Werder Bremen: Jetzt geht es für Nouri um die Zukunft!

Werder Bremen: Jetzt geht es für Nouri um die Zukunft!

Es lässt sich nur mutmaßen, welcher Blick für die Fans und Verantwortlichen des SV Werder Bremen aktuell schwerer zu ertragen ist. In der Bundesligatabelle steht der 15. Rang, nur die bessere Tordifferenz verhindert den Sturz in die Abstiegszone. Das Tableau für 2017 sieht ähnlich düster aus. Als einziges Team haben die Grün-Weißen noch keinen Punkt auf der Habenseite und starten nun in die Wochen der Wahrheit.

Die Bremer bleiben ein kleines Phänomen in der Liga: 3 Mal zeigte die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri nach der Winterpause eine ansprechende Leistung. Etwas Zählbares sprang dabei aber nicht hinaus. Viel mehr hat die jüngste Niederlage beim FC Augsburg (2:3 nach 2-maliger Führung) Auswirkungen auf die Köpfe der Spieler. „Überlebenskampf pur“, nannte Kapitän Zlatko Junuzovic die Situation bei Werder.

3 richtungsweisende Spiele im Februar

Zwischen Relegationsplatz und dem unteren Tabellen-Mittelfeld klafft schon jetzt eine Lücke von 6 Punkten. Geschäftsführer Frank Baumann rechnet daher mit einem Kampf bis zum 34. Spieltag. Die kommenden Partien gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag sowie in Mainz (18.2.) und Wolfsburg (24.2) untermauern diese Aussage und werden wegweisend für das Team sein. Anfang März wartet mit Schlusslicht SV Darmstadt 98 ein weiterer Abstiegskonkurrent auf Max Kruse und Co. Auch für Trainer Nouri gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Zukunft des 37-Jährigen als Werder-Trainer entscheidet sich in den kommenden Wochen. Finden die Nordlichter in den direkten Duellen nicht in die Erfolgsspur zurück, droht mal wieder ein Schreckensszenario zum Saisonende. Mit solchen Situationen kennt sich der SVW aus. In der Vorsaison waren die Bremer durch einen späten Sieg gegen Eintracht Frankfurt (1:0) am letzten Spieltag nur um ein Haar der Relegation entgangen.

Skripnik-Szenario war eine Lehre

Traf zuletzt in 2 Spielen hintereinander: Max Kruse ist aktuell der Lichtblick in Bremen.

Kurz nach der Rettung verlängerte der Klub den Vertrag des damaligen Trainers Viktor Skripnik vorzeitig bis 2018. Ein großer Vertrauensbeweis für den 47-Jährigen, der bekanntlich nur 2 Monate später wieder gehen musste. Nachfolger Alexander Nouri genießt in der aktuellen Lage ebenfalls das Vertrauen der Verantwortlichen. Allerdings wird Frank Baumann den zum Saisonende auslaufenden Kontrakt des Bundesliga-Neulings nicht verlängern, nur um nach Außen ein Signal zu setzen.

Nouri steht – wie einige Werder-Trainer vor ihm – vor der kniffligen Aufgabe, die chronischen Defensivprobleme abzustellen. Dafür hofft er auf ein baldiges Comeback von Philipp Bargfrede (Achillessehnenprobleme). Der defensive Mittelfeldspieler steht in der kommenden Partie gegen Mönchengladbach aber noch nicht zur Verfügung. Trotz des Bremer Heimvorteils sind die „Fohlen“ nach zuletzt 3 Pflichtspielsiegen hintereinander bei unseren Buchmachern favorisiert – Quote 2.35 für einen Auswärtssieg.

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