PDC Darts-WM 2021

PDC Darts-WM: Titel wird nicht im Hotelzimmer vergeben

3 positive Corona-Tests verhindern die weitere Teilnahme von Vincent van der Voort, Michael van Gerwen und Dave Chisnall an der Darts WM 2022. Zudem wurde bei Raymond van Barneveld und Danny Noppert nach Spielschluss ebenfalls eine Erkrankung nachgewiesen. Der WM-Titel wird entgegen vielen Meinungen dennoch nicht im Hotelzimmer vergeben.

Spätestens nach dem positiven Corona-Test von Michael van Gerwen war der Aufschrei nach einer Unterbrechung der Darts WM (alle Darts-Wetten) groß. Titelverteidiger Gerwyn Price war der Erste, der seine Meinung über Social Media kundtat. Gary Anderson, Doppelweltmeister von 2015 und 2016, schloss sich dem Waliser nach seinem Drittrunden-Match gegen Ian White (4:3) an. Auf den ersten Blick eine berechtigte Meinung. Immerhin wurde einer der Top-Favoriten ohne Selbstverschulden aus dem Titelrennen genommen. Doch die weitere Aussagen Price‘ – „Jetzt ist dieses Turnier abgewertet. Ich spiele lieber gegen die Besten, um der Beste zu sein.“ – geben genug Spielraum zum Nachdenken.

Im Viertelfinale, welches nach einer kurzen Silvester-Unterbrechung ab dem 1. Januar ausgetragen wird, stehen immer noch 3 Spieler aus den Top 4. Zum Vergleich: Im Vorjahr, als sich Price erstmals den WM-Titel sicherte, war der Waliser zum selben Zeitpunkt neben van Gerwen und Chisnall der einzige Spieler aus den Top 10. Weniger Bedeutung hatte die Weltmeisterschaft für den 36-Jährigen aber dennoch nicht. Von einem Vergleich mit anderen Einzel-Sportarten, wo Spiele immer wieder per Freilos entschieden werden, sollten wir absehen. Zumal ein positiver Corona-Test nicht mit einer Verletzung gleichzusetzen ist. Doch die letzten beiden Jahre haben gelehrt, dass die Welt mit einer Erkrankung ebenso leben muss, wie mit einer noch so kleinen Blessur, die ebenfalls zum Ausscheiden führen kann.

Dein Startvorteil: Die 100 € Joker-Wette!

Gleichzeitig gehen durch diese Diskussionen die überragenden Leistungen vieler Pfeilekünstler komplett unter. So spielte sich ein Callan Rydz ohne viel Tamtam in die Runde der letzten 16. Im gesamten Turnierverlauf (alle Darts-Wetten) gab der Engländer, der in diesem Jahr schon ein Turnier auf der Pro Tour gewann, erst einen Satz ab und ließ sich bei eigenem Anwurf erst zweimal breaken. Auch einem Michael Smith, der bereits 2018 das WM-Finale erreichte, bleibt dadurch das ganz große Rampenlicht verwehrt. Nicht nur der Titel für den besten Turnieraverage (99,83 Punkte) unter allen verbleibenden Spielern geht bis dato an den Engländer. Der 31-Jährige ist mit einer Doppelquote von 47,25% zudem bester Akteur auf den 8mm breiten Außenring. Wie es der Zufall so will, trifft der „Bully Boy“ im 1. Viertelfinale auf den „Iceman“. Price kann, wenn nicht sogar muss Taten folgen lassen. Andernfalls wird der Titelverteidiger nicht mehr der beste Spieler der Welt sein. Stattgefunden hätte die Entscheidung dann aber eben nicht im Hotelzimmer, sondern auf der großen Bühne des Ally Pally.

 

X