20 & Over! Nowitzkis Abschiedstour im elitären NBA-Klub

20 & Over! Nowitzkis Abschiedstour im elitären NBA-Klub

NBA-Fans in Deutschland sind es gewohnt, mal die Nacht zum Tag zu machen. Wer gestern eine Spätschicht eingelegt hatte, stieß auf eine Meldung mit Jubel-Faktor. Via Twitter verkündeten die Dallas Mavericks um exakt 3:46 Uhr unserer Zeit die Vertragsverlängerung von Dirk Nowitzki. Ein Meilenstein, der den besten deutschen Basketballspieler aller Zeiten (seit 1999 bei den Mavs) auf eine Stufe mit Lakers-Legende Kobe Bryant stellt.

In der NBA Offseason ging Dirkules mal wieder fremd. Während in den USA wild um seine Zukunft spekuliert wurde, wirkte er bei einem Benefiz-Kick in Mainz zu Ehren der Formel 1-Legende Michael Schumacher mit – Fußball statt Basketball! Seinem Team in Dallas wird Dirk Nowitzki niemals fremdgehen. Nicht, als sein Stern Anfang der Jahrtausendwende aufging. Nicht nach der Meisterschaft 2011. Und nach einer verkorksten Saison wie 2016/17 schon gar nicht.

Hometown Hero: Es kann nur 2 geben

Mit seinen 39 Jahren geht er im Oktober in seine 20. Saison in Folge bei der Franchise aus dem US-Bundesstaat Texas. Man ist geneigt zu sagen: Daran sollte sich mal so mancher Fußballer ein Beispiel nehmen. In der Basketball-Welt zählen so genannte Hometown Heros ebenfalls zu einer aussterbende Art. Überall herrscht der Drang, ein Superteam, wie es der aktuelle Champion Golden State Warriors hat, zusammen zu kaufen.

Kobe Bryant, bald Dirk Nowitzki und dann ist auch schon Schluss. Dieses Duo umfasst den elitären Kreis von Spielern, die bei ihrem Team über 2 Jahrzehnte eine Ära prägten. 5 Mal hatte Bryant die Los Angeles Lakers zum Titel geführt und dann im letzten Jahr den wohlverdienten Ruhestand angetreten.

Der Unterschied zwischen den beiden: Im Herbst seiner Karriere sahnte der Lakers-Star noch mal einen dicken Vertrag ab. Nowitzki verzichtet dagegen auf mächtig Kohle. Der neue Vertrag über 2 Jahre (inklusive Option) ist mit $ 15 Mio weniger dotiert als der vorherige.

Bleibt Dirkules auch Starter?

Es ist bewundernswert, dass Dirk Nowitzki selbst vor seiner Abschiedstour zuerst an die sportliche Situation denkt. Der erneute Gehaltsverzicht ermöglicht den Mavericks, den Abgang des umworbenen Centers Nerlens Noel zu verhindern. Auf sein Team lässt das „German Wunderkind“ nichts kommen, obwohl die Mavs in den letzten Jahren nicht immer die besten Entscheidungen getroffen haben.

Umso größere Hoffnungen setzen die Texaner in ihren diesjährigen Erstrundenpick. An 9. Position im Draft wurde Dennis Smith jr. ausgewählt. Der athletische Point Guard soll auf Anhieb in die Starting 5 aufrücken. Bleibt die Frage, ob Dirkules auf seine alten Tage weiterhin eine Hauptrolle auf dem Parkett spielt? Nach der schwerwiegenden Achillessehnenverletzung, die den 39-Jährigen im letzten Jahr zu einer seiner längsten Auszeiten gezwungen hatte, könnten die Minuten etwas weniger werden.

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