Wimbledon: Rastaman Dustin Brown will Andy Murray entzaubern

Wimbledon: Rastaman Dustin Brown will Andy Murray entzaubern

In den wenigen Wochen im Juni und Juli, wenn der Tenniszirkus auf Rasen halt macht, läuft Dustin Brown regelmäßig zur Höchstform auf. Nicht nur optisch ist der Deutsche mit jamaikanischen Wurzeln und seinen Rastazöpfen eine Attraktion. Sein spektakuläres Spiel und seine unkonventionelle Taktik versetzen Zuschauer und Fans vor allem in Wimbledon gleichermaßen in Stauen und Kopfschütteln. Als nächstes muss jetzt Andy Murray zittern.

Am Mittwoch darf sich Dustin Brown auf dem legendären Centre Court in Wimbledon mit Lokalmatador und Titelverteidiger Andy Murray messen. Eine Überraschung könnte dabei wieder über dem Rasen liegen. Rafael Nadal musste vor 2 Jahren schmerzlich erfahren, wie es ist von Dustin Brown förmlich vom Platz geschossen zu werden. Weil es schwer ist, dieses Ereignis aus dem Jahr 2015 zu beschreiben, gibt es die besten Shots im Video.

Gründe für eine Brown-Überraschung

Und der derzeit 97. der Welt kann auch am Mittwoch wieder eine Überraschung packen. Er ist gegen die amtierende Nummer 1 der Welt zwar krasser Außenseiter, doch es gibt ein paar kleine Indizien, die auf einen Coup hindeuten.

Murrays Vorbereitung auf das Heimspiel war alles andere als perfekt. Der Brite schlug sich bis zuletzt mit Verletzungen herum und absolvierte lediglich ein Spiel auf Rasen vor Wimbledon. Brown ist für sein unvorhersehbares Spiel berüchtigt. Schon bei den Australian Open im Januar musste Murray gegen einen ähnlichen Spieler die Segel streichen. Das Serve-and-Volley-Spiel von Mischa Zverev zermürbte den Briten. Sang und klanglos ging er in 4 Sätzen unter. Auch der 32-Jährige wird wieder sein ganzes Volley-Repertoire gegen Murray auspacken.

Für Brown ist es quasi schon Pflicht den 1. Satz zu gewinnen. In diesem Jahr gelang ihm noch kein Sieg auf der Tour, nachdem er den 1. Durchgang abgeben musste (0:13). Rasen ist jedoch sein bester Belag. Auf dem schnellsten Untergrund im Tennis gewann er 44,4% seiner Spiele – persönlicher Bestwert. Für die Buchmacher ist indes so gut wie sicher, dass es im Match mindestens ein Mal in den Tiebreak geht – Quote 1.75. Favorit ist und bleibt jedoch ganz eindeutig der 2-malige Champion an der Church Road – Quote 1.07.

Andy Murray gewann den bisher einzigen Vergleich der beiden Spieler bei den US Open 2010 deutlich.
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