NHL: Diese deutschsprachigen Free Agents sind auf dem Markt

NHL: Diese deutschsprachigen Free Agents sind auf dem Markt

Die Stanley Cup-Finalserie ist gerade erst gelaufen, da richtet sich der Blick schon auf die neue Saison. Ab dem 13. Juli dürfen die Franchises die Unrestricted Free Agents unter Vertrag nehmen. Auch einige Kufencracks aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind auf dem Markt:

Thomas Greiss (zuletzt Detroit Red Wings)

13 Jahre NHL hat Thomas Greiss bereits auf dem Buckel. Die Franchise, die den deutschen Goalie verpflichtet, bekommt also eine geballte Ladung Erfahrung dazu. Insgesamt 347 Regular Season-Spiele absolvierte er in diesem Zeitraum für die San Jose Sharks, die Phoenix Coyotes, Pittsburgh Penguins, New York Islanders und Detroit Red Wings. Aber, ob Greiss in der kommenden Saison noch in der NHL zu sehen ist? Dies ließ er zuletzt offen. „Es kann sein, dass ich aufhöre, es kann aber auch sein, dass ich noch mal ein Jahr weiterspiele“, sagte er im Interview mit Eishockey News. Mit einem Einkommen von 3,6 Mio. $ pro Jahr ist er allerdings ein nicht ganz günstiger Goalie, der in den letzten Jahren zudem nie die Nummer 1 in seiner Franchise war.

Michael Raffl (zuletzt Dallas Stars)

Philadelphia, Washington und zuletzt Dallas – das waren bislang die Stationen von Michael Raffl in der NHL. 590 Partien (89 Tore, 90 Assists) absolvierte der Österreicher in der besten Eishockey-Liga der Welt. Dass seine Karriere dort auch weitergeht, darf derzeit zumindest stark bezweifelt werden. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass der gebürtige Villacher der NHL den Rücken kehrt und seinen Weg in der Schweiz fortsetzen will. Die ZSC Lions und der SC Bern gelten als heiße Anwärter. „Wir beraten, was für uns Sinn macht. Für mich zählt, was die Familie sagt“, kommentierte der Left Winger seine Gedankenspiele im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

Nino Niederreiter (zuletzt Carolina Hurricanes)

Mit 24 Tore und 20 Assists spielte Verteidiger Nino Niederreiter bei den Carolina Hurricanes eine vorzügliche NHL-Saison. Der Schweizer wurde mit einem Gehalt von 5,25 Mio. $ auch entsprechend entlohnt. Mit den Hurricanes kam der 29-Jährige bis in die 2. Playoff-Runde, in der sie gegen die New York Rangers (3:4) aus dem Wettbewerb flogen. Geht es nach Niederreiter würde er am liebsten noch eine 5. Saison in Carolina verbringen, auch wenn es für ihn wohl die letzte Möglichkeit ist, einen lukrativen, langfristigen Vertrag zu unterschreiben. „Ich würde gerne hierbleiben und weiter die Zeit mit diesem Team genießen. Ich lebe gerne hier. Die Fans sind großartig. Aber es liegt nicht nur an mir. Es ist das Team von Don Waddell und Tom Dundon. Sie entscheiden, wer ein Teil davon sein soll und wer nicht“, äußerte sich Niederreiter vor einige Wochen.

Nico Sturm (zuletzt Colorado Avalanche)

Als 5. Deutscher hat es Nico Sturm geschafft – er gewann den Stanley Cup. Mit den Colorado Avalanche, zu denen der 27-Jährige erst im Frühjahr getradet wurde, spielte er eine herausragende Playoff-Saison, in der am Ende dank eines 4:2-Serienerfolgs über die Tampa Bay Lightning der Stanley Cup zu Buche stand. Doch wie geht es mit dem Two-Way-Center weiter? Ab dem 13. Juli kann er nun ein neues Kapitel aufschlagen. Im Interview mit NHL.com/de gab er erste Einblicke in seine Überlegungen: „Ich gehe das ganz locker an. Ich habe mir die ganze Saison über Gedanken gemacht, vielleicht zu viele Gedanken. Seit dem Trade sind diese Gedanken völlig weg. Ich trainiere und versuche einfach Spaß zu haben. Ich bin Teil einer der besten Mannschaften der Welt. Das versuche ich zu genießen. Ich mache mir in Bezug auf meine NHL-Zukunft keine Sorgen. Ich will den Stanley Cup mit der Mannschaft holen. Alles andere klärt sich danach.“ Mit dem letzten Gehalt von 725.000 $ gehört Sturm zu den Schnäppchen unter den Free Agents.

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