Roger Federer in Wimbledon: Die Rückkehr ins Wohnzimmer

Roger Federer in Wimbledon: Die Rückkehr ins Wohnzimmer

Mit einer entspannt wirkenden Meldung über Twitter ließ Roger Federer seine Fans wissen, dass er in Wimbledon angekommen ist. In einem Video witzelt er sogar mit einem der Platzwarte beim bedeutendsten Turnier der Welt. Mit einer guten Vorbereitung im Rücken, bei den Turnieren in Stuttgart und Halle, will sich der Maestro zum 9. Mal zum absoluten Rasen-König an der Church-Road krönen.

Den Begriff „Wohnzimmer“ für den Center Court in Wimbledon prägte einst Boris Becker nach seinen 3 Siegen auf dem heiligen Rasen. Rekordsieger Roger Federer dürfte sich dort mittlerweile allerdings ebenso heimisch fühlen. Der beste Rasenspieler aller Zeiten schlägt als unangefochtener Turnierfavorit (Quote 2.63) und Titelverteidiger in London auf, wo er ein weiteres Kapitel Tennisgeschichte schreiben möchte.

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Federers Zahlen auf dem grünen Geläuf, speziell in Wimbledon, sind beeindruckend. 89,2% seiner Matches konnte er gewinnen. Nimmt man die beiden Erstrundenniederlagen als Jungspund (1999 und 2000) heraus, dann sind es sogar 91%. Der Schweizer ist der beste Rasenspieler, den Wimbledon (Alle Wetten zu Wimbledon) je gesehen hat. Seit 2003 stand er 11 Mal im Finale, 14 Mal landete er mindestens unter den besten 8. Nur 2013 nahm er sich mit einer Zweitrundenniederlage eine ungewöhnliche Pause. Um auch in diesem Jahr besonders erfolgreich zu sein, ließ der 36-Jährige wieder die komplette Sandplatzsaison aus. Schon bei den Vorbereitungsturnieren in Stuttgart und Halle zahlte sich das aus. Den Mercedes Cup im Schwabenland konnte er zum ersten Mal gewinnen. Bei den Gerry Weber Open verpasste er seinen 10. Titel nur knapp. Am Ende wirkte er dort von den 2 anstrengenden Wochen mit 9 Matches in 12 Tagen auch ein wenig müde. An der Church Road könnten es – inklusive des Finals – 7 Best-of-Five-Matches in 13 Tagen werden. Dass Federer, wie im letztem Jahr, wieder ohne Satzverlust durchmarschiert, wird dann wohl eher nicht der Fall sein. Vieles kommt auf die Auslosung am Freitag und die Länge seiner Matches an.

Djokovic und Cilic als Herausforderer

Als Kontrahenten haben sich vor allem in der letzten Woche Marin Cilic und Novak Djokovic hervorgetan. Beide bestritten das Finale beim Turnier im Londoner Queen’s Club. Hinter Rafael Nadal steht, wie so oft in den letzten Jahren vor Wimbledon, ein großes Fragezeichen. Der Spanier brachte, auch wegen der kräftezehrenden Sandplatzsaison, in den letzten 7 Jahren dort nur ein Achtelfinale zustande. An der Church Road bestreitet er sein erstes Spiel auf Rasen in diesem Jahr. Trotzdem werden beide Augen auf die beiden Altstars Federer und Nadal gerichtet sein. Sie sind topgesetzt und haben abwechselnd die letzten 6 Grand Slam-Turniere unter sich ausgemacht. Nach dieser Serie wäre der Schweizer nun wieder an der Reihe.

Mit einem erneuten Sieg würde er in diesem Jahr zu Rekordhalterin Martina Navratilova aufschließen. Die gebürtige Tschechin gewann zwischen 1978 und 1990 sagenhafte 9 Titel im Dameneinzel. Über Federer und seine Rekorde könnte man so oder so ein Buch schreiben. Auch im Wimbledon hält er die eine oder andere Bestmarke (siehe Grafik). Gut möglich, dass in diesem Jahr ein weiteres Kapitel hinzu kommt.

*Bei diesen Turnieren schlägt Roger Federer im Jahr 2018 auch noch auf.

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