Darum dominieren Klopp und Guardiola die Premier League

Die Punkterekorde purzeln: Darum dominieren Klopp und Guardiola die Premier League

Seit 1888 wird im englischen Fußball eine Meisterschaft ausgetragen. In den vergangenen 134 Jahren war es nie schwieriger, den Titel zu gewinnen als aktuell. Das liegt an Jürgen Klopp und Pep Guardiola, die mit ihren Vereinen die Premier League (alle Premier League Wetten) dominieren. Gegenseitig treiben sich der FC Liverpool und Manchester City zu Höchstleistungen. Es kommt nicht von ungefähr, dass Reds und Skyblues den Punkterekord für eine Meisterschaft in Englands höchster Liga halten.

In der englischen Premier League spielen 20 Mannschaften 2 Mal in einer Saison gegeneinander. 118 Punkte kann ein Team in einer einzelnen Spielzeit maximal einfahren. Jeder, der ein bisschen Ahnung vom Fußball hat, weiß allerdings, dass eine perfekte Spielzeit in der englischen Liga aufgrund des hohen Niveaus utopisch ist. Manchester City und der FC Liverpool setzten in der jüngsten Vergangenheit aber alles daran, einer Liga-Saison ohne Makel sehr nahe zu kommen.

Immer neue Punkte-Rekorde in der Premier League

Die Skyblues erspielten sich in 2017/18 satte 100 Zähler, die Reds beendeten die Saison 2019/20 mit 99 Punkten. Nie ergatterten Klubs für einen Meistertitel in England mehr Punkte. Noch viel aussagekräftiger ist, dass Liverpool 2018/19 mit 97 Zählern nur Vizemeister wurde. Seit der Premier League-Gründung 1992 hätte diese Ausbeute 27 Mal für den Titelgewinn genügt. Die 92 Punkte der Reds aus diesem Jahr hätten ebenfalls 24 Mal für Platz 1 gereicht. In den vergangenen 6 Jahren knackte der Meister 5 Mal die 90-Punkte-Marke. Zuvor wurde diese Schallmauer in 23 Spielzeiten lediglich 5 Mal durchbrochen.

Vorsprung aufgrund der Trainer

Die Gründe, warum Skyblues und Reds mittlerweile eine Ausnahmestellung in der Premier League genießen, sind ihre Trainer: Pep Guardiola und Jürgen Klopp. Natürlich haben sich die beiden Coaches jeweils mit viel Geld einen Kader zusammengestellt, der auf jeder Position nahezu doppelt überdurchschnittlich besetzt ist. Aber was die beiden Mannschaften besonders auszeichnet, ist eine klare Spielphilosophie. Und dabei unterscheiden sich der Katalane und der Deutsche weniger, als von vielen Fans angenommen. Beide setzen auf eine hohe Abseitslinie, ein koordiniertes Pressing/Gegenpressing und die Fähigkeit des Ballbesitzes. Bis zu diesem Mix war es aber ein langer Weg.

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Der Fußball hat sich weiterentwickelt

Es gab das Zeitalter, in denen Trainer ausschließlich durch „Zerstörung des gegnerischen Fußballs“ Titel gewannen. Griechenland 2004 oder einige (nicht alle) Erfolge von José Mourinho stehen exemplarisch dafür. Oftmals ergab sich diese Taktik, da es kein Mittel gegen den dominanten Ballbesitz-Fußball des Gegners gab. Die Teams zogen sich um den eigenen Sechzehner zurück, Fußball ähnelte oftmals mehr Handball. Als der Ballbesitz-Fußball mit Guardiolas Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft zwischen 2008 und 2012 gerade auf dem Höhepunkt war, feierte auch Klopp große Erfolge – mit einem Spielsystem, ausgerichtet auf schnelle Ballgewinne durch Gegenpressing und rasantes, gradliniges Spiel in die Spitze.

Der Mix macht es

Früher wurden Guardiola und Klopp oftmals als gegensätzliche Pole bezeichnet. Ersterer stand für das Spielen mit dem Ball und für viel Kontrolle. Letzterer dafür, eben jenen schnell zurückzuerobern, Chaos beim Gegner zu verursachen und umzuschalten. Aber die beiden Spielideen der Star-Trainer haben sich – speziell in den letzten 4 Jahren auf der Insel – deutlich angenähert. Beide mussten Anpassungen vornehmen, um nicht ausrechenbar zu sein. Klopps Spieler mussten mit Verletzungen aufgrund der hohen Belastung des „Heavy-Metall-Fußballs“ der Spielweise Tribut zollen, Guardiola verzettelte sich häufig mit zu komplexen Ballbesitz-Ideen in der Champions League. Mittlerweile lassen beide Coaches eine Synthese aus Gegenpressing und Juego de Posición spielen. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Jetzt liegt es an den Trainern der anderen Klubs, dagegen ein Mittel zu finden …

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