NFL: Colin allein zu Haus - das Karriereende rückt näher!

NFL: Colin allein zu Haus – das Karriereende rückt näher!

Alle paar Wochen wiederholt sich in der NFL ein bizarres Schauspiel. Wo auch immer sich ein Quarterback verletzt, beispielsweise bei den Arizona Cardinals oder Green Bay Packers, ist ziemlich schnell Colin Kaepernick im Gespräch. Ein Vertrag springt für den Football-Rebell am Ende nie herum. Wie stehen seine Chancen, noch einmal auf die große-Bühne zurückzukehren?

Der Mann, der 2013 mit den San Francisco 49ers den Super Bowl (31:34 gegen Baltimore) erreichte, führt sozusagen ein Leben als Verstoßener. Zu Jahresbeginn bestritt Kaepernick das bis dato letzte Spiel seiner Football-Karriere. Durch seinen Hymnen-Protest legte sich der 30-Jährige mit dem System NFL an und zahlt den Preis dafür.

Es ist ja nicht so, dass andere Teams keinen Bedarf auf die wichtigen Spielmacher-Position hätten. Eher im Gegenteil! Ende Oktober hatte sich der in Houston glänzend eingeschlagene Rookie-Quarterback Deshaun Watson einen Kreuzbandriss zugezogen. Hoffnung für Colin Kaepernick? Die Texans setzen lieber auf Tom Savage, holten außerdem mit Josh Johnson einen Ersatzmann, der sogar 4 Jahre lang keinen Ball mehr geworfen hat.

41 Quarterbacks wurden Kaepernick vergezogen

Gleiches Spiel bei den Green Bay Packers. Die „Cheeseheads“ sind nach der Verletzung von Aaron Rodgers im Sinkflug und gastieren in der Nacht von Sonntag auf Montag bei den Pittsburgh Steelers (alle NFL-Wetten). Head Coach Mike McCarthy verlangt explizit von seinen Spielern während der Nationalhymne die Hand aufs Herz zu legen. Hätte, Wenn und Aber spielt im nationalstolzen Amerika keine Rolle.

Mit seinem Kniefall im August 2016 hatte „Kaep“, der gegen Rassismus und Polizeigewalt protestieren wollte, eine bis heute hitzige Diskussion entfacht. Insgesamt 41 andere Quarterbacks wurden ihm vorgezogen, woraufhin der Football-Rebell offiziell Beschwerde gegen die Team-Besitzer eingereicht hat. „Ich denke, dass viele konservative Fans wirklich sauer sind“, äußerste sich Steve Kerr, der den NBA-Champions Golden State Warriors trainiert.

Nicht bloß ein reines Politikum

Die Lage, sie scheint kaum zu kitten. Zu viele Fakten sprechen derzeit gegen eine Verpflichtung von Colin Kaepernick als andersherum. Es wäre falsch, diese Personalien nur auf politische Gründe zu reduzieren. Kein NFL-Manager möchte im Kampf um die Playoffs ein Risiko eingehen und sich Unruhe durch einen Spieler ins Haus holen, der zum anderen nicht ganz billig ist.

In San Francisco hatte der laufstarke Zweitrundenpick mit der Afro-Frisur einst einen 6-Jahres-Vertrag über stolze 126 Mio. $ unterschrieben. Bei 3 Teams (unter anderem Denver), die in der jüngeren Vergangenheit ernsthaft Interesse angemeldet hatten, scheiterte ein Deal an den Gehaltsvorstellungen von rund 10 Mio. $. Wir meinen: Ein Karriereende mit 30 Jahren ist wahrscheinlicher, als das ein Team diese Summe für einen Spielmacher zahlt, dessen Passing Game sich seit dem Super Bowl nicht entscheidend weiterentwickelt hat!

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