Oscars 2019: Deutschlands Chancen auf einen Goldjungen

Oscars 2019: Deutschlands Chancen auf einen Goldjungen

In den frühen Morgenstunden des 25. Februars (MEZ) werden in Los Angeles die Oscars 2019 verliehen. Mit „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck schickt auch Deutschland einen Beitrag ins Rennen um den begehrtesten Preis der Film-Industrie. Wir haben einen Blick in die deutsche Geschichte der Oscars geworfen und geschaut, wie oft es deutsche Preisträger gab, in welchen Kategorien gewonnen wurde und wie die Chancen auf einen Goldjungen stehen.

Die Oscars 2019 (alle Oscar Wetten) werfen ihren Schatten voraus. Die Verleihung der Academy Awards ist das jährliche Highlight der Film-Branche. Sobald die Nominierungen bekannt sind, stellt sich ganz Hollywood die Frage: Welche Stars und welche Filme heimsen den wichtigsten Preis der Film-Industrie ein? Auch der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck und sein Ensemble aus dem Film „Werk ohne Autor“ hoffen auf eine Auszeichnung. In der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ ist das über 3-stündige Drama nominiert. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein deutscher Beitrag einen Oscar gewinnen würde. Die Geschichte des begehrten Goldjungen ist eng mit großen deutschen Erfolgen verknüpft.

Wie stehen die Erfolgschancen für Henckel von Donnersmarck?

Bereits die Nominierung für einen Oscar ist ein großer Erfolg. Wenn dann auch noch die Auszeichnung erfolgt, ist der Preisträger im Film-Olymp angekommen. Florian Henckel von Donnersmarck kennt beide Gefühle. 2007 war er mit seinem Film „Das Leben der Anderen“ ebenfalls als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert und gewann. Setzt sich diese 100%-Erfolgsquote fort? Bislang gelang es noch keinem deutschen Regisseur, 2 Mal in dieser Kategorie einen Oscar zu gewinnen. Henckel von Donnersmarck würde bei einem Erfolg ein weiteres Kapitel deutscher Oscar-Geschichte schreiben.

Wenig Hoffnung macht allerdings die deutsche Erfolgsquote. Bereits 18 Filme aus Deutschland wurden als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert, lediglich 3 wurden ausgezeichnet. Das entspricht nur 16,8%. Der Beitrag von Henckel von Donnersmack ist in diesem Jahr Deutschlands einzige Chance auf einen Preis bei den Academy Awards. Das ist statistisch gesehen gut. Seit 1990 gab es nur 8 Mal keinen einzigen deutschen Preisträger, satte 21 Mal wurde ein Goldjunge entgegengenommen. Das ist definitiv ein Mutmacher.

Die bwin Bookies haben andere Favoriten

Wer auf einen Oscar für Henckel von Donnersmarck wettet, der kann groß abkassieren. Mit einer Quote von 34.00 werden „Werk ohne Autor – der englische Titel lautet „Never look away“ – die schlechtesten Chancen von den bwin Buchmachern eingeräumt. Die Bookies sehen den Beitrag aus Mexiko (Rome) als aussichtsreichsten Preisträger. Das muss allerdings nicht viel bedeuten. Auch 2007 ging „Das Leben der Anderen“ nicht als Favorit ins Rennen, erhielt am Ende aber trotzdem den Oscar.

Seit diesem Triumph sind bereits 12 Jahre vergangen. 2009 (Baader Meinhof Komplex), 2010 (Das weiße Band) und 2017 (Toni Erdmann) gingen deutsche Nominierte leer aus. In der Kategorie „Bester fremdsprachiger“ Film haben andere Nationen oftmals die Nase vorn. Italien und Frankreich sind hier mit 14 bzw. 12 Auszeichnungen das Nonplusultra. Gut für Deutschland, dass in diesem Jahr keine Filme aus den beiden Ländern nominiert sind.

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