Winfried Schäfer auf den Spuren von Rudi Gutendorf

Winfried Schäfer auf den Spuren von Rudi Gutendorf

Winfried Schäfer hat einen neuen Job. Der ehemalige Bundesligatrainer des Karlsruher SC begibt sich auf sein nächstes Abenteuer und übernimmt im Iran den Esteghlal FC aus der Hauptstadt Teheran. Ein Weltenbummler ist er längst, um aber Legende Rudi Gutendorf einzuholen, wären noch ein paar Stationen mehr nötig.

Einige werden sich fragen, warum sich das der 67-jährige Fußballehrer mit der Löwenmähne noch antut. Die simple Antwort gibt er bei seiner Vorstellung höchst selbst. „Ich möchte wieder jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen. Da freue ich mich drauf.“

Raus aus dem Karussell

Mit nicht ganz alltäglichen Trainerstationen kennt sich Winfried Schäfer mittlerweile aus. Er coachte Vereine in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Thailand und Aserbaidschan. Bei den Nationalteams von Kamerun, Thailand und zuletzt Jamaika leistete er Aufbauarbeit vom allerfeinsten. Mit den Löwen aus Kamerun holte der Bändiger 2002 den Afrika Cup. Die Reggae Boyz führte er zur Karibikmeisterschaft und ins Finale des Gold Cups. Vor über 17 (!) endete sein letztes Engagement in Deutschland bei Tennis Borussia Berlin. Auf die Frage, ob er überhaupt noch Lust auf Deutschland bzw. ein Engagement in der Heimat hat sagte er dem Tagesspiegel in einem Interview 2015: „Bei mir fing’s damit an, dass ich nach Kamerun gegangen bin. Dann ist man raus aus dem Karussell der Bundesliga, und es ist unheimlich schwer, wieder reinzukommen.“ Jetzt also der Iran.

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Rein ins bunte Leben

Sein neuer Klub Esteghlal führt die ewige Tabelle der vor 13 Jahren gegründeten iranischen Liga (Persian Gulf Pro League). Sie gilt als die stärkste in Westasien. Seine Aufgabe ist indes klar. Er soll den Klub, der nach 8. Spieltagen erst 2 Siege auf dem Konto hat und auf Platz 12 rangiert, wieder nach oben führen. Mit Stadtrivale Persepolis teilt sich der Klub das 95.000 Zuschauer fassende Azadi-Stadion. Kommt es zum Derby, quetschen sich auch gut und gerne mehr als 100.000 Fans ins Weite rund. Auch möglicherweise ein Argument, warum Schäfer diesen Schritt wagt. „Das ist ein riesiger Verein, wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund in der Bundesliga. Wahnsinn, was hier abgeht.“

„Riegel-Rudi“ als Vorbild?

Einer seiner Vorgänger in Persien war dabei kein geringerer als Weltmann Rudi Gutendorf. Der mittlerweile 90-jährige Fußballpionier trainierte 1988 die Olympia-Auswahl des Iran. Gutendorf hat in seinem Leben bereits 55 Trainerposten in 29 Ländern bekleidet. Theoretisch hat Schäfer noch 23 Jahre Zeit, mit seinen bisher 12 Stationen in bisher 7 Ländern, Gutendorf einzuholen. Voraussetzung ist und bleibt dabei, dass er sich freut, jeden Tag auf dem Trainingsplatz zu stehen.

Rudi Gutendorf (rechts) – hier auf einem Bild von 2014 mit dem Ex-Schalker Gerald Asamoah (links), dem heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Damen-Nationaltrainerin Steffi Jones – gilt als einer der größten Botschafter des deutschen Fußballs.
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