NFL Draft: Wie Miami ohne Nummer-1-Pick das Draft Board kontrolliert

NFL Draft: Wie Miami ohne Nummer-1-Pick das Draft Board kontrolliert

In Zeiten einer fast stillstehenden Sport-Welt erscheint der NFL Draft 2020 auch für Football-Laien eine willkommene Abwechslung und lädt zu Wetten ein. Wie planen die New England Patriots nach der Brady-Ära im NFL Draft 2020 den Rebuild? In welcher Reihenfolge gehen die Top-Talente Joe Burrow, Tua Tagovailoa und Chase Young vom Board? Ursprünglich als oscar-reife Show in Las Vegas geplant, musste die NFL das Event 23. und 25. April zu einem virtuellen NFL Draft ummodeln. Dem passt sich die bwin Redaktion grafisch an:

Virtueller NFL Draft 2020 bringt Teams in die Bredouille

Keine schwimmende Bühne. Keine Mega-Show mit Live-Acts. Und auch keine Fan-Massen, die sich rund um den berühmten Hotel- und Casinokomlex Bellagio drängen. Viel ist nicht mehr geblieben, von dem was Rodger Godell im Vorfeld alles geplant hatte, um in der neuen Heimat der Raiders (zuvor Oakland) das Football-Fieber zu entfachen. Positiver Nebeneffekt der Coronavirus-Pandemie: Dem wahrlich nicht überall beliebten NFL-Boss, der die Auswahl der Talente nun seinem Privatanwesen in Westchester County (New York) bekannt gibt, bleiben die Buh-Rufe erspart.

Mindestens genauso glücklich können sich die Coaches und General Manager der 32 Teams (u.a. Mac Taylor und Matt Patrica) schätzen, die in weiser Voraussicht dem Senior Bowl Ende Januar beiwohnten. Was damals noch niemand wissen konnte: Es sollte eine der wenigen Gelegenheiten werden, einen persönlichen Eindruck von den Draft-Prospects zu gewinnen.

Der Großteil tappt im Dunkeln, muss sich auf die Video-Tapes und Ergebnisse beim Combine verlassen. Bei einem in dieser Form vielleicht einmaligen NFL Draft ohne Pro Days und War Rooms, in denen sonst mit heißer Nadel die Trades eingefädelt werden, kann diesmal jeder noch so kleine Wissensvorsprung abseits der herausragenden Receiver-Klasse das Draft-Board (alle NFL Draft Wetten) auf den Kopf stellen. Unsere Prognosen für…

…den Nummer 1-Pick

Zusammen mit einem reißerischen Slogan („Blow for Burrow“) war der Name des künftigen Hoffnungsträgers der Cincinnati Bengals bereits auf Shirts zu lesen. Gemeint ist Joe Burrow. Hinter dem Quarterback von der Louisiana State University liegt ein historisches Jahr, das jegliche Argumente oder Überlegungen gegen ihn als First-Pick (Quote 1.02) zerstreut hat: 60 Touchdown-Pässe, 1846 Punkte Vorsprung bei der Wahl der Heisman Trophy und ein 42:25-Erfolg im National Championship Game gegen Titelverteidiger Clemson als krönenden Abschluss. Wie unsere Grafik verdeutlicht, hätte einzig Miami während der Tanking-Saison genug Trade-Kapital angehäuft, um sich von der 5. auf die erste Position zu traden. Warum dieser Blockbuster-Deal für die Franchise vom South Beach Sinn machen würde? Die Dolphins konnten sich zuvor schon einige begehrte Free Agents wie Byron Jones oder Kyle van Noy sichern, sind also mindestens einen Schritt weiter als die Bengals. Mit Burrow als neuem Franchise-Quarterback müsste man in der durch den Brady-Abgang weitaus offeneren AFC East-Division niemanden mehr fürchten.

…den Nummer 2-Pick

An 2. Stelle sind die Washington Redskins (Vorjahres-Bilanz: 3-13) „on the Clock“. Der neue Head Coach Ron Rivera macht es spannend, indem er sich im Vorfeld sowohl mit Tua Tagovailoa als auch Chase Young getroffen hat. Die Wahl zwischen dem Alabama-Quarterback und dem Quarterback-Jäger von der Ohio State wird das Draft-Board massiv beeinflussen. Ob der im Vorjahr gedraftete Spielmacher Dwayne Haskins während seiner Rookie-Saison bereits so viel Vertrauen eingebüßt hat, damit die Redskins einen Edge Rusher dieses Kalibers (30,5 Sacks in 3 Jahren) auslassen? Nicht zuletzt durch das Beispiel der San Francisco 49ers, die mit Nick Bosa als Herzstück der Defense bis in den Super Bowl LIV marschieren konnten, bleibt dieses Szenario schwer zu glauben. Für den wie Bosa aus Ohio stammenden Young winkt eine Quote von 1.10 als Nummer 2-Pick.

…den ersten gedrafteten Wide Receiver

Die wohl schwerste NFL Draft-Prognose betrifft die Receiver-Klasse. Jerry Jeudy (Alabama), Teamkollege Henry Ruggs III oder Cedarian „CeeDee“ Lamb (Oklahoma) sind dabei nur die Spitze des Eisbergs und tun sich von den Zahlen her nicht allzu viel. In manchen Mock Drafts tauchen gar bis zur 8 (!) Wide Receiver in der ersten Runde auf. Lässt sich Miami nicht auf einen Nummer 1-Deal mit den Bengals ein, spricht viel für einen Trade, um Tua Tagovailoa und dessen Go-To-Guy Jeudy zu vereinen. Der 20-Jährige verkörpert das vielleicht beste Gesamtpaket (Sprungkraft, Route-Running) und könnte damit Lamb und dessen Riesenhände ausstechen  – Quote 2.20!

Akrobat in der Luft: Jerry Jeudy vom Elite-College Alabama

…den ersten gedrafteten Runningback

Einen dominanten Runningback vom Schlag Saquon Barkley (New York Giants) sucht man dagegen vergeblich. Nach einem starken Auftritt von Jonathan Taylor beim NFL Scouting Combine, wo er einen 40 Yard-Dash in 4,39 Sekunden (bei einem Körpergewicht von 102 Kilo) hinlegte, befinden sich die Aktien des 21-Jährigen jedoch im Höhenflug. So hoch, um an D’Andre Swift, der für Georgia vor allem in der 2. Saisonhälfte glänzen konnte, vorbeizuziehen? Quote 1.95.

Dein Startvorteil: Die 100 Euro-Jokerwette!

…den ersten gedrafteten Offensive Lineman

Apropos: Gewinner beim Combine! Positionsunabhängig wäre hier Tristan Wirfs noch weit vor Jonathan Taylor anzusiedeln. Als ehemaliger High School-Wrestler lief er die 40 Yards schneller als Joey Bosa (4,85 Sekunden), sprang höher als Amari Cooper (0,9 Meter) und weiter DeAndre Hophins (3 Meter). Allen voran bei den New York Giants (#4) sowie den Arizona Cardinals (#8) steht der Mann aus Iowa seitdem hoch im Kurs.

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