NBA: Warnende deutsche Beispiele für Daniel Theis

NBA: Warnende deutsche Beispiele für Daniel Theis

Es ist so gut wie offiziell: Daniel Theis hat sich mit den Boston Celtics auf einen Vertrag geeinigt. Das berichtete ESPN am Samstag. Für den Power Forward würde sich damit ein Traum erfüllen. Doch Vorsicht: Ein Vertrag garantiert keine Karriere in der besten Basketball-Liga der Welt. Das haben auch schon einige Deutsche vor ihm erfahren müssen.

Nach Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks), Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Paul Zipser (Chicago Bulls) wäre Daniel Theis in der kommenden Saison der 4. Deutsche in der NBA.

Erst in der vergangenen Woche gab der 25-Jährige bekannt, dass er BBL-Meister Brose Bamberg verlassen wird. Bereits damals wurde über das Interesse eines NBA-Klubs spekuliert. Nach Informationen des angesehenen ESPN-Journalisten Adrian Wojnarowski unterschreibt Theis bei den Celtics einen 2-Jahres Vertrag. Dabei soll das erste Jahr für den Deutschen komplett garantiert sein. Details zum Gehalt sind allerdings noch nicht bekannt.

Wenn der Deal in trockenen Tüchern ist, geht es für Theis darum, sich einen Platz im Line-Up der Celtics zu sichern. Denn auch wenn er einen Vertrag in der NBA unterschrieben hat, bedeutet das nicht zwangsläufig viel Spielzeit und eine große Karriere.

Das aktuellste Beispiel dafür ist Tibor Pleiß. Der Center unterschrieb im Juli 2015 einen mehrjährigen Vertrag bei den Utah Jazz. Der Durchbruch in der NBA gelang ihm nicht. In den ersten 12 Monaten absolvierte Pleiß nur 12 Spiele für seinen Klub. Insgesamt stand er lediglich 81,5 Minuten auf dem Parkett. Zwischenzeitlich wurde er mehrmals ins Farmteam der Jazz in die D-League degradiert, um dort Spielpraxis zu sammeln. Im August 2016 wurde Pleiß zu den Philadelphia 76ers transferiert und dort wenige Tage später entlassen. Daraufhin war sein NBA-Traum beendet und er wechselte zu Galatasaray Istanbul.

Mit einem langjährigen Vertrag haben die Spieler zumindest Sicherheit und etwas Zeit auf ihrer Seite, um den Sprung in die NBA zu schaffen. Zudem sind sie finanziell abgesichert Andere deutsche Spieler hatten da weniger Glück. Für sie war der Traum von der besten Basketball-Liga der Welt bereits nach wenigen Einsätzen wieder ausgeträumt. Das Glück von einem Langzeit-Kontrakt hatten sie nicht.

Elias Harris

Harris spielte 4 Jahre in der US-College-Liga NCAA für die Gonzaga Bulldogs. Beim Draft 2013 wurde er nicht berücksichtigt, erhielt aber kurze Zeit später bei den Los Angeles Lakers die Chance, sich für einen Vertrag zu empfehlen.

Zu mehr als 2 Kurzeinsätzen in der NBA reichte es allerdings nicht. Nachdem er von den Lakers ins Farmteam abgeschoben wurde, wechselte er im Sommer 2013 zurück nach Deutschland. Seitdem steht er bei den Brose Baskets Bamberg unter Vertrag.

tim
Tim Ohlbracht (r.) konnte seinem Idol Dirk Nowitzki in der NBA nicht nacheifern.

Tim Ohlbrecht

Nach einigen Stationen in Deutschland kämpfte sich Ohlbrecht durch die D-League, um sich für einen NBA-Vertrag zu empfehlen. Die Houston Rockets gaben ihm im Februar 2013 einen Kurzzeitvertrag. 3 Einsätze absolvierte er für die Rockets, bevor ihn eine Fußverletzung außer Gefecht setzte und er wieder in die D-League transferiert wurde.

Um Platz für Star-Center Dwight Howard zu schaffen, löste Houston den Vertrag vorzeitig auf. Nach einem kurzen Gastspiel bei den Philadelphia 76ers ohne NBA-Einsatz und einem abermaligen Engagement in der D-League kehrte Ohlbrecht in die BBL zu Ratiopharm Ulm zurück.

Niels Giffey

Auch Giffey träumte von der NBA, nachdem er sich durch die NCAA College-Liga gekämpft hatte. Er gewann sogar mit seinem Team, den UConn Huskies, 2 Mal die prestigeträchtige College-Meisterschaft.

Im Draft wurde er allerdings nicht gezogen und auch Summer-League-Einsätze bei den Utah Jazz und den Memphis Grizzlies brachten ihm keinen Vertrag ein. Mit seinen mittlerweile 26-Jahren wird aus einem NBA-Engagement für den deutschen Nationalspieler wohl nichts mehr. Stattdessen kämpft er mit Alba Berlin um Titel.

Peter Fehse

Fehse ist hierzulande nicht jedem bekannt, da es für ihn auch in der heimischen Liga nicht für die große Karriere reichte. 2002 drafteten ihn die Seattle Super Sonics (heute Oklahoma City Thunder) in der 2. Runde an 48. Stelle. Einen Platz im Kader konnte er sich allerdings nicht erkämpfen und kam in de NBA zu keinem Einsatz.

Aufgrund zahlreicher Verletzungen konnte er sich auch in Deutschland (Skyliners Frankfurt, Mitteldeutscher BC, NY´er Phantoms Braunschweig) nicht langfristig durchsetzen.

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