Olympia: DEB bangt um deutsche NHL-Stars

Olympia: DEB bangt um deutsche NHL-Stars

Leon Draisaitl, Moritz Seider, Philipp Grubauer, Thomas Greiss, Nico Sturm, Tim Stützle und Nico Daws – in der laufenden Saison sind 7 Deutsche in der NHL (alle NHL-Wetten) eingesetzt worden. Einige von ihnen sollten die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei Olympischen Turnier in Peking (3. – 20 Februar 2022) verstärken. Doch nun muss der DEB um seine besten Spieler bangen. Der Grund ist, wie derzeit fast immer, das Corona-Virus.

Es waren lange und zähe Verhandlungen zwischen dem Olympischen Komitee, der IIHF und der NHL – am Ende lenkte die beste Eishockey-Liga der Welt jedoch ein. Sie unterbricht die Saison für das Olympischen Turnier im Peking. Somit haben die besten Spieler auch die Möglichkeit, ihre jeweiligen Nationalteams zu unterstützen. Auch beim deutschen Eishockey-Bund nahm man die Verkündung im September freudig auf. Denn mit Leon Draisaitl, Moritz Seider und Philipp Grubauer sollten 3 NHL-Spieler am Turnier in China teilnehmen. Mit dem Trio wird die Qualität innerhalb des DEB-Teams, das 2018 noch mit der Silbermedaille überraschte, um ein Vielfaches besser. Kein Wunder, schließlich ist Draisaitl derzeit der Top-Scorer (23 Tore, 26 Vorlangen) der besten Eishockey-Liga der Welt.

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Ausstiegsklausel rettet NHL

Doch nun ist die Sorge beim DEB wieder groß, dass sie ohne ihre NHL-Stars an den Start gehen müssen. Der Grund: In der National Hockey League grassiert derzeit das Corona-Virus. Zahlreiche Spieler sind infiziert, gleich mehrere Teams dadurch in Quarantäne. Deswegen haben die Verantwortlichen der NHL vom 22. bis 26. Dezember alle Partien abgesagt. Und als hätte es die NHL bereits im September gewusst, dass es noch einmal große Probleme mit dem Virus gibt, hat sie sich eine Ausstiegsklausel aus der Einigung mit dem Olympischen Komitee und der IIHF gesichert. Sollte es aufgrund positiver Fälle zu zu vielen Spielausfällen kommen, kann die NHL ihre Olympia-Pause canceln. Damit wäre dann auch eine Teilnahme der besten Spieler der Welt an Olympia vom Tisch.

Sturm erwartet Olympia ohne NHL-Spieler

„Momentan gehe ich eher nicht davon aus, dass NHL-Spieler bei den Olympischen Spielen auf dem Eis stehen werden“, sagte Marco Sturm, Assistenztrainer der LA Kings und ehemaliger Bundestrainer, im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. Der 43-Jährige spricht damit das aus, was viele deutsche Eishockey-Fans nicht hören wollen. Schließlich wollen sie die besten deutschen Profis beim Turnier in Peking spielen sehen.

Erst vor wenigen Tagen hatte mit Moritz Seider ein deutsche NHL-Profis gesagt, dass es ein Traum sei, „sein Land bei Olympia vertreten zu dürfen.“ Damit wird es nun wohl nichts werden. Statt der Teilnahme an den Spielen in China steht im Februar dann wohl ein pickepackevoller NHL-Spielplan im Kalender des 20-Jährigen, der aktuell bei den Detroit Reds Wings für Furore sorgt.

Auch Bundestrainer Toni Söderholm ist realistisch: „Man muss immer hoffnungsfroh sein, aber gut sieht es im Moment nicht aus.“ Der Finne ist jedoch für den Fall einer Absage seiner NHL-Spieler gerüstet. „Ich habe schon vor einiger Zeit zwei feste Kader gemacht. Einmal mit und einmal ohne NHL-Spieler“, so Söderholm. Der DEB ist also bestens vorbereitet!

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