Dallas gegen Green Bay: Ein NFL-Thriller ist vorprogrammiert

Dallas gegen Green Bay: Ein NFL-Thriller ist vorprogrammiert

Von den 4 Spielen in den NFL-Divisional Playoffs an diesem Wochenende sticht vor allem das Duell zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers heraus. Fast sämtliche Vorzeichen sprechen dafür, dass die Football-Fans nach den klaren Ergebnissen in der Wildcard-Runde nun am Sonntag (ab 22:40 Uhr) einen echten Krimi erleben.

Nach unserer kompakten Vorschau auf die Divisional Playoffs am Donnerstag werfen wir einen genauen Blick auf die Dallas Cowboys und die Green Bay Packers: Welches Team hat in welchen Bereichen Vorteile und welche Wetten kommen für das Duell am Sonntagabend im großen Cowboys Stadium in Frage?

Die Serientäter aus Green Bay weisen bei den bwin Buchmachern zwar die höhere Sieg-Quote (2.70) auf, reisen aber nach 7 Siegen hintereinander nicht als großer Außenseiter nach Texas. Nicht wenige NFL-Experten erwarten ein hochklassiges Spiel auf Augenhöhe und setzen auf das erfahrene Team vom Lambeau Field.

Generationsduell der Quarterbacks

Denn Aaron Rodgers von den Packers ist der NFL-Quarterback, dem aktuell so ziemlich alles gelingt. Durch das 38:13 gegen die New York Giants (4 Touchdown-Pässe inklusive Hail Mary über 42 Yards) schraubte der 33-Jährige seine Bilanz auf nun 9 Playoff-Siege in 15 Spielen. Der Mann, dessen Stern einst beim Super Bowl XLV in Dallas (31:25 gegen Pittsburgh) vor 6 Jahren aufgegangen war, befindet sich vielleicht auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Schafft Rodgers erneut mehr als 290,5 Passing Yards? Quote 1.85.

Auch an das letzte Playoff-Spiel gegen die Cowboys im Januar 2015 besitzt Aaron Rodgers beste Erinnerungen. Dort hatten die Zuschauer beim 26:21 schon einmal einen bis zum Ende spannenden Thriller erlebt. Die „Käseköpfe“ zogen in das Halbfinale (NFC Championchip Game) ein, Dallas und Spielmacher Tony Romo erlebten eine der härtesten Niederlage der jüngeren Vergangenheit.

Diesmal kommt es nicht zum Aufeinandertreffen der Routiniers Rodgers und Romo. Dak Prescott, der seit September in „Big D“ das Kommando führt, macht die Begegnung zum in den USA viel geliebten Quarterback-Generationsduell. Der im Vergleich zu Romo um 13 Jahre jüngere Prescott will die Cowboys zum 1. Mal seit 1996 in den Super Bowl führen.

Aaron Rodgers gegen Dak Prescott: Macht der Routinier oder der Rookie am Sonntag das Rennen?

Prescott & Elliott: Jetzt kommt der Druck

Gegen Green Bay stehen Prescott und auch Ezekiel Elliott – der 2. junge Cowboys-Hoffnungsträger – vor einer wichtigen Reifeprüfung. Beide besitzen als Rookies noch keinerlei Playoff-Erfahrung. Als bestes Team der NFC (13 Siege – 3 Niederlagen) sind die Texaner mit einer Quote von 1.47 favorisiert. Doch die herausragenden Werte des Duos Prescott/Elliott und auch der 30:16-Auswärtssieg in Green Bay aus der regulären Saison zählen nicht mehr.

In den Playoffs nimmt der Druck noch einmal gewaltig zu. Schon häufig konnten junge Quarterbacks dort nicht an ihre überragenden Leistungen anknüpfen. Ein Touchdown durch Elliott (1.50), der vor wenigen Tagen bei einem Autounfall unverletzt geblieben war, dürfte für Wettfreunde dennoch eine sichere Bank sein. Sollten die Packers den Runningback vermehrt stoppen, verfügt Dak Prescott dank Dez Bryant, Cole Beasley oder auch Jason Witten über starke Anspielstationen, um eine Defense innerhalb weniger Spielzüge zu zerlegen.

Packers müssen Nelson-Ausfall kompensieren

Auf seinen besten Wide Receiver kann Packers Head Coach Mike McCarthy dagegen nicht bauen. Seit Freitagabend steht auch offiziell fest: Jordy Nelson verpasst nach seinem doppelten Rippenbruch die Divisional Playoffs. Sein Ausfall limitiert zumindest die Möglichkeiten von „A-Rod“. Der ebenfalls angeschlagene Ty Montgomery meldete sich dagegen fit.

Randall Cobb (3 Touchdowns gegen die Giants) und Davante Adams heißen die Alternativen für Rodgers, der auf noch mehr Unterstützung durch seine Vorderleute angewiesen ist. Zwar gilt die O-Line von Dallas als das Nonplusultra der NFL, doch die Packers stehen dieser in fast nichts nach. Bekommt der Quarterback wie im Giants-Spiel viel Zeit in der Pocket, kann der 33-Jährige auch ohne Jordy Nelson eine erneute Galavorstellung hinlegen.

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