannende Serie an. Aber warum ist die World Series eigentlich so populär und in den USA eines der wichtigsten Sportereignisse des Jahres? Wir liefern Antworten und Infos rund um den Mega Event.

Baseball – bei uns in Deutschland fristet der Sport ein Nischendasein. Anders ist es in den USA. Da gehören die Spieler der MLB zu den größten und bestbezahltesten Stars des Landes. Hinter American Football (alle Wetten zur NFL) steht Baseball auf Position 2 der beliebtesten Sportarten, ungefähr gleichauf mit Basketball und Eishockey. Dementsprechend hoch ist das Interesse an den Spielen der MLB. Die World Series, in der die beiden besten Teams aus der National League und der American League den Champion ermitteln, ist vergleichbar mit dem Super Bowl.

Eines der größten Sportereignisse des Landes

Im letzten Jahr verfolgten das 7. und entscheidende Spiel der World Series zwischen den Chicago Cubs und den Cleveland Indians knapp 40 Mio. Zuschauern vor den TV-Bildschirmen. Auch in diesem Jahr wird eine ähnlich hohe Quote erwartet, zumal mit den Los Angeles Dodgers ein Team mit großer Fanbase erstmals seit 1988 wieder in der Finalserie steht. Zudem treffen zum ersten Mal seit 2010 wieder 2 Mannschaften aus den einwohnerstarken Bundesstaaten Kalifornien und Texas aufeinander.

Bereits zum 113. Mal wird der Gewinner der MLB ermittelt. Das Event ist also schon lange in den USA verwurzelt und gehört fest in den Terminkalender der Menschen. Traditionell wird die World Series Ende Oktober ausgetragen und es gehört in vielen Haushalten zum festen Ritual, die Spiele gemeinsam vor dem Fernseher zu schauen.

Der Modus der World Series

Anders als beim Super Bowl wird der Champion nicht in einem Spiel ermittelt, sondern in einer Best-of-Seven-Serie. Das erste Team, das 4 Siege verbuchen kann, bekommt die Commissioner’s Trophy überreicht. Die Mannschaft mit der besseren Bilanz hat in den Spielen 1 und 2 sowie in den möglichen Spielen 6 und 7 Heimrecht.

Die Finalisten in diesem Jahr

Die Houston Astros und die Los Angeles Dodgers stehen sich in der World Series 2017 gegenüber. Für beide Teams ist die Teilnahme eine Besonderheit. In dem vom Hurrikan Harvey gebeutelten Houston sind die Astros ein Hoffnungsschimmer und eine willkommene Ablenkung in schweren Zeiten. Erst einmal stand der Klub im MLB-Endspiel. 2005 setzte es eine 0:4-Niederlage, einen sogenannten Sweep, gegen die Chicago White Sox.

Die Los Angeles Dodgers mussten 28 Jahre warten, um wieder die Chance auf die Meisterschaft zu bekommen. Letztmals stand der Klub 1988 in der World Series und holte damals auch seinen letzten der bisher 6 Meistertitel. Die Euphorie in der Stadt der Engel ist groß, denn die städtischen Teams im Basketball (alle NBA-Wetten), American Football, Eishockey und im Fußball laufen aktuell den Erwartungen und Erfolgen hinterher. Aufgrund der späten Gründung der Astros (1962) dürften die Sympathien der neutralen Zuschauer eher der traditionsreichen Franchise aus Los Angeles gehören.

Der Start verspricht Spannung

Bereits 2 Partien wurden gespielt, beide Klubs konnten je ein Spiel gewinnen. Das verspricht viel Spannung für die nächsten Begegnungen. Die Dodgers sicherten sich bei fast 40 Grad Spiel 1 im eigenen Dodgers-Stadium mit 3:1, kassierten aber in Spiel 2 eine 6:7-Heimniederlage nach einem Extra-Inning. Damit haben die Astros  einen kleinen Vorteil, denn sie genießen in den nächsten 3 Begegnungen Heimrecht. In L.A. waren beide Begegnungen mit 54.000 Zuschauern restlos ausverkauft, nicht anders wird es in Houston im Minute Maid Park sein, wo 41.500 Fans Platz finden.

Houston und L.A. lieferten sich bislang 2 Kopf-an-Kopf-Duelle.
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