Davis Cup: So soll das viel kritisierte, neue Format ablaufen

Davis Cup: So soll das viel kritisierte, neue Format ablaufen

Der Namensgeber und Erfinder des Davis Cup, Dwight Filley Davis, hätte sich wahrscheinlich im Grabe umgedreht, wenn er je davon erfahren hätte, was aus dem 118 Jahre alten, prestigeträchtigen Wettbewerb ab 2019 werden soll. Das Echo aus der Profiszene ist flächendeckend verheerend. Wir geben einen Überblick, wie der neue Davis Cup nun in Zukunft aussehen soll.

Der Präsident des Weltverbandes David Haggerty brachte mit 71,43% der Reform des Davis Cups am Donnerstag durch. Vor allem viele kleine Verbände folgten seinem Ruf und damit dem des Geldes. Hinter Haggerty steht ein Investmentkonsortium um Fußballer Gerard Piqué parat, die für die nächsten 25 Jahre 3 Mrd. $ für das neue Format versprochen haben. Im Gegenzug verliert der Wettbewerb wohl komplett seinen Geist und seine Tradition. Heimspiele mit der Unterstützung frenetischer Fans und legendäre Tennis-Schlachten, bei denen die Tennis-Profis eine der wenigen Möglichkeiten haben für ihr Land zu spielen, gehören der Vergangenheit an.

Am Besten brachte es wohl Michael Stich auf den Punkt: „Es ist traurig, dass eine Gruppe von Funktionären die Tradition des Davis Cups beerdigt. Den Davis Cup wird es in der Form, wie wir sie kennen, nun nie wieder geben, und 118 Jahre werden der Geldgier von Personen geopfert, die keinen Respekt vor Historie und Traditionen haben“, sagte der ehemalige Wimbledonsieger und Mitglied der International Tennis Hall of Fame.

So soll das neue Format ablaufen

Qualifikation

Im Februar spielen 24 Nationen die ersten 12 Finalisten für das Finalturnier aus, wozu auch das deutsche Team des DTB zählt. Dazu gesellen sich die 4 Halbfinalisten dieser Saison Frankreich, Spanien, Kroatien und die USA, sowie 2 Wildcard-Starter.

Finalturnier

Am Ende des kommenden Tennisjahres soll das Finalturnier in der 3. November-Woche in Lille oder in Madrid stattfinden. Aus 6 Dreiergruppen kommen dort die Gruppensieger und die 2 besten Zweitplatzierten Teams ins Viertelfinale. Ab da geht es im K.O.-Modus weiter. Während im alten Davis Cup noch 4 Einzel und ein Doppel im Best-of-Five-Modus gespielt werden, sind nunmehr nur noch 2 Einzel und ein Doppel nach Best-of-Three-Format vorgesehen.

Auf-/Abstieg

Auf- bzw. Abstieg soll es nach wie vor geben. Die beiden schlechtesten Mannschaften steigen ab. Sie spielen immer nach den US Open im September wieder um die Teilnahme an der Qualifikation im Januar, woran im Februar, nach den Australian Open, die 12 jeweiligen Aufsteiger sowie die Nationen auf den Plätzen 5 bis 16 des Finalturniers partizipieren. Halbfinalisten eines Vorjahres sind fürs Finale gesetzt.

Machen die großen Spieler mit?

Fraglich scheint derzeit, ob sich die über hohe Belastung klagenden Spitzenspieler nach den ATP Finals noch ein weiteres Turnier zumuten. Ein neuer Davis Cup ist ohne Spitzenspieler nicht vorstellbar. Rafael Nadal, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray füllen derzeit noch hauptsächlich die Arenen. Sie sind aber auch diejenigen, die sich verletzungs- oder altersbedingt zuletzt die größten Pausen genommen haben.

Spanien der letzte Favorit

In diesem Jahr wird es den Davis Cup noch in alter Manier geben. Direkt nach den US Open treffen trifft in Lille Frankreich auf Spanien und im kroatischen Zadar der Gastgeber auf die USA. Favorit sind in diesem Jahr im alten Wettbewerb wohl ein letztes Mal die Spanier (Alle Wetten zum Davis Cup).

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