Erben von Federer und Nadal

Gesucht: Die Erben von Federer und Nadal

Seit über 10 Jahren dominieren die „Big Three“ das Männer-Tennis. Aber ein Ende der Herrschaft von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic ist absehbar, denn die Karrieren der beiden Erstgenannten befinden sich auf der Zielgeraden. Wer wird in Zukunft mit Djokovic um die großen Titel kämpfen und versuchen, die riesige Lücke von Federer und Nadal halbwegs zu füllen? Die bwin Infografik liefert Antworten.

Das Tennis-Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Wieder geht ein Jahr vorüber, in dem die Fans das Können von Roger Federer und Rafael Nadal bestaunen durften. Wobei: Viel zu sehen gab es 2021 von den beiden Tennis-Superstars nicht. Der Schweizer spielte lediglich die ATP-Turniere in Doha, Genf, Halle, die French Open und Wimbledon. Dann setzte ihn eine Verletzung außer Gefecht. Wann der „Maestro“ sein Comeback geben wird, steht in den Sternen.

Sein jahrelanger Rivale aus Spanien trat bei den Australian Open, in Monaco, Barcelona, Madrid, Rom, bei den French Open und in Washington an. Er musste dann ebenfalls aufgrund einer Verletzung pausieren. Auch wenn es viele Fans nicht hören wollen: Das Jahr 2021 hat endgültig gezeigt, dass sich der 40-Jährige und der 35-Jährige am Ende ihrer Super-Karrieren befinden. Immer öfter streiken ihre Körper, immer öfter läuft ihnen die jüngere Konkurrenz den Rang ab.

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Klar ist: Roger Federer und Rafael Nadal haben Geschichte geschrieben. Beide werden auf ewig zu den besten Tennis-Spielern der Historie zählen. In die Fußspuren der beiden Ausnahmekönner zu treten, ist ein schier aussichtsloses Unterfangen. Trotzdem braucht das Männer-Tennis in Zukunft neue Helden, die es mit Novak Djokovic aufnehmen können. Die bwin News Redaktion hat die aktuelle Top 10 der ATP-Weltrangliste (Stand: 31. Oktober 2021) analysiert, um zu gucken, wer der oder die Erben von Federer und Nadal werden könnten.

Djokovic in den direkten Duellen noch zu gut

Aus den aktuellen Top 10, natürlich exklusive Nadal, weist kein einziger Akteur eine positive Bilanz gegen Novak Djokovic vor. Das zeigt, dass (noch) keiner der aufstrebenden Youngsters die Klasse des Serben besitzt. Vor allem nicht in entscheidenden Momenten oder über eine längere Distanz. Daniil Medvedev und Dominic Thiem sind im Head-to-Head aber nicht mehr weit von der aktuellen Nummer 1 der Welt entfernt. Erstgenannter besitzt derzeit die beste Chance, um in den nächsten Jahren der größte Herausforderer von Djokovic zu werden. Bei Thiem hängt viel davon ab, inwieweit der Österreicher seine Verletzungsanfälligkeit in den Griff bekommt. Beim deutschen Alexander Zverev scheitert eine dominante Rolle auf der ATP-Tour nicht am Talent, sondern an der Einstellung. Zuletzt zeigte der Hamburger aber eine sehr gute Entwicklung, die nicht zuletzt im Gewinn der Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen gipfelte – im Halbfinale gewann der Deutsche übrigens gegen Djokovic.

Noch wenig Konkurrenz bei den Grand-Slam-Turnieren

Die Major-Turniere sind im Tennis das Salz in der Suppe. Hier entscheidet sich, wer Leistung bringen kann, wenn es darauf ankommt. Nadal, Federer und Djokovic sind die Könige dieser Turniere. Das Trio steht jeweils bei 20 Siegen bei einem Grand-Slam-Turnier. Ein Blick auf die Bilanz der anderen Top-10-Spieler zeigt, wie groß die Lücke noch ist, die zwischen ihnen und Djokovic klafft. Lediglich Medvedev (US-Open 2021) und Thiem (US-Open 2020) triumphierten bislang bei einem Major-Turnier. Die 8 analysierten Spieler kommen lediglich auf 8 Final-Teilnahmen bei den Australian Open, den French Open, Wimbledon und den US-Open. Da ist noch sehr viel Luft nach oben. Zum Vergleich: Djokovic gewann 2021 3 der 4 wichtigsten Turniere. Einzig bei den ATP-Finals am Jahresende weisen die Herausforderer einige Erfolge (3) vor.

Ein Master ist eben kein Grand Slam

Dass die potentiellen Erben von Federer und Nadal Turniere gewinnen können, zeigten sie in der Vergangenheit bereits des Öfteren. Allerdings „lediglich“ bei den Masters. Während in den letzten 5 Jahren 90% der Major-Siege an den „Big Three“ gingen, waren es bei den Masters nicht einmal die Hälfte aller Triumphe (49%). Hier spielten sich vor allem Zverev und Medvedev mit 5 bzw. 4 Turnier-Siegen in den Blickpunkt. Das Titel-Gen ist also vorhanden. Jetzt müssen diese Leistungen eben nur noch in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York gezeigt werden. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Aber mit Federer und Nadal fallen in naher Zukunft ja 2 Dominatoren dieser Turniere weg …

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