DEL: Die Krise der Mannheimer Adler spitzt sich zu

DEL: Die Krise der Mannheimer Adler spitzt sich zu

Die Mannheimer Adler stecken in einer Krise. Am gestrigen Dienstag, dem 38. Spieltag der DEL, verloren die Kurpfälzer sang- und klanglos mit 1:4 beim EHC Red Bull München. Es war bereits die 6. Niederlage in den letzten 7 Spielen. Der 7-malige Deutsche Meister muss um die Playoff-Teilnahme zittern.

Nach 38 Spielen rangieren die Adler in der deutschen Eishockey-Liga DEL (alle DEL-Wetten) nur auf dem 10. Tabellenplatz, punktgleich mit den elftplatzierten Fishtown Pinguins aus Bremerhaven. Rang 10 ist der letzte Platz, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt. Er ist das Minimalziel der Mannheimer.

Der Anspruch der Adler ist natürlich ungleich höher. Im Rhein-Neckar-Gebiet sind die Fans Erfolge gewöhnt. Doch die bleiben aktuell aus. Seit Anfang Dezember steckt die Mannschaft in einer Ergebniskrise. Die DEL-Bilanz seitdem: 2 Siege gegenüber 9 Niederlagen. Satte 41 Gegentore kassierte das Team in diesem Zeitraum. In 9 der letzten 11 Partien mussten die Kurpfälzer immer mindestens 4 Gegentreffer hinnehmen.

Sean Simpson (m.) wurde Anfang Dezember entlassen.

Trainer-Effekt bleibt aus

Anfang Dezember entließen die Mannheimer Adler nach einem zuvor schon nicht zufriedenstellenden Saisonverlauf Chefcoach Sean Simpson und Co-Trainer Colin Müller. Auch der langjährige Teammanager Teal Fowler musste seinen Hut nehmen. Bill Stewart, der den Klub bereits 2001 zur Meisterschaft führte, übernahm das Kommando. Doch auch unter dem einstigen Erfolgstrainer bleibt die Mannschaft – eine der teuersten der Liga – vieles schuldig.

Adler-Boss mächtig angefressen

Bereits nach dem 1:5-Heimdebakel gegen die Augsburger Panther vor knapp 2 Wochen platzte Adler- Hauptgesellschafter Daniel Hopp der Kragen:

„Jeder, der das Trikot der Adler trägt, muss mit mehr Stolz, mit mehr Leidenschaft und mit mehr Power rausgehen. So können wir nicht auftreten – das ist beschämend für alle Beteiligten und ist mit Worten nicht zu erklären. Ich bin wirklich stocksauer.“

Konsequenzen müssen die hochbezahlten Eishockey-Cracks vorerst nicht befürchten, denn einen radikalen Schnitt können die Verantwortlichen derzeit nicht vollziehen. Die Adler dürfen die aktuelle Saison nicht vorzeitig abschenken, denn das Verpassen der Playoffs würde für den erfolgsverwöhnten Klub einen großen Imageschaden bedeuten. Seit der Einführung der DEL-Playoffs 1981 verpasste Mannheim nur ein einziges Mal die K.O.-Phase (2005/06).

Neuausrichtung im Sommer

Sicher ist, dass der Klub im Sommer – sollte diese Spielzeit nicht doch noch einen erfolgreichen Verlauf nehmen – einige Veränderungen vornehmen wird. Vor allem das Transferverhalten muss überdacht werden. In dieser Saison blieben die teuren Neuzugänge allesamt weit hinter den Erwartungen zurück, allen voran Mark Stuart und Devin Setoguchi. Trotz laufender Verträge wird sich das Kapitel Mannheim für einige Spieler am Saisonende schließen.

Zunächst einmal gilt es allerdings, die laufende Saison doch noch einigermaßen positiv zu gestalten. Dafür bietet sich bereits am Freitag im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien die nächste Gelegenheit, die Stimmung mit einem Sieg wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

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