Die Favoriten und Herausforderer auf den Titel in Wimbledon

Die Favoriten und Herausforderer auf den Titel in Wimbledon

Wer sonst außer den großen 3, Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal, steht in der Favoritenliste für Wimbledon ganz oben? Richtig, niemand! Die Meisten der ernsthaften Herausforderer haben sich schon vor dem Viertelfinale verabschiedet. Wir machen den Quoten-Check für die Runde der letzten 8. Einen Geheimtipp gibt es aber dennoch.

Novak Djokovic – Quote 1.67

Der Djoker schlägt ausgeruht und topfit an der Church Road auf und cruist ganz lässig durch das Turnier. Gegen den Polen Hubert Hurkacz gab er in Runde 3 mal einen Satz ab. Ansonsten wurde er nicht wirklich gefordert. Vielleicht ändert sich das jetzt im Viertelfinale gegen David Goffin. Der Belgier erreichte das Finale der Noventi Open in Halle/Westf. und wurde dort erst von Roger Federer gestoppt. Seine Bilanz gegen den Serben steht allerdings bei 1:5. Bei Djokovic ist die Verbissenheit in seinen Augen zu erkennen. Er ist auf einer Mission und es wird schwer, ihn davon abzubringen. Ein Duell des Titelverteidigers mit Federer oder Nadal ist erst im Finale möglich.

Roger Federer – Quote 4.00

Der Maestro hat sich nach dem Halbfinale bei den French Open mit seinem 10. Titel in Halle in Schuss gebracht. Der Schweizer genießt es, auf dem grünen Belag aufzuschlagen. Und das sieht man. In Wimbledon liegen dem Rekordsieger ohnehin die Fans zu Füßen. Hatte man erwartet, dass Lucas Pouille (3. Runde) und Matteo Berrettini (Achtelfinale) den Schweizer etwas mehr fordern, servierte er beide ganz souverän und ohne viel Mühe ab. Jetzt wartet mit Kei Nishikori der höchstgesetzte aller Gegner im Viertelfinale. Wenn er auch diese Hürde ohne größere Probleme nimmt, dann ist der 9. Titel in Londons Südwesten drin.

Rafael Nadal – Quote 4.00

Der Mallorquiner war der größte Außenseiter – unter den Top-Favoriten. Im Verlauf des Turniers hat sich seine Quote allerdings nahezu halbiert. Nur im Zweitrundenmatch gegen Nick Kyrgios musste Nadal ordentlich arbeiten. Mit Nervenstärke überstand er diese Aufgabe in 4 Sätzen. In seinen weiteren 3 Matches gab er nie mehr als 7 Spiele ab. Jetzt könnte es aber tatsächlich kniffelig werden. US-Boy Sam Querrey ist in Form, erreichte zuletzt das Finale in Eastbourne und hat auf Rasen eine Sieg-Quote von 64,7%. In Wimbledon schlug er schon Gegner wie Novak Djokovic, Andy Murray, Kevin Anderson und Milos Raonic.

Roberto Bautista-Agut – Quote 41.00

Roberto Bautista-Agut ist ein Spanier, der besser auf schnellen Belägen unterwegs ist, als auf Asche. Darum steht er auch völlig verdient im Viertelfinale, gab bisher als einziger keinen Satz an der Church Road ab. Sein kommender Gegner ist Wundertüte Guido Pella aus Argentinien, bei dem rein garnichts auf ein gutes Wimbledon-Turnier hindeutete. Der Überraschungseffekt ist nun vorbei. Interessant könnte es in einem Halbfinale gegen Djokovic werden. Gegen die Nummer 1 der Welt hat Bautista-Agut in diesem Jahr schon 2 Mal gewonnen und konnte seine Bilanz auf 3:7 aufpolieren. Er ist unser ganz klarer Geheimtipp.

Sam Querrey – Quote 41.00

Über Sam Querrey haben wir schon ein paar Worte verloren. Er will es zunächst Rafael Nadal so schwer wie möglich machen. Auf dem schnellen Belag nutzt er seinen Aufschlag als Waffe, doch Querrey ist wie die meisten Amerikaner auch ein Top-Athlet – trotz seiner Größe. Sein Selbstvertrauen zieht er vor allem aus den großen Siegen, die er in Wimbledon schon erringen konnte. 2017 stand er hier schon im Halbfinale, ein Jahr zuvor im Viertelfinale. Für den ganz großen Coup dürfte es allerdings schwer werden.

3 Spieler fehlen noch bei unserem Quoten-Check. David Goffin, Kei Nishikori (je Quote 51.00) und Guido Pella (Quote 81.00) gehen als Außenseiter ins Rennen. Die Rolle als ernsthafte Herausforderer solle man ihnen jedoch nicht absprechen.

Fernab der üblichen Verdächtigen ist Roberto Bautista-Agut ein ernstzunehmender Geheimtipp in Wimbledon.
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