Nach Vettel-Ausraster: Die größten Formel-1-Skandale

Nach Vettel-Ausraster: Die größten Formel-1-Skandale

Es war der Negativ-Höhepunkt am vergangenen Renn-Wochenende. Lewis Hamilton bremste beim Aserbaidschan-GP Sebastian Vettel aus, der Ferrari-Pilot revanchierte sich mit einem Rammstoß. Dieser Zwischenfall erhitzte die Gemüter. In der langen Geschichte des Rennsports gab es allerdings schon viele Formel-1-Skandale.

Mit einer Zeitstrafe von 10 Sekunden bestraften die Stewarts das Verhalten von Vettel. Im Anbetracht der Schwere seiner Handlung kam der Deutsche damit noch gut weg. Allerdings hätte auch Hamilton bestraft werden müssen, der Brite wurde aber (wieder einmal) von der Rennleitung verschont. Dafür sorgte der Mercedes-Pilot um Anschluss des Rennens für Aufregung und sprach eine Herausforderung an seinen Kontrahenten aus:

„Wenn er zeigen will, dass er ein Mann ist, soll er aus dem Auto steigen und wir machen es von Angesicht zu Angesicht.“

Das nächste Rennen in der Formel 1 wird spannend. Der Zweikampf zwischen Vettel und Hamilton droht zu eskalieren. Aber die Königsklasse des Rennsports hat in ihrer langen Geschichte, schon mit vielen Skandalen und Auflegern zu kämpfen gehabt.

Die lange Liste der größten Formel-1-Skandale

1982 bekriegen sich Bernie Ecclestone, damals noch Chef Konstrukteursvereinigung FOCA, und die FISA (Vertretung der FIA-Interessen). Der Streit schwillt bereits seit der Saison 1980 an. Beim GP von San Marino folgt der große Eklat. Alle englischen Teams boykottieren das Rennen.

Ayrton Senna und Alain Prost geraten immer wieder aneinander. Beim vorletzten Rennen 1989 crashen die beiden McLaren-Teamkollegen ineinander. Senna wird die Schuld gegeben und disqualifiziert, Prost wird Weltmeister. Ein Jahr später kollidieren die beiden Rivalen in Suzuka. Dieses Mal kommt Senna ungestraft davon und wird zum 2. Mal Champion.

Sein Ehrgez und seine Verbissenheit brachten Michael Schumacher in seiner Karriere neben großen Erfolgen auch viel Ärger ein.

Michael Schumacher überholt 1994 in der Einführungsrunde beim GP von Großbritannien seinen Konkurrenten Damon Hill. Die dafür fällige Stop-and-Go-Strafe ignoriert der spätere Rekordweltmeister ebenso wie die Schwarze Flagge. Die Konsequenz: Schumacher wird für 2 Rennen gesperrt.

Beim Saisonfinale 1994 in Adelaide begeht Schumacher einen Fahrfehler. Anschließend crasht er mit Hill bei dessen versuchten Überholmanöver. Beide fallen aus. Der Deutsche, der mit einem Punkt Vorsprung ins letzte Rennen gegangen war, wird zum ersten Mal in seiner Karriere Weltmeister.

Wieder Schumacher. Um doch noch Weltmeister zu werden, rammt der Kerpener 1997 in Jerez Rivale Jaques Villeneuves von der Strecke. Daraufhin streicht ihm die FIA alle Punkte und der Franzose wird Champion.

2005 gibt es großen Reifen-Ärger in der Formel 1. Die Autos mit Michelin-Reifen kommen mit der Steilkurve in Indianapolis nicht zurecht. Nach der Einführungsrunde biegen alle Boliden mit diesen Reifen in die Boxengasse ab. Nur die 6 Bridgestone-Autos fahren das Rennen.

2001 sorgt Ferrari mit der Einführung der Stallorder für einen Skandal. Rubens Barrichello muss beim GP in Österreich Michael Schumacher aufgrund einer Anweisung seines Teamchefs Jean Todt („Let Michael pass for the championship.“) vorbeilassen. Die Zuschauer quittieren das mit einem gellenden Pfeifkonzert. 2002 verbietet die FIA die Stallorder.

Schumacher macht abermals mit unsportlichem Verhalten Schlagzeilen. Im Qualifying zum Monaco-GP 2006 täuscht der Deutsche einen Verbremser in der Rascasse-Kurve vor und bleibt stehen. Damit versperrt er die Engstelle für Fernando Alonso und will so seine Best-Zeit ins Ziel retten. Für das Rennen wird Schumacher allerdings auf den letzten Platz strafversetzt.

Mit dem WM-Ausschluss und $ 100 Mio. Strafe wird McLaren 2007 für die Spy-Gate-Affäre sanktioniert. Ferrari-Ingenieur Nigel Stepney ließ dem Rennstall vertrauliche Dokumente zukommen, die McLaren dankend annahm.

2008 wies Renault in Singapur Nelson Piquet Jr. an, absichtlich einen Unfall zu bauen und so das Safety Car auf die Strecke zu holen. Dadurch profitierte Teamkollegen Alonso, hielt somit Anschluss an die Spitze und gewann am Ende das Rennen.

Mitten drin im Geschehen mit der bwin Sportwetten-App: Hier warten mehr Wetten als bei jedem anderen Anbieter. Umfassende Fußball-Statistiken liefern die dazugehörigen Informationen. Extra-schneller Wettabschluss garantiert! Jetzt downloaden.

X