MotoGP Deutschland 2022

MotoGP GP von Deutschland: Das Spektakel kehrt auf den Sachsenring zurück

2020 Zwangspause, 2021 Geisterrennen. Nach 2 Jahren ohne Tam Tam und Trara startet auf dem Sachsenring am kommenden Wochenende wieder eine Motorsport-Party, die in der Bundesrepublik ihresgleichen sucht. Mehr als 200.000 Zuschauer sollen dem GP von Deutschland wieder den ursprünglichen Glanz verleihen und dürfen sich bei der Rückkehr auch auf einen neuen Sieger freuen. Unsere Rennvorschau:

Rennstart: Sonntag, 19.06.2022 – 14:00 Uhr

Rennstrecke: Sachsenring, Deutschland

TV: Servus TV & DAZN

Die schlechte Nachricht vorweg: Motorsport-Legende Marc Marquez wird in diesem Jahr nicht auf dem Sachsenring anzutreffen sein. Den 29-Jährigen stoppt mal wieder eine Oberarm-OP – seine mittlerweile Vierte. Damit steht bereits jetzt fest, dass die 8-Jährige Dominanz des Spaniers ein kampfloses Ende finden wird. Seit 2013 gewann Marquez jedes MotoGP-Rennen (alle MotoGP Wetten) auf dem Sachsenring, nachdem er bereits in den beiden vorherigen Auflagen der Moto2-Klasse als Erster über die Ziellinie fuhr. Der letzte Gewinner, der nicht Marc Marquez hieß, Dani Pedrosa, ist bereits vor rund 4 Jahren aus der MotoGP ausgestiegen. Und auch alle vorherigen Champions sind mittlerweile vom Motorrad abgestiegen. Der Weg ist also frei für einen neuen Sieger auf dem Sachsenring – Kandidaten gibt es zuhauf.

Quartararo im Formhoch

Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit nur einer Podestplatzierung in den ersten 4 Rennen befindet sich der amtierende Weltmeister Fabio Quartararo wieder in einem Hoch. Bei den letzten 5 GPs fuhr der Franzose stets unter die ersten 5, davon gleich 4 Mal aufs Podium und 2 Mal auf die Eins. Mit dem Sieg in Katalonien baute der 23-Jährige die Führung in der Fahrerwertung auf Verfolger Alex Espargaró auf 22 Zähler aus.

Auch der WM-Dritte Enea Bastianini wird von den Bookies im Favoritenkreis gehandelt, obwohl der Sachsenring (alle Wetten zum Deutschland GP) laut eigener Aussage „nicht zu seinen Lieblingstrecken gehört.“ und er bei den letzten beiden Rennen ohne Punkte nach Hause fuhr. Gründe für einen Sieg auf dem einzigen MotoGP-Kurs in Deutschland liefert der Italiener dennoch genug. Als einziger Fahrer fuhr er in dieser Saison schon 3 Saisonsiege ein (Katar, USA, Frankreich). Zudem konnte der Aprilia-Pilot bereits Podiumserfahrung auf dem Ring sammeln. 2 dritte Ränge sprangen 2015 und 2016 raus, wenn auch in seinen Moto3-Jahren.

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Die Rennstrecke beim GP von Deutschland

Schon seit 1920 wurden Teile der Rennen auch auf öffentlichen Straßen ausgetragen. Die reine knapp 3,7 Kilometer lange Rennstrecke wurde 1996 fertiggestellt. Die geringe Breite von 12 Metern garantiert in 13 Kurven häufig enge Rennen. Die Location wird über das Jahr auch als Trainingszentrum für Fahrer und als Strecke für Sicherheitstrainings genutzt. Der Sachsenring ist mit 3,671 die mit Abstand kürzeste Strecke im WM-Kalender. Bei 10 Links- und 3 Rechtskurven gilt besonderes Augenmerk der Kurve 11.

Wer den GP von Deutschland als Zuschauer besucht, der sollte sich am sogenannten „Wasserfall“ postieren. Die abschüssige Rechtskurve macht ihrem Spitznamen alle Ehre und bringt so manchen Piloten ins Schwitzen, weil die Reifen nach zuvor 7 Linkskurven einseitig belastet sind. Schon oft gab es Kritik aus dem Fahrerlager. So schlug Cal Crutchlow vor 5 Jahren gar vor, die Kurve abzuschaffen: „Versteht mich nicht falsch. Ich mag schnelle Kurven, in denen man am Limit unterwegs ist. Aber wegen mir kann die hier weg.“ In Gedenken an Ralf Waldmann trägt sie seit 2018 den Namen des verstorbenen Rennfahrers. Am schnellsten auf dem Ring war 2015 Andreas Dovizioso auf seiner Ducati. 298,2 km/h brachte er mit der Maschine auf den Asphalt. Marc Marquez drehte 2019 in 1:21.228 min. die schnellste Runde.

Die Podest-Platzierungen der letzten 5 Jahre

2021: 1. Marc Márquez, 2. Miguel Oliveira, 3. Fabio Quartararo

2020: kein Rennen

2019: 1. Marc Márquez, 2. Maverick Vinales, 3. Cal Crutchlow

2018: 1. Marc Márquez, 2. Valentino Rossi, 3. Maverick Vinales

2017: 1. Marc Márquez, 2. Jonas Folger, 3. Dani Pedrosa

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