Videobeweis in Zahlen: Was er wirklich bewirkt hat

Videobeweis in Zahlen: Was er wirklich bewirkt hat

Trainer wie Dieter Hecking haben keinen Spaß mehr daran. Ziemlich sicher bleiben die Debatten um den Videobeweis aber ein, wenn nicht das Reizthema in der Bundesliga-Rückrunde. DFB und DFL haben zuletzt ausführlich Bilanz gezogen, sprachen von einer „Testphase unter dem Brennglas“. Wir analysieren die wichtigsten Daten.

Bevor man tiefer in die Welt der Zahlen eintaucht, sind 2 Fakten festzuhalten: Die Netto-Spielzeit ging – anders als in nahezu ganz Fußball-Deutschland befürchtet – nicht flöten. Im Schnitt pausierten bei Partien bei Videobeweis-Einsatz nicht länger als 30 Sekunden. Und von verlorenen oder gar zerstörten Emotionen kann ebenso nur bedingt die Rede sein. Womit wir auch wieder zu Dieter Hecking zurückkommen.

„Ich wage die Prognose: Zur Winterpause wird der Videobeweis eingestampft.“

Zu dieser Aussage ließ sich der 53-jährige Coach im Anschluss an das 1:1 seiner Gladbacher gegen den FSV Mainz 05 im November letzten Jahres hinreißen. Wichtig zu wissen ist, dass Hecking eigentlich nicht zu den erklärten Gegnern der neuen Technik zählt, sondern eigentlich zu mehr Toleranz aufrufen wollte.

Elfmeter-Entscheidungen als oberster Streitpunkt

Die Liga-Bosse fahren zunächst fort wie geplant. Ab dem Viertelfinale wird der Video-Assistent im DFB-Pokal, mittelfristig dann in der 2. Liga zum Einsatz kommen. Wie sieht es mit der Weltmeisterschaft in Russland (Infografik zur deutschen Gruppe) aus? Der Weltverband FIFA wartet zunächst die Entwicklung ab und kündigte für März eine Entscheidung an.

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1041 Entscheidungen nahmen die Assistenten im berüchtigten Kölner Keller während der Hinrunde noch mal genau unter die Lupe. Also im Schnitt 6,8 Mal in 153 Partien. Zum Vergleich: Eine WM kommt (noch) mit 64 Partien aus. Klingt erstmal happig, aber die nächste Zahl entkräftet die Sache schnell wieder. Bei weit über der Hälfte handelte es sich um einen so genannten „Silent Check“, wo der Haupt-Schiedsrichter gar nicht informiert wird.

In 48 von 50 Fällen änderten die Unparteiischen auf Empfehlung des Video-Assistenten ihr Urteil, wobei das Zusammenspiel erst gegen Ende der Hinrunde wirklich stimmig verlief. Laut DFB-Angaben wurden immerhin 77% aller Fehl-Entscheidungen verhindert. Die anderen 23% setzen sich aus Platzverweisen und allen voran strittigen Elfmeter-Situationen zusammen.

So sieht die Tabelle ohne den Videobeweis aus

Kurios: Einzig die TSG Hoffenheim, am ersten Spieltag gegen Bremen (1:0) von einer technischen Panne betroffen, war bislang von noch keiner einzigen Korrektur begünstigt. Durch den Videobeweis gab es 19 Elfmeter (+ 17 Treffer) mehr, 10 andere wurden wieder aberkannt. Rechnet man die Entscheidungen, die zu Toren und Elfmetern geführt haben raus, ändert sich das Tabellenbild der Spitzengruppe (Quelle: Tagesspiegel) wie folgt.

1. Bayern München – 37:12 – 40 Punkte

2. FC Schalke 04 – 27:18 – 32 Punkte

3. Bayer 04 Leverkusen – 34:21 – 30 Punkte

4. Borussia Mönchengladbach – 27:28 – 30 Punkte

5. RB Leipzig – 27:24 – 28 Punkte

Nur selten ging der Videobeweis auf Kosten der Netto-Spielzeit.

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