Bundesliga des Ostens: Wo der Prototyp Rostock gegen Magdeburg heißt

Bundesliga des Ostens: Wo der Prototyp Rostock gegen Magdeburg heißt

Kaum ein Spieltag der 3. Liga vergeht ohne ein Derby. Alteingesessene Fans fühlen sich dabei zwangsläufig an die Zeit erinnert, als der Greifswalder Nationalspieler Toni Kroos noch garnicht geboren war, Twix noch Raider hieß und der Fußball-Osten seine Blütezeit erlebte. 7 Teams aus der früheren DDR-Oberliga sorgen in der von bwin gesponserten Liga für insgesamt 42 Ostduelle, darunter Hansa Rostock gegen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg am Samstag.

Auch die Hochburgen Chemnitz, Erfurt, Jena und Halle waren in der letzten Saison (1990/91) vor der politischen Wende aktiv. Der FSV Zwickau – damals BSG Sachsenring Zwickau – komplettiert das DDR-Klassentreffen. Mehr noch: „Bundesliga des Ostens“ nennt Dresdens Stürmerlegende Ulf Kirsten die 3. Liga, wo jeder dieser Klubs gut 2/3 seiner Spiele in den neuen Bundesländern austrägt. Dem Spitzenspiel Rostock – Magdeburg widmet die bwin Redaktion eine Grafik. Inklusive eigener Tabelle zur Ostmeisterschaft.

Neue Rekordkulisse möglich

Viele Fans erfreuen sich an den kurzen Auswärtsfahren. Ein Grund, warum sich die Zuschauerzahlen – nicht erst seit dieser Saison – teilweise auf Zweitliga-Niveau bewegen. Wenn sich am Samstag die beiden Zuschauermagneten schlechthin im Ostseestadion gegenüberstehen, wackelt die bisherige Rekordkulisse. Am Spieltag wird es keine Tageskasse mehr geben.

Mit durchschnittlich über 17.000 Fans pro Heimspiel grüßt der FCM auch in der Besuchertabelle von ganz oben, gefolgt von Rostock. Schon beim 2:0-Hinspielerfolg strömten 20.817 Zuschauer in die Magdeburger Arena. Getoppt wird dieser Wert nur noch vom Sachsen-Anhalt-Derby Magdeburg – Halle (siehe Grafik), wo die meisten Gästefans noch immer vom „HFC Chemie“ sprechen.

Prall gefüllter Trophäenschrank

Addiert man die Titel aller Ost-Klubs kommen stolze 11 Meisterschaften und 15 DDR-Pokalsiege zusammen. Besonders glänzt und funkelt die FCM-Vitrine. Für die glorreiche Vergangenheit steht natürlich der Triumph im Europapokal der Pokalsieger 1974, als eine Bezirksauswahl um Jürgen Sparwasser, Wolfgang Seguin und Co. im Finale gegen den AC Mailand 2:0 die Oberhand behalten hatte.

Kein anderer Verein konnte diesen Titel in die DDR holen. Rostock ging ebenso in die Geschichte ein. Die als Fahrstuhltruppe titulierten Ostseestädter schafften 1991 das Ost-Double, da existierte die DDR (NOFV-Liga) schon nicht mehr.

Benyamina vs. Beck

Christian Beck heißt der Jürgen Sparwasser der Gegenwart. In Magdeburg grüßt der Torjäger und Kapitän (seit 2013 beim FCM) in einer Person derzeit von Bus-Haltestellen und anderen Punkten der Stadt. Durch exakt 100 Tore bei 188 Einsätzen verdiente er sich diesen Status. In dieser Saison netzt der gebürtiger Erfurter erst seit Ende November wieder konstant ein, erzielte die Hälfte seiner 8 Tore in Ostderbys.

Sein Rostocker Pendant Soufian Benyamina war 2 Mal öfter erfolgreich. Bei einem Benyamina-Tor am Samstag können Hansa-Fans den Sieg quasi buchen. Trifft der 27-Jährige stehen 8 Dreier und ein Remis zu Buche.

Wer wird zum Held, der alles hält?

Noch enger geht es im Torhüter-Duell zu. Routinier Jan Glinker, der 11 Mal eine weiße Weste behalten hat, ist ein durchaus klangvoller Name im Fußball-Osten. 12 Jahre stand er bei Union Berlin zwischen den Pfosten und trug großen Anteil daran, dass die Eisernen in der Saison 2008/2009 als erster Drittliga-Meister den Aufstieg geschafft hatten. Auch der 8 Jahre jüngere Janis Blaswich bringt Aufstiegserfahrung mit. Den Aufstieg im Dresdener Trikot (2015/16) will der Keeper aus der Talentschmiede von Borussia Mönchengladbach nun mit Hansa wiederholen.

Formkurve und direkter Vergleich

Trotz des Rückschlags in der Vorwoche (0:2 bei Preußen Münster) spricht der 5 Spiele-Trend für die Gastgeber. Insgesamt 7 Dreier in den zurückliegenden 9 Partien spülten die Hansa-Kogge unter Steuermann Pavel Dotchev erst in das Aufstiegsrennen. Rostock kann den Rückstand zur Spitze am Samstag bis auf 7 Punkte verkürzen und hat im Vergleich zum FCM noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Der bwin Neukunden Bonus: 100 € einzahlen, mit 200 € wetten!

Magdeburg behält nach den jüngsten Siegen gegen Münster und Bremen II (jeweils 3:1) die leichte Favoritenrolle – Quote: 2.50 (alle Wetten zur 3. Liga)! In 5 Drittliga-Duellen blieben die Blau-Weißen gegen Rostock unbesiegt. Die letzte Niederlage (0:2 im Ostseestadion/DDR-Oberliga) liegt damit knapp 28 Jahre zurück.

Wegweisendes Duell für Ostmeisterschaft

15 Derbys stehen für die Ostmeisterschaft noch aus. Erster ist auch hier Magdeburg, das 5 Siege in 7 Ostduellen landete. Sieht man sich die Tabelle unserer Grafik an, können wohl nur der Zweite Rostock (13 Punkte) und Zwickau (12) noch dazwischen grätschen. Letztgenannter spielt im regulären Aufstiegsrennen keine Rolle.

Was wird aus der vom Osten dominierten Spielklasse, wenn Magdeburg oder Rostock die Rückkehr in Liga 2 schaffen? „Zwingend fehlen noch Traditionsvereine wie Lok Leipzig und der BFC Dynamo in der 3. Liga“, sagt Ulf Kirsten. Aus der Regionalliga drängt Energie Cottbus, ebenfalls Mitglied der letzten DDR-Oberliga-Saison, zurück.

Mitten drin im Geschehen mit der bwin Sportwetten-App: Hier warten mehr Wetten als bei jedem anderen Anbieter. Umfassende Fußball-Statistiken liefern die dazugehörigen Informationen. Extra-schneller Wettabschluss garantiert! Jetzt downloaden.

X