NBA: Warum die Lakers an Moritz Wagner festhalten sollten

NBA: Warum die Lakers an Moritz Wagner festhalten sollten

Mit dem Blockbuster-Trade für Superstar Anthony Davis lösten die Los Angeles Lakers das Vorbeben zur NBA Free Agency 2019 aus. Die anhaltende Diskussion, ob sich der 16-malige Champion bei dem Deal von den New Orleans Pelicans hat über den Tisch ziehen lassen, soll an dieser Stelle nicht unser Thema sein. Die wohl wichtigste Nachricht aus deutscher Sicht: Moritz Wagner und Isaac Bonga gehörten nicht zum monströsen Trade-Paket! Aufatmen kann das Duo damit noch nicht.

Zumindest in einer Sache herrscht Einigkeit in der Basketball-Welt. LeBron James und Anthony Davis bilden in der kommenden Saison 2019/20 das sich wohl am besten ergänzende Small Forward/Power-Forward-Tandem der gesamten NBA. Prompt findet sich die traditionsreiche Franchise aus Hollywood in den Langzeitwetten der bwin Bookies auf die NBA Championship (Quote 3.50) weit vorne wieder. Aber: Komplett ist die künftige Starting Five noch nicht und in der Free Agency kann sich die Situation ganz schnell wieder zum Ungunsten der Lakers entwickeln.

James, Davis und ein 3. Star – auf Biegen und Brechen?

Im LaLa-Land muss nun eine (weitere) weitreichende Entscheidung getroffen werden. Im Wissen, dass der alternde „King“ nur noch 2, maximal 3 gute Jahre im Tank hat, wäre es durchaus logisch, noch einen weiteren Star nach Kalifornien zu holen. Aber um jeden Preis? Aktuell beläuft sich der Cap Space (verfügbare Summe bis zur Gehaltsgrenze) des Teams auf 23 Mio. US-Dollar. Nicht genug, um ins aller oberste Regal (Kemba Walker, Kawhi Leonard, Kyrie Irving) greifen zu können. Wie ESPN berichtet, überlegt die Chefetage deshalb, den Davis-Deal noch zu erweitern.

Mit den Abgängen von Moritz Wagner, Isaac Bonga, Jemerrio Jones würden die LA Lakers noch zusätzlich 5 Mio. US-Dollar einsparen. Für einen so genannten 3-Team-Trade kommen die im Rebuild befindlichen Atlanta Hawks, Phoenix Suns oder Memphis Grizzlies in Frage. Wir meinen: Die gesamte Tiefe des Kaders für einen weiteren All-Star zu opfern, erscheint fahrlässig!

Wagners Förderer ist fort

Gerade der Verlauf der NBA Finals 2019 dient als mahnendes Beispiel, als der haushohe Favorit Golden State Warriors nach diversen Verletzungen gegen die Toronto Raptors (2:4) eingebrochen war. Moritz Wagner lieferte seinerseits einige Argumente, warum die LA Lakers ihn nicht wegtragen sollten. 4,8 Punkte im Schnitt bei etwas über 10 Minuten Spielzeit pro Partie sind für eine turbulente Rookie-Saison, wie sie Mo Wagner erlebt hatte, solide Werte.

Sein größtes Plus für das Team bleibt das Spacing. Als beweglicher Big Man mit gutem Distanzwurf (41% Treffer-Quote aus dem Feld) schafft der gebürtige Berliner, am College für die Michigan Wolverines aktiv, wichtige Räume für das Duo James/Davis. Wagners Problem: Sein Förderer Magic Johnson, der ihn an 25. Stelle im NBA Draft ausgewählt hat, warf bekanntlich im April die Brocken hin. Der 22-Jährige kann fast nur darauf hoffen, dass sich Kyrie Irving für die Brooklyn Nets entscheidet und der „King“ ein paar gute Worte bei den neuen Bossen für ihn einlegt.

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