Anfang der Adler-Dynastie? Der Ausblick auf die DEL-Saison 2019/20

Anfang der Adler-Dynastie? Der Ausblick auf die DEL-Saison 2019/20

Ab September wird es wieder heiß auf dem Eis. Was in der DEL-Saison 2019/20 auf die hiesigen Kufencracks zukommt? Die letzte Spielzeit ohne einen sportlichen Absteiger, die Neuauflage des letztjährigen Endspiels am 3. Spieltag – und womöglich die Fortsetzung des Zweikampfs zwischen Mannheim und München? Unser Ausblick:

Der DEL-Spielplan 2019/20

Die 26. Saison seit Gründung der DEL beginnt am Freitag, 13. September. Sowohl der amtierende Meister Adler Mannheim, der zu den Thomas Sabo Ice Tigers nach Nürnberg reist, als auch der unterlegene Finalist EHC Red Bull München müssen auswärts ran. Die Roten Bullen von Trainer Don Jackson treffen auf die Augsburger Panther, die als Überraschungsteam im Vorjahr bis ins Halbfinale vordringen konnten und noch eine Rechnung mit den Münchnern (3:4 in der Playoff-Serie) offen haben. Insgesamt erwischte die Jackson-Five das etwas kniffligere Auftaktprogramm. Nach Augsburg und Mannheim wartet am 4. Spieltag noch Rekordmeister Berlin. Das erste von (mindestens) 4 Rheinderbys steigt derweil am 20. Oktober in Köln. Es ist das insgesamt 224. Duell zwischen den Kölner Haien und der Düsseldorfer EG (alle DEL-Wetten).

Der 1. Spieltag:

Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg
Schwenninger Wild Wings – ERC Ingolstadt
Düsseldorfer EG – Pinguins Bremerhaven
Augsburger Panther – EHC Red Bull München
Kölner Haie – Iserlohn Roosters
Straubing Tigers – Krefeld Pinguine

Thomas Sabo Ice Tigers – Adler Mannheim

Die Titel-Favoriten

Die bwin Buchmacher sehen die beiden letztjährigen Finalisten Mannheim und München vor der DEL Saison 2019/20 mit einer Titel-Quote von 3.25 auf Augenhöhe. Nach zuvor 3 Meisterschaften in Serie wurden die Roten Bullen von den Kurpfälzern in nur 5 Spielen entthront. Der Meisterschaftskader um Playoff-Topscorer Andrew Desjardins, Denis Reul sowie Goalie Dennis Endras blieb größtenteils zusammen. Ob der von den Detroit Red Wings gedraftete Youngster Moritz Seider (18) noch ein weiteres Lehrjahr im Adler-Trikot einlegt, ist noch offen. Gegen eine Titelverteidigung spricht, dass dies in der 25-jährigen DEL-Historie erst 3 Teams (Mannheim, Berlin, München) gelungen ist. Wenn man es jedoch einem Coach zutrauen kann, eine Mannschaft, die im Vorjahr einen neuen Punkte-Rekord für die Hauptrunde (116) aufgestellt hat, noch weiter zu verbessern, dann Mannheims Taktik-Fuchs Pavel Gross.

Die Überraschungskandidaten

Mit Ausnahme der Eisbären Berlin (7.50) gehen die anderen 12 Teams mit 2-stelligen oder noch höheren Titel-Quoten in die DEL-Saison 2019/20. Auch in der Eishockey-Hochburg Köln dürstet man 17 Jahre nach dem letzten Titel nach neuen Erfolgen. Ob der aus Augsburg gekommene Coach Mike Stewart die hohe Erwartungen erfüllen kann? Einst als eisenharter Verteidiger (Spitzname: Iron Mike) bekannt, gehört der Kanadier neben Pavel Gross zu den Aufsteigern in der Trainer-Gilde. Der 47-Jährige hatte die Fischtown Pinguins in der Saison 2013/14 zur Meisterschaft in der DEL 2 geführt sowie mit den Augsburger Panther ein Team, das eher im Mittelfeld der Etat-Tabelle einzuordnen ist, 2 Mal die Playoffs (Viertelfinale/Halbfinale) erreicht. Trotz des Abgangs von Trainer Pat Cortina (Wolfsburg) ein Geheimtipp für die DEL Playoffs: Die Schwenninger Wild Wings! Die seit 2013 wieder erstklassigen Schwäne, im Vorjahr auf Platz 10, ließen im Sommer unter anderem durch den 214-fachen NHL-Verteidiger Mark Fraser sowie dem aus Berlin verpflichteten Torjäger Jamie MacQueen aufhorchen.

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