Vierschanzentournee: Endlich ein spannendes Finale

Vierschanzentournee: Endlich ein spannendes Finale

Ein Trio jagt den Spitzenreiter. Das Finale der Vierschanzentournee könnte auf dem Papier kaum spannender sein, doch die Statistik spricht eine ganz andere Sprache. Wer sich als Gesamtführender in Bischofshofen auf den Balken setzt, gewinnt fast immer auch den goldenen Adler. Doch diesmal könnte es zu einer der seltenen Ausnahmen kommen.

Rein statistisch betrachtet hat Dawid Kubacki seine Schäfchen schon fast im Trockenen. Der Pole führt vor dem Finale der Vierschanzentournee das Teilnehmerfeld souverän an. Von allen Springern, die in diesem Jahrtausend den goldenen Adler gewinnen konnten, lag nur ein einziger nicht bereits nach dem dritten Springen vorn. Dennoch bietet der Tournee-Abschluss beim Dreikönigsspringen (alle Wetten zur Vierschanzentournee) in diesem Jahr reichlich Spannung, sodass diese Statistik um eine zweite Ausnahme bereichert werden könnte.

Dreikönigsspringen packend wie lange nicht

Üblicherweise kommt es in Bischofshofen nicht zu einem Zwei- oder Dreikampf um den Gesamtsieg. Diesmal jedoch wollen gleich 4 Springer nach dem goldenen Adler greifen. Marius Lindvik, Karl Geiger und Ryoyu Kobayashi wollen Kubacki noch von Rang 1 verdrängen. Ähnlich spannend war die Ausgangslage zuletzt bei der Tournee-Auflage von 2016/17, als das Spitzen-Quartett 23,3 Punkte auseinander lag. Damals wurde Daniel Andre Tande, der nach dem Wettkampf in Innsbruck in Führung lag, noch bis auf Platz 3 zurückgeworfen. Damit war er der einzige Springer, der nach der Jahrtausendwende in Bischofshofen noch vom Tournee-Thron gestoßen wurde.

In diesem Jahr ist die Ausgangslage vor der finalen Entscheidung der Vierschanzentournee noch viel enger. Vorjahressieger Kobayashi liegt als Viertplatzierter gerade einmal 13,7 Zähler hinter dem 1. Rang. Nun fiebern alle einem echten Showdown auf der Paul-Außerleitner-Schanze von Bischofshofen entgegen. Das Potenzial für reichlich Bewegung in der Spitzengruppe ist jedenfalls gegeben, auch wenn es – wie so oft im Skispringen – einer Mischung aus Glück bei der Windlotterie und guter Leistung bedarf, um Platz 1 noch in Gefahr zu bringen.

Vierschanzentournee Zwischenstand

Dawid Kubacki – 830,7 Punkte

Marius Lindvik – 821,6 Punkte

Karl Geiger – 817,4 Punkte

Ryoyu Kobayashi – 817,0 Punkte

Geiger nimmt dem Kampf an

Die Ausgangslage für die deutsche Hoffnung in dem Vierkampf hätte noch ein wenig besser sein können. Doch wie so oft für die DSV-Adler wurde der Bergisel in Innsbruck auch für Geiger zum Schicksalsberg. Zwar machte der Allgäuer im dritten Springen seinen Patzer aus dem ersten Durchgang im zweiten Satz wieder gut, dennoch reichte es nur für den 8. Platz. Ohne den ersten Sprung von der Bergisel-Schanze würde er führen.

Obwohl der 26-jährige Deutsche auf Aussetzer zweier Konkurrenten angewiesen ist und gleichzeitig den Titelverteidiger im Nacken hat, hat er seine Hoffnung auf den Gesamtsieg noch nicht begraben. „Ich gehe All In“ kündigte der Oberstdorfer an. Der letzte, der in Bischofshofen von Platz 3 aus noch zum Gesamtsieg flog, war 1989 Risto Laakkonen. Der Finne musste für dieses Kunststück allerdings nur 4,5 Punkte auf Spitzenreiter Jens Weißflog gutmachen.

Vergeigt! Ohne den ersten Durchgang von Innsbruck würde Geiger führen.

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