Formel 1: Neue Autos für mehr Racing!

Formel 1: Neue Autos für mehr Racing!

Seit 2 Monaten war kein F1-Auto mehr auf den großen Strecken der Welt unterwegs. Dennoch stehen die Boliden der Teams in der diesjährigen Winterpause so stark im Fokus wie lange nicht mehr. Zahlreiche technische Regeländerungen sollen dafür sorgen, dass die Formel 1 wieder mehr Spannung zu bieten hat als es zuletzt der Fall gewesen war.

„Wir wollen Rennwagen, mit welchen die Piloten gut attackieren können. Wir wollen, dass das Feld zusammenrückt, dass die Teams überleben können und, last but not least, dass die Autos aufregend aussehen, schon im Stillstand.“ Was F1-Sportchef Ross Brawn nach der 2019er-Saison geäußert hat, wird nun zur Realität. Ein neuer Regelkatalog, der aufgrund der Corona-Pandemie erst ein Jahr später als geplant in Kraft tritt, soll die Spannung in die Königsklasse des Motorsports (alle Formel 1 Wetten) zurückbringen. Doch warum konnten in den letzten Jahren nur eine Handvoll Teams um Grand-Prix-Siege geschweige denn die Weltmeisterschaft mitfahren?

„Dreckig“ war gestern

Das wohl größte Problem war die sogenannte „Dirty Air“. Die beim Hinterherfahren verwirbelte Luft des vorausfahrenden Autos, sorgte beim Verfolger für fehlenden Anpressdruck. Die Chancen, in Kurven am Heck des Gegners Anschluss zu halten, wurden aufgrund des Abtriebsverlusts von teilweise mehr als 50 Prozent deutlich verringert.

Per Saugnapfeffekt, der bereits in den Formel 1-Wagen Ende der 1970er und Anfang der 1980er verwendet wurde, soll in der kommenden Saison mehr Abtrieb erzeugt werden. Kleine vertikale Finnen erzeugen Wirbel, die den Luftstrom beschleunigen, wodurch sich der Brenner Richtung Boden saugt. Zusätzlich sorgt der hintere Teil des Unterbodens dafür, dass die Luftwirbel, die die Verfolger in der Vergangenheit stark beeinträchtigt haben, nach oben steigen.

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Generell dreht sich bei den Veränderungen am Auto viel um das Thema Aerodynamik. So sind auch die neuen Front- und Heckflügel einfacher gestaltet und lassen wenig Handlungsspielraum, um die Luft in gewünschten Bahnen nach hinten zu lenken. Auf die Cape-Flügel, die in den zurückliegenden Jahren Einzug in die Formel 1 (alle Formel 1 Wetten) gehalten haben, müssen die Teams fortan verzichten. Dafür dürfen die Rennställe am Heck des Boliden wieder auf die Beam Wings zurückgreifen, die zuletzt 2013 zum Einsatz kamen und für eine Verstärkung des Diffusors dienen. Auf ein komplett neues Design müssen sich die Motorsport-Fans beim Heckflügel einstellen. Die traditionell verbauten Endplatten neben den Flügelprofilen sucht man vergebens. Stattdessen ist das System darauf ausgelegt, den Luftstrom nach hinten zu verbessern, damit nachfolgende Fahrzeuge von sauberer Luft profitieren können.

Pirelli liefert in Übergröße

Großer Wert wurde im wahrsten Sinne des Wortes auf die neuen Reifen gelegt. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten 13-Zollern erscheinen die 18-Zoll-Gummis fast schon wie Übergröße. Die Räder kamen in der letzten Saison aber bereits in der Formel 2 zum Einsatz und feiern beim Australien-GP ebenso ihre Premiere in der Königsklasse wie die Einführung der nach oben geschwungen Finnen, die sich über den Reifen befinden. Freiraum für Tüftelei gibt es für die Ingenieure hier aber nicht, da es sich bei den Finnen um Standard-Teile handelt, die identisch bei allen Fahrzeugen geformt und verbaut sein müssen.

Die Vergangenheit war davon geprägt, durch feinste Optimierungen Millisekunde um Millisekunde aus den Fahrzeugen zu holen. Das neue Regelwerk beschränkt den Handlungsspielraum der Teams in der kommenden Saison deutlich, was darauf hoffen lässt, dass auch kleinere Teams den Top-Rennställen der vergangenen Jahre Paroli bieten können. Dennoch ergibt sich in genügend Bereichen, z.B. Motorverkleidung, Seitenkästen oder Unterboden die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben. Die Testfahrten in Spanien (23.-25. Februar) und Bahrain (10.-12. März) werden offenbaren, ob das Feld wie erhofft enger zusammenrückt oder erneut Red Bull und Mercedes einen Zweikampf an der Spitze führen werden.

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