Werder Bremen: Kohfeldt und der Sog seiner Vorgänger

Werder Bremen: Kohfeldt und der Sog seiner Vorgänger

Déjà-vu an der Weser! Mal wieder macht Werder Bremen im Abstiegskampf aus einer kurz- eine längerfristige Lösung. Florian Kohfeldt wird befördert – zum Chefcoach auf Bewährung. Nach der Last Minute-Niederlage in Frankfurt (1:2) bekommt der vorherige U 23-Trainer 7 weitere Spiele Zeit, die Grün-Weißen aus dem Tabellenkeller zu führen.

Die Fans schrien nach einem namhaften Mann mit Erfahrung. Spätestens jetzt sollte man in Bremen auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen sein. Für Trainer vom Schlag eines Lucien Favre (OGC Nizza) oder Thomas Tuchel gehört der 4-malige deutsche Meister, der seit Jahren zwischen Mittelfeld und Abstiegskampf pendelt, nicht (mehr) zu den ersten Adressen der Bundesliga.

Gute Vorzeichen für Trendwende – langfristig Risiko

Ist ein Personalwechsel unvermeidbar, spielt die sportliche Chefetage gerne die K-Karte aus. K für Kohfeldt oder auch „kleine Lösung“. Vor dem 35-Jährigen hatte Geschäftsführer Frank Baumann bereits Viktor Skripnik und Alexander Nouri aus dem Nachwuchs zu den Profis befördert. Der Ukrainer Skripnik startete im Oktober 2014 mit 3 Pflichtspielsiegen, konnte 2 Mal den Abstieg abwenden. Nouri legte seinerseits mit 4 Punkten aus den ersten 3 Partien einen soliden Start hin.

Damals Co-Trainer unter Skripnik, jetzt Chef: Florian Kohfeldt (links, neben Torsten Frings)

Kurzfristig also gute Vorzeichen für Florian Kohfeldt. Seine Heimspiel-Premiere feiert der ehemalige Co-Trainer von Skripnik nach der Länderspielpause gegen den Nordrivalen Hannover 96 (19.11). Bei den Abstiegswetten rangieren die sieglosen Bremer (Quote: 3.10) zumindest vor dem SC Freiburg (2.00) und dem 1. FC Köln (1.25).

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Es hakt meistens im Jahr nach dem Klassenerhalt. Ein neuer Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) war sein 38-jähriger Vorgänger nicht. Droht Kohfeldt ein ähnliches Schicksal wie Nouri oder ist er derjenige, der die Werder-Elf auch spielerisch sowie langfristig gesehen auf ein neues Level bringen kann? Die Ausbildung zum Fußball-Lehrer im Jahr 2015 hatte der studierte Sport- und Gesundheitswissenschaftler immerhin als Lehrgangsbester abgeschlossen.

Stallgeruch bleibt für Baumann das oberste Gut

Für die Trainersuche in Bremen spielen Noten – wenn überhaupt – eine untergeordnete Rolle. Stallgeruch bleibt das oberste Gut, das hier vielleicht sogar mehr zählt als Erfahrung im rauen Abstiegskampf. Auf HSV-Retter Bruno Labbadia treffen beide Attribute zu. Mit dieser Philosophie könnte sich Frank Baumann am Ende verpokern.

„Es gab bes­se­re Trai­ner, die für un­se­re Si­tua­ti­on in­ter­es­sant ge­we­sen wären“, räumte der 42-Jährige ein. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit Florian über den Winter hinaus weitermachen und auch den Klassenerhalt schaffen, ist sehr groß.“ Ansonsten beginnt die Trainersuche in knapp einem Monat wieder von vorne. In Fankreisen wird gescherzt, ob Mirko Votava (62) – derzeit Interimstrainer der U23 – bereits einen Vorvertrag unterschrieben hat, um in der Rückrunde bei den Profis einzuspringen.

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