Paris-Roubaix: Peter Sagan ist Titelverteidiger und Top-Favorit

Paris-Roubaix: Peter Sagan ist Titelverteidiger und Top-Favorit

Königin der Klassiker“ oder „Hölle des Nordens“ – die Namen für das berühmt-berüchtigte Eintagesrennen der Welt sind vielfältig wie aussagekräftig. Zahlreiche Kopfsteinpflaster-Passagen warten auf die Piloten bei Paris-Roubaix. Titelverteidiger Peter Sagan ist Top-Favorit, aber auch der Deutsche John Degenkolb hat Chancen auf den Sieg.

Paris-Roubaix eines der 5 Monumente des Radsports

Paris-Roubaix ist der 3. von 4 Frühjahrsklassikern (dazu Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich). Austragung ist traditionell eine Woche nach der Flandern-Rundfahrt. Zu den 5 Monumenten zählt zudem die Lombardei-Rundfahrt. Sie wird allerdings nicht im Frühjahr, sondern erst im Oktober ausgetragen. Das klassische Eintagesrennen durch den Nordosten Frankreichs feierte 1896 Premiere. Die etwa 250 Kilometer lange Fahrt wird von zahlreichen Sektoren auf Kopfsteinpflaster geprägt. Auf 29 Teilabschnitten summiert sich die Fahrt auf den sogenannten Pavés auf über 50 Kilometer. Sie sind meist rennentscheidend.

Start nicht in Paris, Ziel im Vélodrome von Roubaix

Seit 1978 ist der Name gar nicht mehr Programm. Es wird nicht mehr in Paris gestartet, sondern 80 Kilometer nördlich vor dem Schloss in der Compiègne. Das Ziel hingegen befindet sich tatsächlich in Roubaix. Erreichen die Fahrer das dortige Vélodrome, haben sie die Tortur hinter sich.

Neben den etlichen Pavés ist die Trouée d’Arenberg ein spektakulärer Teil der Strecke. Eine gerade und schmale Straße führt durch den Wald von Arenberg. Beim 2.284 Meter langen Teilstück fällt die Strecke leicht ab. Somit besteht durch die hohe Geschwindigkeit der Fahrer eine hohe Sturzgefahr. Ein weiterer charakteristischer Streckenabschnitt ist der Mons-en-Pévèle. Der 2.9 Kilometer lange Pass ist bei den Fahrern vor allem wegen des schlechten Zustands des Kopfsteinpflasters gefürchtet. Dazu stellt schon die Fahrt zum Pass mit 7 Hügeln innerhalb von 20 Kilometern eine Herausforderung dar. Die Fahrer müssen die Anstiege Mérignies à Avelin (700 Meter), Pont-Thibault à Ennevelin (1.400 Meter), Templeuve – L’Epinette (200 Meter) und Templeuve-Moulin-de-Vertain (500 Meter), Cysoing à Bourghelles (1.300 m), Bourghelles à Wannehain (1.100 m) und Camphin-en-Pévèle (1.800 m) binnen kürzester Zeit überwinden.

Peter Sagan Titelverteidiger und Top-Favorit

Im letzten Jahr siegte Peter Sagan. Es war der 6. Anlauf für den Slowaken, um endlich auch bei Paris-Roubaix zu triumphieren. Er gewann 2016 auch schon die Flandern-Rundfahrt. Zu den Favoriten gehören aber auch noch weitere ehemalige Sieger. Greg Van Avermaet (2017), John Degenkolb (2015) und Niki Terpstra (2014) stehen bei den Bookies ebenfalls ganz oben auf der Liste, wenn es um den Sieg geht. Sagan, Straßen-Weltmeister in den Jahren 2015, 2016 und 2017, hat aber die besten Karten. Quote 4.75, wenn Sagan das 2. Mal triumphiert.

John Degenkolb vom Team Trek-Segafredo hatte 2018 gesundheitliche Probleme und wurde nur 17.. Dafür gewann er die letztjährige Tour de France-Etappe mit dem Zielort Roubaix. Der Deutsche mischt wieder um den Sieg mit. Quote 11.00 für den Sieg von John Degenkolb.

John Degenkolb hat schon einmal Paris-Roubaix gewonnen (2015). Auch in diesem Jahr gehört er zum Favoritenkreis.
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