WM 2018: Weltmeister Kempes adelt den deutschen Fußball

WM 2018: Weltmeister Kempes adelt den deutschen Fußball

Er war Weltmeister mit Argentinien und WM-Torschützenkönig 1978: Mario Kempes. Der heute 63-jährige Ex-Stürmer war vor Diego Armando Maradona der erste Superstar des argentinischen Fußballs. Für die WM 2018 in Russland sieht Kempes Titelverteidiger Deutschland als Favorit – aber auch ein Team, das zuletzt oft belächelt wurde.

Mario Alberto Kempes hat das, was seinem Nach-Nachfolger Lionel Messi (30) fehlt: Den Weltmeistertitel. Der damals für den FC Valencia stürmende Argentinier holte mit der Albiceleste 1978 im eigenen Land den WM-Pokal und wurde mit 6 Treffern Torschützenkönig des Turniers. In einem längeren Interview mit dem DFB-Journal (aktuelle Ausgabe) sprach Kempes über den deutschen Fußball und auch über die Zeit nach Messi.

,,Deutschland steht jetzt auch für spielerische Leichtigkeit”

Dank seiner Rolle als Experte beim Sportsender ESPN kennt Kempes den deutschen Fußball gut. Er beobachtet die Nationalmannschaft und die Bundesliga mit Argusaugen. „Wenn ich mir heute das Spiel der deutschen Mannschaft ansehe“, so Kempes gegenüber dem DFB-Journal, „dann ist die Handschrift des Trainers Joachim Löw klar zu erkennen. Mit Beginn der Zeit von Jürgen Klinsmann als Trainer bis 2006 und dann in den Jahren danach mit Löw hat sich der deutsche Fußball verändert. Ihr Spiel ist technisch besser geworden und man setzt nicht mehr nur auf die Physis, was kurz nach meiner Nationalmannschafts-Zeit in den 1980er-Jahren der Fall war.“

Der Mann, der nach dem stürmischen Jubel in Buenos Aires nach dem Finale gegen die Niederlande (3:1 n. V.) keine Zeit hatte, den Weltpokal anzufassen, schätzt den neuen Offensivstil, den „Die Mannschaft“ seit gut einer Dekade zeigt. „Das 4:0 über Argentinien 2010 war ein Vorläufer dieser Entwicklung. Die klaren Siege über Portugal (4:0) und Brasilien (7:1) bei der WM 2014 sind Belege für spielerische Leichtigkeit“, schwärmt er.

Trotz eines sehr großen Angebots an hoch talentierten Spielern sieht Kempes, der als Spieler u. a. für River Plate und für den Wiener Klub First Vienna FC auflief, auch Probleme für den Titelverteidiger. „Der Trainer muss auch mit den vielen Egos zurechtkommen“, weiß Kempes, „und sie zu einer Gruppe, einer echten Mannschaft formen.“

Bundesliga braucht den Konkurrenzkampf FC Bayern gegen Dortmund

Die Bundesliga ist für den 43-fachen argentinischen Nationalspieler „eine der stärksten Ligen der Welt“ an. Kempes relativiert: „Ich glaube, es würde der Bundesliga gut tun, wenn es die eine oder andere Mannschaft schafft, die Bayern wieder stärker herauszufordern.“ Ein echter Spitzenkampf ist für den 2-fachen Torschützenkönig in Spaniens La Liga in der deutschen Fußball-Eliteklasse daher Pflicht. Kempes: „Besonders gut hat mir die Liga gefallen, als sich Bayern und Dortmund auf Augenhöhe begegneten und sich gegenseitig zu Höchstleistungen antrieben.“

Keine Angst vor der Nach-Messi-Ära

Dass seinem Heimatland nach dem Ende der Ära Lionel Messi die Gallionsfiguren ausgehen, glaubt Kempes Stand heute nicht: „Der argentinische Fußball war immer wieder in der Lage, außergewöhnliche Spieler und Talente hervorzubringen.“

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Kempes: „Deutschland wird wieder eine entscheidende Rolle spielen“

Argentinien ist für den Altmeister nicht unbedingt der Top-Favorit für das Turnier 2018 in Russland. Die WM-Wetten für Russland 2018 sind so vielfältig wie selten zuvor. „Die Konkurrenz ist stark“, weiß Mario Kempes, „Brasilien, Deutschland, Frankreich, aber auch die Engländer sind für mich die Favoriten. Die Deutschen werden sicher wieder eine entscheidende Rolle spielen.“

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Buenos Aires, 25. Juni 1978: Mario Kempes (l.) schießt Argentinien mit 2 Treffern gegen Holland zum WM-Titel. 2018 jährt sich das Meisterstück des Stürmers zum 40. Mal.
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