NFL: Raiders bekommen mit Lynch eine Wundertüte

NFL: Raiders bekommen mit Lynch eine Wundertüte

Schon sein Name verbreitet Angst und Schrecken in der gegnerischen Defense: Marshawn Lynch! Einer der der besten Runningbacks der letzten Jahre kehrt aus dem verfrühten Football-Ruhestand zurück. Knüpft der 31-Jährige bei den Oakland Raiders an seine Glanzzeiten aus Seattle an oder ist er nur noch Beast Mode light?

Zugegeben, auch die bwin-Redaktion hatte dieses Comeback während der heißen Free Agency-Phase zunächst als undenkbar eingestuft. Entsprechend lange hing die Rückkehr von Marshawn Lynch in die NFL am seidenen Faden.

Allen voran 2 Faktoren gaben nun den Ausschlag dafür. Die Initiative für den Wechsel zu den Raiders ging in erster Linie vom Spieler selbst aus. Vor dem Umzug der Raiders nach Las Vegas möchte der Super Bowl-Sieger von 2013 seine Karriere in seiner Geburtsstadt ausklingen lassen.

Trade aus Seattles Sicht schwer nachvollziehbar

Bei der nicht unkomplizierten vertraglichen Situation spielte die langjährige Freundschaft zwischen Reggie McKenzie von den Raiders und John Schneider, dem General Manager der Seahawks, eine ganz entscheidende Rolle. Denn in Seattle besaß Marshawn Lynch bis vor wenigen Tagen einen laufenden Vertrag. Sein Rücktritt im Februar 2015 kam Hals über Kopf.

Diesen hatte der Runningback während des laufenden Super Bowls zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers (24:10) verkündet – eine typische Lynch-Aktion. Was sich Seattle nun bei diesem Trade gedacht hat, bleibt das Geheimnis der Verantwortlichen. Für einen Fünftrundenpick stärkten die Seahawks unnötig einen Playoff-Konkurrenten. Sportlich verleiht Marshawn Lynch der Raiders-Offense um den stark aufspielenden Quarterback Derek Car noch mehr Wucht.

Defense im Draft aufgerüstet – Neue Attacke auf die Patriots

Über 9.000 Yards Raumgewinn und stolze 74 Touchdowns erzielte der 100 Kilo-Koloss seit 2007 in der NFL. Die aggressive Spielweise bei seinen Läufen (siehe Video) brachte ihm den Spitzname „Beast Mode“ ein. Aber: Als unberechenbar und arrogant gilt Marshawn Lynch auch abseits des Football-Feldes – das weiß niemand so gut wie die Seahawks. Eine Rückkehr war nie ein Thema.

Wie gut sich der 31-Jährige in das Team von Head Coach Jack del Rio integrieren kann, hängt zu einigen Teilen von der Vorbereitung und dem Saisonstart ab. Mit einem Lynch in Beast Mode-Verfassung sind die Kalifornier ein noch ernstzunehmender Kandidat für die Playoffs.

Zusammen mit den Pittsburgh Steelers oder den Denver Broncos wollen die Raiders in ihrer Confrence dem aktuellen Champion New England Patriots den Top-Seed in der AFC streitig machen. Nach dem erfolgreichen Lynch-Deal lag der Fokus im NFL-Draft eindeutig auf der Defense. Mit Cornerback Gareon Conley (24. Pick) und Safety Obi Melifonwu (56.) verstärkte Oakland die Secondary.

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