Darts-WM: Ganz London ist auf 180!

Darts-WM: Ganz London ist auf 180!

Eine bekannte Stimmung macht sich breit, bald ist es wieder soweit. Wenn innerhalb von nur 2 Wochen unzählige Pfeile durch die Luft fliegen, über 200.000 Liter Bier fließen und inzwischen auch Millionen Fans vor dem Fernseher mitfiebern, ist Darts-WM in England. Vor dem Start der 24. Auflage der PDC-Weltmeisterschaft am Donnerstag (Livestream bei bwin) liefern wir die wichtigsten Fakten zum ganz speziellen Spitzensport auf der Insel.

Zum 10. Mal in Folge findet im Alexandra Palace (kurz: „Ally Pally“), dem stimmungsgewaltigen Hexenkessel im Londoner Norden, das bedeutendste Turnier im Dartsport statt. Passend zum Jubiläum wurde das Preisgeld noch einmal um £ 150.000 erhöht. Noch nie zuvor ging es um so hohe Beträge, selten war das Niveau im 72-köpfigen Teilnehmerfeld größer. Nur 2 von einem Dutzend Fakten, die belegen, in welche Richtung die Entwicklung dieses Sports geht.

Vom Kneipensport zum Millionen-Spektakel

Längst hat Darts das prüde Kneipensport-Image abgelegt. Nahezu jede Session im Ally Pally ist ausverkauft. Die Fans in der Halle verfolgen nicht das Geschehen auf der Bühne, sondern sind ein Teil der Faszination. Sobald das „Onehundred-and-eighty“ – die maximale Punktzahl mit 3 Würfen – durch die Halle schallt, stehen 3500 Zuschauer auf ihren Stühlen und Tischen.

„Auf der Bühne wird Konzentrationssport geboten, darunter tobt das Irrenhaus. Diese Atmosphäre ist einmalig.“

Mit dieser Beschreibung traf TV-Experte Elmar Paulke im Spiegel-Interview den Nagel auf dem Kopf. Das viel zitierte Darts-Fieber lockte in der jüngeren Vergangenheit sogar prominente Fußballer wie Ex-Nationalspieler Steffen Freund oder den Schalker Klaas-Jan Huntelaar nach London.

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Das sind die Konkurrenten für Top-Favorit Van Gerwen

Mit dem Niederländer Michael van Gerwen ist dabei ein Landsmann von Huntelaar erneut der haushohe Favorit bei der Darts-WM. Der 27-Jährige dominierte die Konkurrenz in dieser Saison nach Belieben. Holt sich „Mighty Mike“ nach 2014 seine 2. WM-Krone, gibt es bei bwin eine Quote von 1.70. Bei der letzten Weltmeisterschaft war er mit einer ähnlich niedrigen Siegquote in das Turnier gestartet, schied dann aber im Achtelfinale – eines der hochklassigsten Spiele der gesamten WM – gegen den 5-fachen Weltmeister Raymond van Barneveld (3:4 nach Sätzen) aus.

Wer kann Michael van Gerwen, der sich noch akribischer vorbereitet hat, in diesem Jahr gefährlich werden? An erster Stelle ist da Doppel-Weltmeister Gary Anderson (Quote: 7.50) zu nennen. Der sympathische Schotte bewies in den letzten beiden Jahren, dass er sich im Laufe eines Turniers immer steigern kann. „Es wird immer schwieriger, weil viele junge Talente nachkommen. Doch ich will den Hattrick“, sagt der „Flying Scotsman“ zu seinen Titelambitionen.

Die Hoffnung der englischen Fans ruht nicht mehr allein auf Rekordweltmeister Phil Taylor (Quote: 10.00). Der um 25 Jahre jüngere Adrian „Jackpot“ Lewis – wie MVG ein Power-Scorer an der Scheibe – zählt ebenfalls zum Kreis der Titelanwärter. Bekommt der Weltmeister von 2011 und 2012 noch die nötige Konstanz beim Ausmachen auf den Doppel-Feldern in sein Spiel, könnte Lewis als Weltmeister bei einer Quote von 26.00 die Kasse klingen lassen.

Ein Österreicher ist für Überraschungen gut

Immerhin 5 Darter aus dem deutschsprachigen Raum mischen im „Ally Pally“ mit. Der an 38. Stelle gesetzte Max Hopp und Dragutin Horvat, der als Premieren-Teilnehmer noch die Vorrunde überstehen muss, vertreten Deutschland. Schon der Einzug in Runde 2 wäre für das Duo ein großer Erfolg – nebenbei winkt dafür schon eine Geldprämie in Höhe von £ 17.000. Von den 3 Österreichern sticht Mensur Suljović heraus.

Der Wiener hat ein überragendes Jahr hinter sich und rückte in der Weltrangliste bis auf den 8. Rang vor. Bei seinem Auftaktmatch gegen Ron Meulenkamp aus Holland am 21. Dezember sehen ihn die Buchmacher (Quote: 1.20) klar vorn. Durch seinen langsamen und unorthodoxen Spielstil kann Suljović, der im September beim PDC-Turnier im sächsischen Riesa triumphiert hatte, auch bei der Darts-WM die Großen der Branche ärgern.

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