Peking: Hier geht's für Deutschland um Medaillen

Peking: Hier geht’s für Deutschland um Medaillen

Vor 4 Jahren holte das deutsche Team bei den Winterspielen satte 31 Mal Edelmetall und sicherte sich im Medaillenspiegel Rang 2. Ganz so rosig sind die Aussichten diesmal nicht, dennoch gehen für Deutschland etliche Kandidaten für einen Platz auf dem Treppchen an den Start. Wir geben einen Überblick:

Skispringen

Karl Geiger verpasste zwar den erhofften Sieg bei der Vierschanzentournee, führt die Gesamtwertung nach seinem Doppelsieg in Titisee-Neustadt aber wieder an. Auf ihm ruhen die Hoffnungen des DSV, dazu ist auch Markus Eisenbichler ein aussichtsreicher Kandidat auf Edelmetall. Weil auch Katharina Althaus bei den Damen das Podest im Visier hat, ist Deutschland im Mixed-Wettbewerb einer der Top-Favoriten.

Nordische Kombination

Im Mannschaftswettbewerb der Nordischen Kombinierer ist eine Medaille fest eingeplant. Im Einzel wird die Sache dagegen kniffliger. An Norwegens Jarl Magnus Riiber und dem Österreicher Johannes Lamparter wird nur schwer vorbei zu kommen sein, dahinter ist für die Deutschen um Anführer Eric Frenzel aber alles offen.

Eishockey

2018 gewann das DHB-Team sensationell die Silber und begeisterte die Eishockey-Fans. Das Turnier in Peking findet ohne die Stars aus der NHL statt, die Offiziellen sehen darin keinen Nachteil und rechnen sich daher wieder Chancen auf einen großen Coup aus. Nicht zu unrecht, denn in den letzten Jahren hat sich die Mannschaft von Trainer Toni Söderholm einen Namen gemacht. Für eine Medaille muss vieles passen, aber ein Rang unter den Top 3 ist möglich.

Rodeln

Kein Weg führt an den deutschen Rodlern vorbei. Die 4 Gesamtweltcups gingen allesamt an den RBSV. Johannes Ludwig und Julia Taubitz sind die Top-Favoriten im Eiskanal, ebenso gut können sich aber auch Natalie Geisenberger und Felix Loch in die Siegerliste eintragen. Auch die deutschen Doppelsitzer sind Kandidaten für den Sieg.

Bob

Schon 2018 in Pyeongchang dominierte Francesco Friedrich die Bob-Wettbewerbe. Er geht auch in Fernost als Top-Favorit in den Wettbewerb. Bei den Damen ist Mariama Jamanka heiße Anwärterin auf den maximalen Erfolg. Sie verbesserte im Verlauf des Winters stetig ihre Ergebnisse. Selbiges gilt für Kim Kalicki und Laura Nolte muss man genauso auf der Rechnung haben. Nolte und Jamanka sind auch in der neuen Disziplin Monobob die Favoritinnen.

Skeleton

Mit Tina Hermann und Christopher Grotheer haben sowohl die deutschen Damen als auch Herren ein heißes Eisen im Feuer. Dazu sind Axel Jungk und Jacqueline Lölling im Rennen um Edelmetall. Jungk hatte vor Kurzem Corona, bei ihm bleibt abzuwarten, wie er die Infektion wegsteckt. Lölling ist zwar nur mit einer Sondergenehmigung am Start, dennoch ist ihr Edelmetall zuzutrauen.

Am ehesten kommt Lena Dürr für einen Podestplatz infrage. Die Slalom-Spezialistin hat es in der laufenden Saison immerhin schon 3 Mal aufs Treppchen geschafft. Ansonsten sind die Aussichten trüb. Für Romed Baumann, Andreas Sander, Alex Schmid und Kira Weidle müsste Oylmpia schon perfekt laufen. Immerhin hat Linus Straßer neue Hoffnung geschöpft. Er siegte überraschend beim Nachtslalom von Schladming.

Biathlon

Im Biathlon hakt es. Benedikt Doll und Johannes Kühn haben immerhin schon einen Weltcup-Sieg eingefahren. Bei den Herren ist nichts selbstverständlich, aber auf jeden Fall machbar. Danach sieht es bei den deutschen Biathletinnen nicht aus. Einzig Denise Herrmann kann in der laufenden Saison mit Rang 3 ein Top-Ergebnis vorweisen.

Snowboard

Im Big Air, Slopestyle und in der Halfpipe sieht es mau aus. Für die Boardercrosser um Martin Nörl und die Racer mit den Gesamtweltcupsiegern Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister wäre ein Verpassen der Medaillenränge hingegen eine große Enttäuschung.

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