Analyse: So könnte der Kampf Joshua gegen Fury ablaufen

Analyse: So könnte der Kampf Joshua gegen Fury ablaufen

Das Jahr 2021 könnte ein Meilenstein für das britische Boxen werden. Die beiden Superstars, Anthony Joshua und Tyson Fury, sollen und wollen gegeneinander antreten (inkl. Rückkampf-Klausel). Bereits jetzt wirft das erste Aufeinandertreffen Joshua gegen Fury seinen Schatten voraus. Unsere britischen Kollegen haben sich in einer großen Infografik an einer Vorhersage des Kräftemessens gewagt.

Das erste Duell der beiden Schwergewichtler wird ein Vereinigungskampf, bei dem der Sieger alle WM-Gürtel bekommt. Voraussetzung dafür: Bis zu diesem Fight darf keiner der beiden Boxer in einem anderen Kampf eine Niederlage kassieren. Fury muss seine vertraglich vereinbarte Trilogie mit Deontay Wilder abschließen, bevor er sich auf Joshua vorbereitet, der in der Zwischenzeit möglicherweise selbst einen anderen Herausforderer vor die Fäuste bekommt.

In unserer Infografik analysieren wir die bisherige Leistung beider Kämpfer und bewerten, wie ein Kräftemessen Joshua gegen Fury entschieden werden könnte.

Kampfende in der 7. Runde

Beide Kämpfer mussten in jeweils 2 ihrer letzten 4 Kämpfe über die volle Distanz gehen. Daher wäre es nicht verwunderlich, wenn Joshua gegen Fury nach Punkten entschieden werden würde. Sollte es allerdings einen Knockout geben, deutet viel auf die 7. Runde hin. 5 der 12-Runden-Kämpfe, an denen einer von beiden beteiligt war, wurden in Runde 7 beendet – darunter 2 der letzten 3 Fights von Joshua sowie Furys jüngster Rückkampf gegen Wilder.

Haudrauf Fury, Joshua treffsicher

Seitdem beide Männer die Schwergewichtslegende Wladimir Klitschko besiegt haben, verbrachten sie ähnlich viel Zeit im Ring: Joshua 48 Runden und Fury 47. In dieser Zeit war Fury der aktivere Kämpfer und lieferte mehr als 10 Schläge mehr pro Runde als Joshua. Allerdings war der „Gipsy King“ dabei weniger genau in Sachen Treffsicherheit. 13 von 45 Schlägen, die Fury in einer durchschnittlichen Runde verteilt, fanden ihr Ziel. AJ schneidet in dieser Kategorie mit 15 Treffern bei 35 Versuchen deutlich besser ab.

Verschiedene Stile über die volle Distanz

Sollte Joshua gegen Fury über die vollen 12 Runden gehen, lässt sich bereits jetzt anhand der jüngsten Kämpfe beider Boxer ablesen, wie sie über diese Distanz reagieren könnten. Seit ihren jeweiligen Siegen über Klitschko wurden bei beiden Boxer 2 ihrer Kämpfe von den Punktrichtern entschieden. In diesen Kämpfen unterschied sich jedoch die Herangehensweise der Kontrahenten kurz vor dem Ablauf der Zeit. Beide vertrauten ab der 6. Runde mehr auf Power Punches als auf Jabs. Die Absicht: Sie wollten sich einen Knockout sichern, bevor sich Müdigkeit einschlich. In den letzten 3 Runden benutzte Joshua jedoch wieder seinen Jab – wie er es bereits in der Anfangsphase tat – während Fury weiterhin auf Knockout-Schläge setzte. Weniger als einer von 4 Schlägen, die Joshua ab der 10. Runde anbrachte, waren Power Punches. Dem gegenüber stehen 60% Power Punches von Fury.

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