Wimbledon: Die Vorschau auf Tag 6 mit den letzten deutschen Hoffnungsträgern

Wimbledon: Die Vorschau auf Tag 6 mit den letzten deutschen Hoffnungsträgern

Unsere Vorschau zu Tag 6 bei den Championships in Wimbledon kommt ein wenig wie ein Déjà-Vu der Vorschau von Tag 4 daher. Noch immer sind die Zverev-Brüder im Turnier und haben mit dem Einzug in die 3. Runde Historisches geschafft. Angie Kerber quält sich mehr oder weniger durchs Turnier. Roger Federer und Novak Djokovic wollen vor einem möglichen Gigantenduell im Halbfinale möglichst wenig Kraft aufwenden.

Erstmals seit den amerikanischen Zwillingen Tim und Tom Gullikson 1984 steht mit Mischa und Alexander Zverev wieder ein Brüderpaar in der 3. Runde an der Church Road. Beide haben allerdings in ihren Spielen am Samstag völlig unterschiedliche Hürden zu meistern.

Zverevs gefordert

Mischa bekommt es mit keinem anderen als Rekordsieger Roger Federer zu tun. Der Schweizer stand dem 29-Jährigen in diesem Jahr schon im Viertelfinale der Australian Open und vor 2 Wochen im Achtelfinale von Halle/Westf. im Weg. Nur wenn Federer einen rabenschwarzen Tag erwischt, kann Mischa Zverev ihm mit seinem Serve-and-Volley-Spiel tatsächlich gefährlich werden. Alles andere als ein glatter Sieg von FedEx würde überraschen, zumal Zverev in bisher 4 Aufeinandertreffen keinen einzigen Satz für sich entscheiden konnte. Federer in 3 – Quote 1.36.

Ganz anders sieht es für Alexander aus. Er ist der haushohe Favorit gegen Österreichs Tennis-Sensation Sebastian Ofner (ATP 217), der bei seiner Grand Slam-Premiere mit der Qualifikation schon 5 Spiele in Folge gewinnen konnte und in Runde 2 die amerikanische Nummer 1, Jack Sock (ATP 18), aus dem Wettbewerb bugsierte. Gegen eines der größten Talente der Tour ist aber jetzt wohl Schluss. Alex Zverev will mit aller Macht zum ersten Mal bei einem Grand Slam-Turnier in die 2. Woche. Ziemlich wahrscheinlich wird er das in 3-Sätzen erledigen – Quote 1.30.

Wundertüte wartet auf Djokovic

Um bei den 3-Satz-Prognosen zu bleiben, machen wir mit Novak Djokovic weiter. Er trifft am Samstag auf den ehemaligen Top 10-Spieler Ernstes Gulbis,der in der Weltrangliste mittlerweile auf Platz 589 abgeschmiert ist. Vor Wimbledon gewann er über ein Jahr kein Match auf der ATP-Tour, haute aber mit seiner mächtigen Vorhand den an Nummer 29 gesetzten Juan Martin del Potro aus dem Tableau. Spätestens jetzt ist der Djoker gewarnt und wird sich in 3 Sätzen durchsetzen – Quote 1.48.

Lösbare Aufgabe für Kerber

Bleibt zum Schluss noch Angie Kerber. 2 knappe Siege stehen für die Vorjahresfinalistin zu Buche. Überzeugen konnte sie dabei nicht. Glücklicherweise hat sie mit Shelby Rogers (WTA 70) eine weitere, gut lösbare Aufgabe vor sich. In ihrem bisher enttäuschenden Jahr 2017 konnte sie die US-Amerikanerin immerhin im März in Miami, im bisher einzigen Aufeinandertreffen, besiegen. Sieg-Quote Kerber – 1.22.

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