NHL: Das sind die Deutschen in der Saison 2022/23
NHL: Das sind die Deutschen in der Saison 2022/23

NHL: Das sind die Deutschen in der Saison 2022/23

Die NHL-Saison 2022/23 (alle NHL Wetten) hat mittlerweile richtig Fahrt aufgenommen. Seit 3 Monaten jagen die besten Spieler in der besten Eishockey-Liga der Welt wieder über das Eis. Wie bereits in den vergangenen Jahren sind auch in dieser Spielzeit wieder zahlreiche deutsche Kufencracks in den Kadern der insgesamt 32 Teams vertreten. Wir sagen Dir, wie sie individuell und mit ihren Klubs performen.

Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

So nah war Leon Draisaitl noch nie am Stanley Cup. In der vergangenen Saison scheiterte der deutsche Superstar mit seinen Edmonton Oilers erst im Conference Finale am späteren Sieger Colorado Avalanche (0:4). Mit 62 Toren und 80 Assists in 96 Spielen hatte der 26-Jährige einen großen Anteil an der guten Saison der Kanadier. Für den gebürtigen Kölner war es bereits die 3. Saison mit 100 oder mehr Punkten in der NHL.

An die Leistungen der letzten Jahre will der gebürtige Kölner auch in dieser Saison anknüpfen. Jedoch schränkt er die Träume der Oilers-Fans bereits vor dem Start der neuen Spielzeit ein bisschen ein: „Ich weiß natürlich, wie schwer es ist, so eine Leistung jedes Jahr zu wiederholen.“ Die bisherigen Saison verläuft durchwachsen. Nach 41 Partien ist die Bilanz mit 21 Siegen gegenüber 20 Niederlagen knapp positiv.

Besser läuft es dafür für Draisaitl persönlich. In bislang 39 Partien stand der 27-Jährige auf dem Eis und kommt bereits wieder auf 62 Scorerpunkte (22 Tore, 40 Assists). Damit liegt er im Gesamtpunkte-Ranking aktuell auf Rang 2, hat allerdings 14 Scorer Rückstand auf Platz 1. Dort rangiert sein kongenialer Partner Conor McDavid mit 76 Scorern (33 Tore, 43 Assists). Auch in dieser Saison können sich die Oilers auf ihr Star-Duo verlassen.

Nico Sturm (San Jose Sharks)

Was für eine Saison für Nico Sturm! Als 5. deutscher Spieler gewann der gebürtige Augsburger 2022 den Stanley Cup. Mit den Colorado Avalanche, zu denen er erst im März getradet wurde, wurde er der Favoritenrolle gerecht. Alle Experten sahen die Franchise aus Denver weit vorne. Doch das Kapitel bei den Avalanche ist für Sturm schon wieder vorbei. Sein Vertrag in Colorado endete und er schloss sich in diesem Sommer den San Jose Sharks an.

Als Stanley Cup-Sieger hofft Sturm bei den Sharks auf eine etwas andere Rolle als in Denver. Während er bei den Avalanche meistens in Reihe 4 im Einsatz war, will er in San Jose nun mehr Spielzeit. „Ich habe bewiesen, dass ich auf der Center-Position der 4. Reihe spielen kann. Ich glaube, dass ich den nächsten Schritt machen kann. Ich habe das Gefühl, dass ich die Chance bekomme, zu zeigen, dass ich weiter oben in der Aufstellung spielen kann“, äußerte sich der 27-Jährige vor dem Saison-Auftakt.

Bislang läuft es für Sturm gut. Er kam in 33 der bisher absolvierten 41 Partien der Sharks zum Einsatz. Dabei gelangen ihm 9 Tore und 3 Assists. Die Chancen, mit den Sharks die Playoffs zu erreichen, scheinen allerdings nicht die besten zu sein. San Jose steht aktuell bei 12 Siegen und 29 Niederlagen (8 Overtime). Seit der Saison 2018/19 wartet die Franchise auf die Teilnahme an der Post Season.

Philipp Grubauer (Seattle Kraken)

Ein Satz mit X, das war wohl nichts! So in etwa könnte man die erste Saison der Seattle Kraken beschreiben. Die neue Franchise schloss diese nämlich auf dem letzten Platz der Pacific Division ab und war meilenweit von den Playoff-Rängen entfernt. Gerade einmal 27 Siege fuhren die Kraken in den 82 Partien der Regular Season ein.

Auch für den deutschen Star-Keeper Philipp Grubauer lief es nicht wie gewünscht. Nach einer zuvor herausragenden Saison bei den Colorado Avalanche litt auch seine Leistung unter dem Misserfolg der gesamten Seattle-Mannschaft. „Ich habe ja nichts verlernt oder vergessen, wie man Eishockey spielt. Die Torhüter-Statistiken sind immer auch ein dessen, wie das Team spielt. Wir müssen alle Gas geben, dass es besser wird. Mit der letzten Saison sind wir nicht zufrieden“, äußerte sich der Goalie in der Sommerpause.

Bei 55 Einsätzen kam Grubauer lediglich auf eine Fangquote von 88,9 % und einen Gegentorschnitt von 3,16 pro Partie. Zum Vergleich: In seiner letzten Spielzeit bei den Avalanche lagen die Zahlen bei 92,2% und 1,95. Ein himmelweiter Unterschied. Die bisherige Spielzeit macht Hoffnung auf Besserung. Mit 22 Siegen und 16 Niederlagen, davon 4 Pleiten in der Overtime, rangieren die Kraken aktuell auf Platz 3 der Pacific Division. Grubauer selbst kam allerdings erst in 13 Partien zum Einsatz, davon 12 Mal als Starter. Sein Statistiken sind ausbaubar: 88% Fangquote und 3,5 Gegentore im Schnitt.

Tim Stützle (Ottawa Senators)

Tim Stützle gilt als eines der größten Versprechen des deutschen Eishockeys. Kein Wunder, dass die Ottawa Senators stark daran interessiert waren, ihren Youngster langfristig an sich zu binden. Und das haben sie auch geschafft. Die kommenden 9 Spielzeiten wird der deutsche Angreifer im Trikot der Senators auflaufen. Die Vertragsverlängerung brachte ihm dabei eine satte Gehaltserhöhung ein. 8,35 Mio. $ pro Saison verdient der Shootingstar ab dem ersten Jahr seines neuen Kontrakts, der ab der Saison 2023/24 gültig ist.

Als Rookie kann Stützle auch beeindruckende Zahlen vorweisen. „Die Jungs, die wir hier haben, die wir dazu geholt haben – das waren wichtige Gründe für mich. Ich freue mich sehr, dass ich insgesamt 9 Jahre bei den Senators vor mir habe. Und ich bin wirklich begeistert über die Zukunft hier in Ottawa“, begründet Stützle seine im Sommer erfolgte Vertragsverlängerung. In seinen bis dato absolvierten 176 NHL-Spielen erzielte der gebürtige Viersener 126 Scorerpunkte (52 Tore, 74 Assists).

Mit Alex DeBrincat (Chicago Blackhawks) und Claude Giroux (Florida Panthers) verstärkten sich die Senators prominent und wollen so endlich wieder einen Angriff auf die begehrten Playoff-Plätze wagen. Dafür sieht es aktuell aber schlecht aus. Aus 39 Partien gab es nur 18 Siege. Stützle stand bisher 35 Mal auf dem Eis und konnte bereits 39 Scorer (18 Tore, 21 Assists) verbuchen.

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

Das hat es noch nie gegeben! Mit Moritz Seider gewann ein Deutscher die Calder Memorial Trophy. Die Auszeichnung wird jährlich an den besten Rookie der Saison vergeben. Und diese Trophäe hat sich Seider wahrlich verdient. Mit 50 Scorerpunkten (7 Tore, 43 Assists) in seinen ersten 82 NHL-Spielen konnte der Verteidiger herausragende Werte vorweisen.

Kein Wunder, dass es nach dieser Debüt-Saison Lob von allen Seiten gab. „Moritz ist unglaublich cool, vom Kopf her wirkt er manchmal schon wie ein Veteran. Deshalb wusste ich, dass er sofort einschlägt. Seine erste Saison war top. Ich habe ihm gesagt, dass er für lange Zeit ein bedeutender Spieler sein kann. Er muss nur sein Spiel durchziehen, dann passt alles“, sagt Tim Stützle, Angreifer der Ottawa Senators, über seinen deutschen Kollegen.

Nach Platz 6 in der Atlantic Division und dem Verpassen der Playoffs spekuliert Seider in dieser Saison auf mehr Erfolg für die Detroit Red Wings: „Man muss natürlich sehen, wie sich die Saison für uns entwickelt und wie viele Höhen und Tiefen es gibt. Wir werden sicherlich die ein oder andere schwierige Phasen zu überstehen haben. Wenn wir es dann schaffen, aus dem Loch herauszukommen und eine Siegesserie zu starten, befinden wir uns in einer guten Ausgangslage, denke ich.“ Aus den ersten 38 Partien gab es 16 Siege und 7 Overtime-Pleiten. Seider ist erneut eine feste Größe bei den Red Wings und kommt in bislang 38 Einsätzen auf 2 Tore und 11 Assists.

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Thomas Greiss (St. Louis Blues)

36 Jahre alt und kein bisschen müde. Thomas Greiss spielt derzeit seine 14. NHL-Saison. Nach Stationen bei den San Jose Sharks, den Phoenix Coyotes, den Pittsburgh Penguins, den New York Islanders und den Detroit Red Wings hat es den deutschen Schlussmann im Sommer nun zu den St. Louis Blues gezogen. Dort nimmt der Routinier eine ähnliche Rolle wie zuvor bei den Red Wings ein.

In Detroit kam Greiss als Nummer 2 auf 31 Einsätze. Bei den Blues stärkt er jetzt Goalie-Kollege Jordan Binnington den Rücken. Diese Aufgabe bekommt Greiss mit einem Gehalt von 1,25 Mio. $ pro Saison vergütet. Die Blues sind mit 20 Siegen und 21 Niederlagen nicht optimal gestartet. Greiss kam 12 Mal zum Einsatz: Fangquote 91%, 3,2 Gegentore pro Partie.

Nico Daws (New Jersey Devils)

Vollkommen überraschend ist Nico Daws in der letzten Saison zu zahlreichen NHL-Einsätzen im Trikot der New Jersey Devils gekommen. Eigentlich war der in München geborene Deutsch-Kanadier als Nummer 3 eingeplant. Nach Verletzungen seiner Kollegen und dann überragenden Leistungen seinerseits, blieb Daws jedoch im Kasten der Devils. Am Ende der Spielzeit hatte der Goalie 25 Einsätze und insgesamt 1272 Minuten Eiszeit auf der Uhr.

In dieser Saison wird es schwierig werden, diese Statistik zu wiederholen. Mit Vitek Vanecek holte New Jersey in der Offseason einen neuen Schlussmann, außerdem ist auch noch Mackenzie Blackwood im Torwart-Ranking vor dem Deutsch-Kanadier. Es kommt also eine harte Saison auf den 21-Jährige zu. Das bestätigte der Auftakt in die neue Spielzeit, in der der 21-Jährige noch überhaupt keine Eiszeit bekam.

John-Jason Peterka (Buffalo Sabres)

Lange musste J.J. Peterka auf sein NHL-Debüt warten, nachdem er 2020 von den Buffalo Sabres gedraftet wurde. Doch in der vergangenen Saison hat es endlich geklappt. Nach überzeugenden Leistungen im AHL-Farmteam Rochester Americans (68 Punkte in 70 Spielen) durfte Peterka endlich auch in der besten Eishockey-Liga der Welt sein Können unter Beweis stellen. 2 Einsätze mit insgesamt 32:15 Minuten Eiszeit stehen zu Buche. Ein Punkt gelang dem Deutschen bei den Niederlagen gegen die New Jersey Devils (3:4) und die New York Islanders (1:4) nicht.

Zwar rutschte der ehemalige Angreifer vom EHC München anschließend wieder aus dem Kader, aufgeben will er trotzdem nicht. „Meine ersten beiden Einsätze haben dazu geführt, dass ich alles wesentlich besser einschätzen konnte. Ich bin davon überzeugt, dass ich danach deutlich besser gespielt habe. Das Ganze war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Darauf möchte ich jetzt gerne aufbauen“, ließ der 20-Jährige im Sommer verlauten. Peterka ließ den Worten Taten folgen und schaffte in der Vorbereitung den Sprung ins Rooster. Mehr noch. Er ist mittlerweile eine feste Säule im Team und kam bislang in jedem der 37 Sabres-Spiele zum Einsatz. Er kann sogar 17 Scorer (7 Tore, 10 Assists) vorweisen.

Lukas Reichel (Chicago Blackhawks)

Die Chicago Blackhawks befinden sich im Umbruch. Das scheint wohl die beste Gelegenheit für einen Youngster zu sein – genauer gesagt: Für Lukas Reichel. Der deutsche Nationalspieler kam in der vergangenen Saison auf 11 Einsätze (ein Assist), will nun aber deutlich mehr Spielanteile bekommen. Dafür hat Reichel im Sommer seine Ernährung umgestellt. Das Ziel: Gewicht zunehmen, robuster werden, aber nicht die Schnelligkeit auf dem Eis verlieren.

„Ich muss definitiv stärker werden“, hatte der 20-Jährige der Chicago Sun-Times vor einigen Wochen in einem Interview verraten. 7 Kilo nahm er mit Hilfe eines Ernährungscoaches zu. Ein fester Platz im Kader erschien im Sommer nicht unrealistisch. Zu Saisonbeginn klappte es mit dem NHL-Aufgebot aber nicht. Reichel wurde nach den Trainingscamps zu den Rockford IceHogs in die AHL geschickt. Dort empfahl er sich aber für höhere Aufgaben – 32 Spiele, 16 Scorer. Die Belohnung: Anfang Januar wurde er ins NHL-Team berufen. Der Höhepunkt erfolte dann am 8. Januar. Beim 4:3-Sieg nach Verlängerung seiner Chicago Blackhawks gegen die Calgary Flames erzielte er sein erstes Tor in der besten Eishockey-Liga der Welt. Zudem gelangen ihm 2 Assists. Aktuell seht Reichel jetzt bei 3 Einssätzen und 3 Scorer-Punkten.

Kai Wissmann (Boston Bruins)

Schafft es Kai Wissmann doch noch in die NHL? Mit 26 Jahren gehört er nicht mehr zu den Jungspunden. Erfahrung in der besten Eishockey-Liga der Welt hat der Ex-Berliner trotzdem nicht. Für ihn ist der Einjahresvertrag bei den Boston Bruins, den er vor der Saison unterschrieb, eine einmalige Gelegenheit.

In der Vorbereitung klappte es mit einem Platz im Bruins-Aufgebot aber nicht. Als einer von 3 Verteidigern überstand Wissman den Cut. Mit seinen physischen Voraussetzungen passt der in Villingen-Schwenningen geborene Wissmann eigentlich perfekt ins Konzept in Boston, muss sich angesichts der großen Konkurrenz aber zunächst in der AHL bei den Providence Bruins beweisen. Dort kam er allerdings seit dem 18. Dezember nicht mehr zum Einsatz.

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