Gesucht: Goats, Könige und die Biggest Loser der NFL-Saison 2018

Gesucht: Goats, Könige und die Biggest Loser der NFL-Saison 2018

Das Ei fliegt wieder – sowohl in den monströsen NFL-Arenen als auch auf bwin! Fortan werden die Geschehnisse rund um die stärkste Football-Liga der Welt wieder ein gewichtigeres Thema auf unserer News-Site einnehmen. Touchdowns, Tackles und pure Emotionen – 4 Monate Non-Stop. Den lang herbeigesehnten Kickoff zur NFL Saison 2018 symbolisiert die folgende Grafik:

Drei oder Vierkampf in der NFC möglich

Startschuss in der Nacht vom 6. auf den 7. September. Titelverteidiger Philadelphia empfängt um 2.20 Uhr nach deutscher Zeit die Atlanta Falcons! Das erste von 256 Spielen in der Regular Season, verteilt auf 68 Tage. Terminchaos für Football-Neulinge vorprogrammiert? Nicht mit unserer Grafik! Diese beinhaltet alle Termine der NFL Saison 2018, darunter die 3 London-Games im Oktober, das Gastspiel in Mexiko (LA Rams vs. Kansas City Chiefs am 19. November) sowie Thanksgiving, wo in den USA traditionell donnerstags (22.11.) Football und Truthähne auf dem Menüplan stehen.

Sportlich bleibt eine altbekannte Frage vor dem Kickoff einer neuen Spielzeit allgegenwärtig: Wie steht es um die Patriots-Dynastie? Die Niederlage im Super Bowl LII gegen die Eagles (33:41) hinterließ Narben, die nach Meinung unserer Buchmacher aber gut verheilt sind. Für eine Saison mit 12 Siegen steht deshalb eine 1.90-Quote (alle NFL-Wetten). Das Trainer-Quarterback-Duo Bill Belichick/Tom Brady bildet die konstante Antriebsfeder des 5-maligen Champions, durch die das Team immer wieder neuen Widerständen trotzt. Eine schlechtere Bilanz als 12-4 wiesen die New England Patriots zuletzt in der Saison 2010 (6 Niederlagen) auf.

In die Rolle ihres ärgsten Rivalen in der AFC-Conference schlüpfen – einmal mehr – die Pittsburgh Steelers. Ganz anderes Bild in der NFC: Hier formiert sich eine breitere Spitze mit 3 Top-Teams auf etwa einem Level. Die knapp am Einzug in den Super Bowl im eigenen Stadion gescheiterten Minnesota Vikings aus dem hohen Norden können den Eagles ebenso die Stirn bieten wie die Packers. Machen die LA Rams mitsamt ihrer neuen Defense („Legion of Goon“) aus dem Drei- einen Vierkampf? Viel hängt davon ab, ob es dem jungen Head Coach Sean McVay (32) gelingt, die teils schwierigen Charaktere zu einer Einheit zu formen.

Brees vs. Brady – oder ein lachender Dritter?

Die Bookies setzen bei den Team-Spezialwetten leicht niedriger an – Quote 1.65 für 10 Siege! Nach der endgültigen Genesung von Spielmacher Aaron Rodgers (Schlüsselbeinbruch) erwarten die meisten Experten von Green Bay – die 1919 gegründete Franchise geht übrigens in ihre Jubiläumssaison – den im Vergleich zum Vorjahr den größten Schritt nach vorne. Den Erkenntnissen der Pre Season zufolge, dürfte es „A-Rod“ schnell gelingen, seine neue Waffe scharf zu stellen: Tight End Jimmy Graham! Der 5-malige Pro Bowler war aus Seattle ins Lambeau Field gewechselt.

Einhergehend mit der Frage nach den Super Bowl-Anwärtern 2019 richtet sich der Fokus der Grafik darauf, welche Spieler der neuen NFL-Saison wohl ihren Stempel aufdrücken können. Ein Tipp auf Aaron Rodgers als besten Pass-Quarterback (10.00) scheint mutig. Doch es finden sich wurfgewaltige Argumente, warum Drew Brees und Tom Brady ihr Privatduell (3:1 in den letzten 5 Jahren) unterbrechen müssen.

Top-Receiver Brandin Cooks? Zu den Rams getradet! Julian Edelman? Gesperrt! Und der Notfallplan mit Veteran Eric Decker ist seit wenigen Tagen ebenfalls vom Tisch. Der Receiver-Notstand schränkt die Möglichkeiten des G.O.A.T. (Greatest of all Time) enorm ein. Zumindest bis zur Rückkehr seiner Lieblingsanspielstation in Woche 5 muss der 41-jährige Brady seine Offense vermehrt auf Laufspiel trimmen. Exakt diesen Schritt hat Brees in New Orleans bereits 2017 vollzogen, als Rookie Alvin Kamara im Zusammenspiel mit Mark Ingram die Gegner in Grund und Bogen gelaufen hatte. Teilweise auf Kosten seiner Passing Yards-Bestwerte, die von 5208 auf 4334 Yards sanken.

Pittsburghs Killer-B’s setzen zum großen Finale an

Die Könige der Lüfte in der NFL, sie sind anderenorts zu Hause. Antonio Brown greift nach 2014 und 2017 zum 3. Mal nach dem Titel für die meisten Receiving Yards (Quote 2.10) in einer Saison. Bei weitem nicht der größte Receiver (1,80 Meter) liefert der Mann aus Pittsburgh, über kurze und lange Passrouten anspielbar, mit Blick auf die letzten 5 Jahre die konstantesten Zahlen ab. In seiner besten Saison (2016) kratzte Atlantas Julio Jones sogar an der 2000er-Marke. Dank herausragender Schnelligkeit setzt sich dieser selbst gegen die stärksten Cornerbacks der Liga durch.

Was Brown und Jones ihrem vielleicht talentierterem Konkurrenten aus New York voraushaben: Einen Quarterback für Präzisionswürfe! Welche Rekorde wackeln, wenn Odell Beckham jr. einen Matt Ryan oder Ben Roethlisberger an seiner Seite hätte? Man wird es vielleicht nie erfahren. Mit einem neuen 95 Mio. $ schweren Vertrag machten die Giants ihrem extrovertierten Star einen Verbleib im Big Apple schmackhaft. In seiner 4. NFL-Saison kämpfte der Erstrundenpick (#13/2014), ein Spezialist für spektakuläre One-Handed-Catches, mit Verletzungsproblemen und der Formschwäche von Spielmacher Eli Manning.

Bei den Runningbacks waren wir uns ebenfalls nicht zu schade, einen Spieler mit etwas höherer Quote in die Grafik aufzunehmen. „2018 wird meine beste Saison“, versprach Le’Veon Bell via Twitter. Nur ob er am 9. September gegen die Cleveland Browns überhaupt auf dem Feld steht, ist das derzeit am besten gehütete Geheimnis in „Steel City“. Seit Jahren pokert Bell mit Pittsburgh um einen langfristigen Vertrag, wobei sich Spieler und Franchise nach den abgebrochenen Verhandlungen gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Klar ist: Die Ära der Killer-B’s steht am Scheideweg. Können Brown, Bell und „Big Ben“ Roethlisberger in der NFL-Saison 2018 die Patriots-Dynastie nicht brechen, ist die Chance auf den Super Bowl wohl für Jahre vorbei!

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