Formel 1: Prominente Namen auf dem Schleudersitz

Formel 1: Prominente Namen auf dem Schleudersitz

Windgeschwindigkeiten bis 26 km/h sowie 28 Grad Celsius Außentemperatur und 50 Grad auf der Piste selbst: Der Wetter-Report verspricht einmal mehr einen heißen Ritt für den Großen Preis von Baku (alle Formel 1-Wetten). Schwerer messbar sind freilich die Temperaturen im Cockpit von Mick Schumacher. Die bwin Redaktion erklärt, warum unsere deutsche F1-Hoffnung auf dem Hot Seat sitzt und welche 3 Plätze ebenfalls wackeln.

Daniel Ricciardo (McLaren)

Der einzige McLaren-Sieg in den zurückliegenden 10 Jahren (GP von Monza. 2021) mag mit seinem Namen verbunden sein. In Sicherheit wiegt Daniel Ricciardo weder besagter Triumph, noch sein Image als Publikumsliebling (Spitzname: Honey Badger) oder der bis 2023 laufende Vertrag. Die neue Generation an F1-Renner scheint dem 2-maligen WM-Dritten nicht zu liegen. Die Renn-Bilanz gegenüber dem eigenen Teamkollegen Lando Norris (2:5) drückt aufs Gemüt von McLaren-Boss Zac Brown und sagt sogar nur die halbe Wahrheit aus. Im Schnitt hängt der junge Norris den Routinier Ricciardo um ganze 6 Zehntel pro Qualifying-Runde ab.

Mick Schumacher (Haas)

Wer die deutsche Brille abnimmt, erkennt im Filius vom Rekordweltmeister Michael Schumacher derzeit einen mit sich selbst ringenden Piloten ohne WM-Punkt. Erstmals wurde Mick Schumacher von seinem eigenen Teamchef angezählt. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Günter Steiner nach dem Horror-Crash von Monaco, der das Budget des amerikanischen Rennstalls mal eben um zwei Millionen erleichtert hat – in Salary Cap-Zeiten verheerend! Ob es für den 23-Jährigen in eine dritte Saison bei Haas gehen wird, hängt auch davon ab, wie viel Mitspracherecht Motorenpartner Ferrari wirklich hat.

Guanyu Zhou (Alfa Romeo)

Als erster chinesischer F1-Pilot schrieb Guanyu Zhou im von Sauber gebauten Alfa Romeo Geschichte. Niemand sollte vergessen, dass sich der Rennstall vorrangig aus wirtschaftlichen Gründen für diese Cockpit-Besetzung entschieden hat. Nach einem recht ordentlichen Saisonstart, wo der Mann aus der Renault Fahrer-Akademie in oder knapp hinter den Punkteränge gelandet war, fällt die Formkurve seit Imola rapide ab. Gleichzeitig wird mit jedem starken Auftritt von Eigengewächs Theo Pourchaire, derzeit WM-Zweiter der Formel 2, eine Ablösung wahrscheinlicher.

Nicholas Latifi (Williams)

Vor etwa drei Wochen kochten die Raufwurf-Gerüchte um Nicolas Latifi auf, entpuppten sich aber als heiße Luft. Wir sind geneigt zu sagen: Vorerst! Neben Mick Schumacher weist nur der kanadische Pilot in diesem Jahr ein leeres Punkte-Konto auf. Eine wirkliche Entwicklung des von externen Geldgebern finanzierten Pay Drivers (7 WM-Punkte in 41 Rennen) in dessen dritter Saison lässt auf sich warten. Den weiterhin lahmen, aber im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr ganz so unterlegenen Williams-Renner steuerte Teamkollege Alex Albon dagegen in Australien sowie Miami in die Top 10.

X