AFC-Finale: Mehr als Brady gegen „Big Ben“

AFC-Finale: Mehr als Brady gegen „Big Ben“

Bei diesen Duellen in den Confrence Championships sollten sich selbst eingefleischte NFL-Fans besser auf dem Sofa anschnallen: Atlanta Falcons gegen die Green Bay Packers und die New England Patriots treffen auf die Pittsburgh Steelers. 4 Star-Quarterbacks kämpfen um die beiden begehrten Tickets für den Super Bowl. Nun steht der 2. Teil unserer ausführlichen Vorschau mit dem Gigantenduell im AFC-Finale auf dem Programm.

Vorhang auf in Foxborough: Patriots gegen Steelers, der Titelfavorit empfängt den Rekordchampion, oder einfach Tom Brady gegen Ben Roethlisberger. Das AFC Championship Game in der Nacht von Sonntag auf Montag (Kick-off nach deutscher Zeit 0:40 Uhr) ist in jeder Hinsicht ein Duell mit Super Bowl-Charakter. Doch weil die amerikanischen Sportregeln es so wollen, kann nur einer der beiden Giganten das große Endspiel am 5. Februar in Houston erreichen.

Patriots und Steelers: Ein Faktor vereint die Rivalen

Beim Blick auf die Wettqouten entpuppt sich New England (1.36) als Favorit, weil der Heimvorteil in den Playoffs eine noch wichtigere Rolle spielt. In den letzten 6 Championship Games setzte sich jeweils das Team durch, das vor heimischer Kulisse angetreten war. Ein Siegwette auf Pittsburgh bringt daher schon mehr als das 3-fache des Einsatzes.

Vor allem das Aufeinandertreffen der beiden Elite-Quarterbacks wird die Zuschauer im kalten Boston schnell auf Betriebstemperatur bringen. Alleine durch Tom Brady und Roethlisberger stehen im AFC-Finale 6 Super Bowl-Titel (!) auf dem Feld. Bei aller Rivalität vereint dieses Duo ihre Teams ein kleines Stück. Rekordjäger Brady und „Big Ben“ sind nicht nur die Spielmacher, sondern unersetzliche Anführer für ihre Offensive Line. Ruhe, ein starker Wurfarm und der unheimliche Drang nach Erfolg zeichnet die beiden aus.

Welches Team findet zur Top-Form zurück?

In der vorherigen Divisional Round waren die Star-Quarterbacks mit ihrem Teams aber noch etwas von ihrer Bestform entfernt. Beim verdienten, aber durchaus umkämpften 34:16 gegen die Houston Texans brachten sich die Patriots durch vermeidbare Turnover selbst aus dem Rhythmus. Am Ende führte das Erfolgsduo Tom Brady und Head Coach Bill Belichick (seit 2000 im Amt) die Bostoner zum mittlerweie 11. Mal in das AFC-Finale – muss da noch auf einen Rekord hingewiesen werden?

Auch die Mannen aus der Stahlarbeiterstadt Pittsburgh hatten in der Vorwoche so ihre Probleme, sich durch die Defense der Kansas City Chief (18:16) zu bohren. Nach dem Sieg ohne eigenen Touchdown schwor Trainer Mike Tomlin seine Spieler mit einer emotionalen Kabinenansprache auf das Schlagerspiel um die AFC-Krone ein. Die Vorzeichen für die Steelers, die unter dem Motto „Stairway to Seven“ ihren 7. Titel in der NFL anpeilen, könnten aber besser sein.

Eine Grippewelle setzte bis zu 15 Spieler, darunter auch Kicker Chris Boswell (6 Field Goals gegen Kansas City Chief), während der Trainingswoche außer Gefecht. Ein Großteil der kranken Akteure gehört im Championship Game aber dennoch zum Aufgebot. Die Gastgeber hoffen ihrerseits auf die Einsätze von Tight End Martellus Bennett (Knieverletzung) und Wide Receiver Chris Hogan (Oberschenkel).

Prognose und Wett-Empfehlungen

Das Duell zwischen New England und Pittsburgh (27:16) in der regulären Saison hatte Ben Roethlisberger wegen einer Verletzung verpasst. Der Weg zum Sieg für die Steelers liegt aber nicht alleine in seiner Hand. Auch eine weitere Galavorstellung von Runningback Le’Veon Bell ist erforderlich, um die Patriots zu Fall zu bringen. Macht der 24-Jährige über 117,5 Rushing Yards? Quote 1.85.

Für die Patriots gilt es wiederum, den Aktionsradius von Bell einzuschränken und Tom Brady für seine Spielzüge noch ein paar Sekunden mehr als noch im Houston-Spiel zu verschaffen. Da ist vor allem Marcus Cannon (ersetzt den langzeitverletzten Sebastian Vollmer aus Kaarst in der O-Line) gefordert. Dann sollte es der 4-malige Super Bowl-Gewinner auch wieder über 285,5 Passing Yards (Quote 1.85) im Spiel bringen.

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