Der wichtigste Faktor für einen Sieg beim Eurovision Song Contest

Der wichtigste Faktor für einen Sieg beim Eurovision Song Contest

Nicht mehr lange bis zum 62. Eurovision Song Contest (ESC). Am 13. Mai wird in Kiew der neue Sieger des Wettbewerbs ermittelt. Natürlich bietet bwin eine Vielzahl an ESC-Wetten an. Dabei haben die Buchmacher eine klare Gruppe an Favoriten ausgemacht, Deutschland gehört leider nicht dazu. Aber worauf kommt es an, wenn man den ESC gewinnen will? Die Künstler brauchen mehr als nur ein gutes Lied, um am Ende zu triumphieren. Gute Beziehungen zu anderen Ländern sind mindestens genauso wichtig.

Ein Blick auf die bisherigen 61 Auflagen des Eurovision Song Contest macht deutlich, dass die meisten Nationen klare Verbündete haben, die ihnen die Punkte zuschustern. Genauso gibt es aber auch Länder, die nie für eine bestimmte Nation werten. Das hat großen Einfluss auf den Erfolg eines Liedes.

Wir haben jede Abstimmung in der Geschichte des Wettbewerbs analysiert – abgesehen von 1956, als die Beratungen der Jury geheim gehalten wurden – und die interessantesten Abstimmungs-Muster zwischen den Ländern in der folgenden Grafik enthüllt:

Das Format hat sich seit den Wettkämpfen in den 1950er Jahren verändert. Um die Dinge einfacher und übersichtlicher zu halten, haben wir nur die Anzahl der Häufigkeiten in die Grafik einfließen lassen, in denen das Lied eines Teilnehmers im Finale eine überdurchschnittliche Punktzahl von einer bestimmten Nation erhielt.

Die Freunde der Top-Favoriten

Italien, mit einer Quote von 1.57 der Topfavorit, hat in den meisten Fällen die Stimmen der anderen Mittelmeer-Länder sicher. Malta, Spanien und Portugal geben der Stiefel-Nation überdurchschnittlich hohe Punktzahlen. Dagegen bekommen die italienischen Interpreten aus Skandinavien (Dänemark, Island) in fast jedem Jahr sehr niedrige Bewertungen.

Die Grafik zeigt, dass die skandinavischen und die baltischen Nationen tendenziell zusammenhalten. Schweden (Sieg-Quote 13.00) beispielsweise bekommt die meisten Punkte traditionell aus Dänemark, Island und Estland. Vor allem die Dänen sind ihrem Nachbarn mit 80,5% aller Punkte sehr zugetan.

Auch Portugal (Quote 9.00) und Belgien (51.00) gehören zu den Ländern, denen Siegchancen eingerechnet werden. Allerdings fehlen beiden Nationen befreundete Länder, aus denen man eine hohe Punktzahl fest einplanen könnte. Lediglich Frankreich und Spanien vergaben in der Vergangenheit zuverlässig recht viele Punkte an die Portugiesen. Die 62,5% bzw. 61,5% sind im Vergleich zu anderen Nationen, die zusammenhalten, aber nur Durchschnitt. Belgien kann sich einzig auf Litauen verlassen.

Die Punkte-Allianzen

Neben der Betrachtung einzelner Abstimmungsstudien haben wir auch Ländergruppen identifiziert, die sich konsequent einander sehr gut bewerten. 4 der 5 oben genannten Favoriten sind Teil von mindestens einem Trio von Nationen, die sich eine überdurchschnittliche Punktzahl von über 70% verleihen.

Die stärkste Verbindung gibt es zwischen Armenien, Griechenland und Zypern. Besonders die beiden Letztgenannten sind starke Verbündete und könnten in diesem Jahr Mitfavorit Armenien (Quote 15.00) eine große Hilfe sein.

Das Gegenteil von Allianzen

Für jede Allianz gibt es allerdings auch gegnerische Nationen, die mit Punktevergaben gegen bestimmte Länder geizen. Besonders 4 Drei-Länder-Kombinationen fallen dabei ins Auge.

Armenien und Aserbaidschans lokale Rivalität schloss in der Vergangenheit das gegenseitige Vergeben hoher Punktzahlen aus. Beide teilen allerdings ihre Abneigung gegen finnische Vertreter. Die anderen 3 sind ein bisschen weniger offensichtlich, aber Portugal hat gleich mit mehreren Nationen einen schweren Stand.

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