NHL: Das sind die Deutschen in der Saison 2021/22

NHL: Das sind die Deutschen in der Saison 2021/22

Der Wahnsinn ist gestartet. Die NHL (alle NHL-Wetten) ist in ihrer gewohnten Form in die Eishallen Nordamerikas zurückgekehrt. Während die Regular Season der vergangenen Saison in 4 spezielle Divisions geteilt war – damit die Teams nicht länderübergreifend und nicht so weit reisen mussten – wird nun wieder in altbewährter Aufteilung gespielt. Mit dabei: 7 deutsche Kufencracks. Das sind die Deutschen in der NHL-Saison 2021/22:

Philipp Grubauer (Seattle Kraken)

Als einer der besten Torhüter der NHL ist Philipp Grubauer Hoffnungsträger einer neuen Franchise. Der gebürtige Rosenheimer wurde nach 3 Jahren bei den Colorado Avalanche von den Seattle Kraken unter Vertrag genommen. Gleich 6 Jahre läuft der Kontrakt des Deutschen in der neuesten NHL-Stadt. In diesem Zeitraum verdient der Goalie satte 35,4 Mio. $. Das Jahresgehalt von 5,9 Mio. $ rechtfertigte er durch eine überragende letzte Saison. Gerade einmal 1,95 Gegentore kassierte er durchschnittlich pro Spiel, fing 92,2% aller Schüsse, die auf seinen Kasten kamen. Beides waren persönliche Bestmarken für den 29-Jährigen, der inzwischen seit 9 Jahren in der NHL aufläuft. Doch in der neuen Heimat läuft es noch nicht ganz optimal für Grubauer. Der Saisonstart ging mit 6 Siegen aus 19 Spielen in die Hose. Allerdings ist ein Aufwärtstrend erkennbar. Gegen die Washington Capitals (5:2) und die Carolina Hurricanes (2:1) siegte der Liga-Neuling mit einem überragenden Grubauer im Tor. Insgesamt kommt der deutsche Goalie auf 16 Einsätze in dieser Saison. Mit 89% ist seine Fanquote allerdings noch ausbaufähig.

Tim Stützle (Ottawa Senators)

Mit einer unglaublichen Debüt-Saison hat Tim Stützle zuletzt für viel Aufsehen gesorgt. 12 Tore und 17 Assists gelangen dem Rookie in seinen ersten 53 NHL-Spielen. Für einen Platz in den Playoffs hatte es mit den Ottawa Senators erwartungsgemäß nicht gereicht. Und auch in diesem Jahr wird es für Stützle & Co. schwer. Das bestätigt auch das ersten Viertel der Saison 2021/22. 4 Siege stehen 13 Niederlagen gegenüber. In der Eastern Conference belegen die Kanadier derzeit den letzten Platz. Schon jetzt ist eine Playoff-Teilnahme fast reine Utopie. Eine 180-Grad-Wende beim Team aus der kanadischen Hauptstadt ist nicht zu erwarten. Und auch bei Stützle läuft es noch nicht wie gewünscht. Gerade einmal 8 Scorerpunkte (ein Tor, 7 Assists) gelangen dem deutschen Mega-Talent bei 17 Einsätzen.

Dein Startvorteil: Die 100 € Joker-Wette!

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

WOW! Anders kann man den NHL-Start von Moritz Seider nicht zusammenfassen. Bei den Detroit Red Wings erkämpfte sich der 20-Jährige in den Trainingscamps einen Platz im Kader. Und dieses Vertrauen rechtfertigt er mit überragenden Leistungen. 13 Scorerpunkte konnte Seider in seinen ersten 21 NHL-Spielen verbuchen – als Verteidiger! Neben seinen 11 Assists gelangen ihm sogar bereits 2 Tore! Mit seinen Leistungen hat Seider einen großen Anteil daran, dass die Red Wings mit 9 Siegen bei 21 Spielen ordentlich in die Spielzeit starteten. „Es wird immer besser. Von Tag zu Tag fällt es mir leichter hier. Es geht auf dem Eis sehr schnell zu in dieser Liga. Das hat mich nicht überrascht. Es ist schließlich die beste Eishockey-Liga der Welt. Doch die Jungs machen es mir leicht mich immer besser einzugewöhnen“, sagte Seider jüngst. Allerdings bereitet der straffe NHl-Spielplan Detroit-Coach Jeff Blashill ein wenig Bauchschmerzen. „Es gilt zu lernen, wie man zu spielen hat, auch wenn die Beine müde sind. Das hilft dann auch den jungen Spielern mit der Situation gerecht zu werden. Moritz Seider ist ein begnadeter Eishockeyspieler, der das schon managen kann, dennoch ist es schwierig die Dynamik aufs Eis zu bringen, wenn die Beine nicht so mitmachen wie man möchte“, so der 47-Jährige.

2019 drafteten die Detroit Red Wings Moritz Seider an 6. Stelle. Im letzten Jahr reichte es noch nicht ganz für die NHL. Stattdessen sammelte er eine Saison lang Spielpraxis in der schwedischen Svenska Hockeyligan und will nun eine erfolgreiche Karriere in der besten Eishockey-Liga der Welt hinlegen. Der Anfang verlief vielversprechend!

Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

Es gibt kaum Worte, die beschreiben können, was Leon Draisaitl in den vergangenen Jahren für die Edmonton Oilers geleistet hat. In der Spielzeit 2019/20 wurde er mit 43 Toren und 67 Assists Top-Scorer der NHL, in der vergangenen Saison, die durch Corona verkürzt war, gelangen ihm auch wieder 84 Punkte in nur 56 Partien. Trotzdem kann Draisaitl nur bedingt zufrieden sein. Denn so gut seine Leistungen und die seines Sturmkollegen Connor McDavid (105 Punkte letzte Saison) waren, so durchschnittlich war die Team-Performance. Zwar schafften die Oilers den Sprung in die Playoffs, doch dort war gleich in Runde 1 gegen die Winnipeg Jets Schluss. Mit 0:4 wurde Edmonton rausgesweept. Das sieht nach den ersten 19 Spielen der neuen Saison schon ganz anders aus. Mit 14 Siegen und nur 5 Niederlagen rangieren die Kanadier hinter Erzrivale Calgary Flames auf Platz 2 der Western Conference. Der Oilers-Zug ist damit voll auf Kurs „Playoffs“.

Bereits vor dem Start hatte Leon Draisaitl Hoffnungen auf eine gute Spielzeit gemacht: „Das ist die in der Tiefe am stärksten besetzte Truppe, die wir je hatten, seit ich hier bin. Ich denke, das gibt uns einfach zukünftig mehr Optionen. Wir sind vermutlich eine etwas unberechenbarere Mannschaft als in der Vergangenheit.“ Auch der deutsche Mega-Star selbst liefert natürlich wieder ab. Mit 20 Treffern und 20 Assists führt er aktuell die Scorerliste an. Knapp dahinter lauert Teamkollege McDavid mit 36 Punkten (14 Tore und 22 Vorlagen). Vor allem seine Abschlussqualitäten hat Draisaitl noch einmal verbessert. Rechnet man seinen aktuellen Schnitt von 1,05 Tore pro Spiel hoch auf die gesamte Regular Season, würde der der Kölner auf 86 Tore kommen. Ein Weltklassewert. Seine bisher persönliche Bestmarke stammt mit 50 Toren aus der Saison 2018/19. Jüngst stellte Draisaitl sogar einen NHL-Rekord auf: Er ist der erste Spieler, der die Kombination aus 20 Treffern, 20 Assists und 10 Powerplay-Toren in den ersten 20 Spielen seiner Mannschaft schafft. Wahnsinn!

Thomas Greiss (Detroit Red Wings)

35 Jahre alt und kein bisschen müde. Thomas Greiss steht in seiner 13. NHL-Saison auf dem Eis und soll als Team-Kollege von Moritz Seider bei den Detroit Red Wings eine Führungsposition übernehmen. Immerhin kann der Goalie auf eine Erfahrung von über 300 NHL-Spielen zurückblicken. Bei der sich im Rebuild befindlichen Franchise schielt Greiss nach Jahren als Goalie Nummer 2 wieder auf mehr Spielzeit. Die Hoffnungen erfüllten sich in den ersten Wochen in Detroit. Bei 10 der 21 Spiele startete Greiss als Goalie. Allerdings kann sein Konkurrent Alex Nedeljkovic bessere Stats vorweisen. Bessere Fangquote (91,7% – 90,1%) und durchschnittlich weniger Gegentreffer (2,76 – 3,41) sprechen eindeutig für den US-Amerikaner.

Nico Sturm (Minnesota Wild)

Endlich in der NHL angekommen – das gilt für Nico Sturm. In den Saisons 2018/19 und 2019/20 war der inzwischen 26-Jährige nur in 8 Partien bei den Minnesota Wild eingesetzt worden, doch in der abgelaufenen Corona-Spielzeit bekam er in satten 50 Spielen Eiszeit. Und die Zahlen des Angreifers können sich durchaus sehen lassen: 11 Tore und 6 Assists. Und das, obwohl Sturm „nur“ in Reihe 4 der Wild auflief. Und für die neue Saison hat der gebürtige Augsburger ehrgeizige Ziele. „Ich möchte einfach den nächsten Schritt in die richtige Richtung machen, ein vollwertiger Spieler in der dritten Reihe werden, meine Eiszeit konstant ausbauen und meine Center-Position festigen. Ich habe davor ja auch viel als Linksaußen gespielt, sehe mich aber doch eher als Center“, so Sturm. Zuletzt erhielt Sturm in Reihe 3 bzw. 4 der Wild reichlich Eiszeit. Durchschnittlich 12:24 Minuten darf er pro Partie ran. Die Zeit hat bisher für 4 Tore und 3 Assists gereicht. Insgesamt läuft es äußerst gut für die Franchise aus Minnesota. Nach 19 Partien haben die Wild 12 Siege auf dem Konto und sind Tabellenführer der Central Division.

Nico Daws (New Jersey Devils)

Ein bisschen überraschend ist Nico Daws bei den New Jersey Devils zu seinem NHL-Debüt gekommen. Der 20-jährige Schlussmann stand erstmals am 23. Oktober beim 2:1-Overtime-Sieg der Devils gegen die Buffalo Sabres auf dem Eis der besten Eishockey-Liga der Welt. Nach seinem Mega-Debüt mit einer Save-Quote von 96%(!) durfte er auch im Spiel gegen die Calgary Flames noch einmal ran. In 12 Minuten Eiszeit kassierte Daws allerdings 3 Gegentore und wurde anschließend ausgewechselt. Seitdem wurde er nicht mit im Spieltagskader der Devils berücksichtigt. Der Grund: Stammkeeper Jonathan Bernier ist nach einer Verletzungspause zurück auf dem Eis.

Schreibe einen Kommentar

X