West Ham United: Neues Stadion, neue Spieler, altes Leid

West Ham United: Neues Stadion, neue Spieler, altes Leid

West Ham United will in der Premier League angreifen, investierte dafür rund € 80 Mio. in neue Spieler. In der Europa League hat all das Geld jedoch nichts gebracht. Dort schieden die Hammers bereits in der Qualifikation aus. Gegner war wieder einmal Astra Giurgiu, die West Ham bereits in der Vorsaison aus der Quali kickten. Kein guter Saisonstart für die ambitionierten Londoner.

Klingt komisch, ist aber so! West Ham United bestreitet in der Premier League-Saison 2016/17 38 Auswärtsspiele. Zumindest wenn es nach den Traditionalisten geht. Denn nach 112 Jahren verlässt der Londoner Klub den Boleyn Ground, sein bisheriges Stadion, und trägt ab sofort seine Heimspiele im Olympiastadion der Stadt aus.

Neuer Dauerkarten-Rekord

Für die erste Saison im neuen Heim verkaufte der Klub 50.000 Dauerkarten. Das sind 15.000 mehr als der altehrwürdige Boleyn Ground Plätze hatte. Die Euphorie ist im Londoner Westen also ziemlich groß. Da passt es so gar nicht ins Bild, dass West Ham zu Saisonbeginn wieder einmal eine peinliche Schlappe hinnehmen musste.

Stadion
Die neue Heimspielstätte von West Ham – das Londoner Olympiastadion

Denn zum 2. Mal in Folge musste sich die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaspieler Slaven Bilic dem „übermächtigen“ Verein Astra Giurgiu aus Rumänien geschlagen geben. Wie bereits in der Europa League-Qualifikation 2015/16 mussten die Hammers dem Außenseiter den Vortritt lassen. Bilic war deswegen auch wenig amused: „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass es eines der wichtigsten Spiele für uns in diesem Jahr ist. Das war wie ein Finale, das wir gewinnen mussten, um weiterzukommen. Ich bin wütend und frustriert. Für diese Chance haben wir im letzten Jahr hart gearbeitet.“

Zaza neuer Rekordtransfer

Da kann man für West Ham nur hoffen, dass das Debakel in der Europa League keine schwerwiegenden Folgen im Selbstbewusstsein der Spieler hinterlassen hat, denn mit Manchester City wartet am Sonntag gleich die nächste Herkules-Aufgabe auf die Bilic-Truppe. Damit es in der Liga etwas runder läuft, haben die Londoner kräftig investiert. Insgesamt wurden rund € 80 Mio. in 10 neue Spieler gesteckt. Mit € 28 Mio. ist Simone Zaza von Juventus Turin der Rekordtransfer in der Geschichte der Hammers. Während der EM hatte der Italiener zweifelhafte Berümhtheit erlangt, weil er nach einem kuriosen Anlauf im Elfmeterschießen gegen Deutschland den Ball über das Tor gejagt hatte. Auffällig ist, dass alle Neuzugänge maximal 26 Jahre alt sind und Slaven Bilic somit nicht auf ganz erfahrene, fertige Spieler setzt.

Diese Spieler verpflichtete West Ham United im Sommer:

Simone Zaza, Juventus Turin, € 28 Mio.

Andrew Ayew, Swansea City, € 24,1 Mio.

Manuel Lanzini, Al-Jazira, € 12 Mio.

Arthur Masuaku, Olympiakos Piräus, € 7,1 Mio.

Edimilson Fernandes, FC Sion, € 6,4 Mio.

Jonathan Calleri, Maldonado, € 4,7 Mio. (Leihe)

Gökhan Töre, Besiktas Istanbul, € 3 Mio. (Leihe)

Ashley Fletcher, Manchester United U 23, ablösefrei

Sofiane Feghouli, FC Valencia, ablösefrei

Havard Nordtveit, Borussia Mönchengladbach, ablösefrei

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