Tyson Fury vs. Deontay Wilder: Eine heikle Box-Trilogie

Tyson Fury vs. Deontay Wilder: Eine heikle Box-Trilogie

19 Runden standen sie zusammen im Ring – und sind noch immer nicht fertig miteinander. Tyson Fury vs Deontay Wilder wird zur Trilogie. Das Rematch vom Rematch durch richterlichen Beschluss. Beißt sich der Bronze Bomber gegen den neuen WBC-Champion erneut die Zähne aus? Unsere Vorschau zum Kampf Fury vs Wilder 3 am 24. Juli!

Das Schwergewicht lebt von besonderen Rivalitäten. Kämpfe, in denen Millionen-Börsen und Gürtel natürlich eine Rolle spielen, aber letztlich zweitrangig sind. So wie bei Muhammad Ali und Joe Frazier. Sie trafen ebenso 3 Mal (1970, 1973, 1975) aufeinander wie Floyd Patterson und Ingemar Johansson Anfang der 60er. Dagegen entlockt die Trilogie zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder (Boxen-Wetten) , die am 1. Dezember 2018 in Las Vegas begann und 967 Tage später an Ort und Stelle ihr Ende finden soll, vielen im internationalen Haudrauf-Zirkus nur ein lautes Stöhnen.

Begriffe wie „Unnötig“ fallen. Vereinzelt auch „Lachnummer“ und „Geldmacherei“, wobei das gegenüber anderen Kämpfen in diesem Sommer (Floyd Mayweather vs. Logan Paul) schon eine bitterböse Beleidigung wäre. Heikel trifft es wohl am besten. Das Box-Jahr 2021 wird vergehen, ohne dass ein unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht gekrönt wird.

Wilder-Fury-Trilogie crasht den Kampf des Jahres

Die beiden Anwärter Anthony Joshua und der selbst ernannte „Gypsy King“ Tyson Fury hatten sich nach zähen Verhandlungen auf den 14. August als (ersten) Kampftermin gereinigt. Dass die Box-Verbände ihrerseits den Streit um Wilder/Fury-Rückkampfklausel stoisch ignorierten, um dann unbörokratisch Oleksandr Usyk als WBO-Pflichtherausforderer für AJ zu nominieren, legt einmal mehr die unterschiedlichen Interessenlagen offen.

Was die beiden Protagonisten der Trilogie angeht, lässt sich sagen: Deontay Wilder hat nach einem als Unentschieden (Split Decision Draw) gewerteten 1. Fight, wo er der objektive Verlierer war, gefolgt vom brutalen Knockout im Februar 2020 nun abseits des Rings auf 1:2 verkürzt. Und sportlich? Hier hat Fury (Sieg-Quote 1.22) die klar bessere Argumente.

„Schweres Kostüm“: Wilder verspielt Vertrauen

Der 32-Jährige befindet sich körperlich in der vielleicht besten Form seit dem Sieg über Wladimir Klitschko vor knapp 6 Jahren, während sein Rivale die Niederlage seinerzeit auf das „schwere Kostüm“ schob und mit weiteren fadenscheinigen Aussagen viel Vertrauen bei den Buchmachern verspielt hat. Gänzlich abschreiben darf man einen Boxer, der oft nur einen Volltreffer für seine insgesamt 42 benötigte, zwar nicht.

Im ersten Fight der beiden wurde jedoch auch klar, wer das härteste Kinn der Division hat: Fury stand nach 2 Knockdowns wieder auf! „Sollen wir es tun und ihn von seinem Elend befreien? Ihm die andere Seite des Schädels brechen?“, fragt der 32-Jährige süffisant vor der Vertragsunterschrift zum 3. Kampf und erinnert dabei an Wilders blutige Verletzung am linken Ohr.

Unsere Prognose zu Fury vs Wilder 3: Der Bronze Bomber findet gegen den 2 Meter-Hünen mit wechselnden Auslagen nicht die richtige Distanz, um seine Power Punches wirkungsvoll einzusetzen. Ein erneuter K.o-Sieg von Fury ist denkbar, nachdem Trainer Javan „Sugar“ Hill ihn offensiv noch einmal auf ein neues Level gehoben hat.

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