VfL Wolfsburg: Ein Abstieg wäre fatal für den VW-Klub

VfL Wolfsburg: Ein Abstieg wäre fatal für den VW-Klub

Vor rund 2 Jahren qualifizierte sich der VfL Wolfsburg noch als Vizemeister für die Champions League. Wenig später gewannen die Wölfe durch ein 3:1 gegen Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion den DFB-Pokal. Im April 2016 standen die Wölfe dann im Viertelfinale der Champions League und waren kurz davor, den späteren CL-Sieger Real Madrid aus dem Wettbewerb zu kegeln (2:0/0:3). Aktuell spielt der VfL gegen den Abstieg – wie schon 2006, 2007 und 2011.

In allen drei Spielzeiten rettete sich der VW-Klub mit weniger als 40 Punkten. Besonders eng war es in der Saison 2005/2006. Am 34. Spieltag reichte im direkten Duell gegen den Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern (2:2) ein Remis für den Klassenverbleib. Bei einer Niederlage hätten die Wölfe den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen.

Ähnliches Saisonfinale auch diesmal möglich

Zu einem ähnlich spannenden Herzschlagfinale am letzten Spieltag könnte es auch diesmal kommen. Nachdem Wolfsburg von den zurückliegenden 5 Partien 4 verlor und nur gegen den FC Ingolstadt (3:0) gewinnen konnte, rangiert der VfL bei noch 3 ausstehenden Begegnungen nur wegen der besseren Tordifferenz (-19) vor dem Hamburger SV (-29) auf Platz 15. Am 34. Spieltag (20. Mai) kommt es zum direkten Vergleich in Hamburg. Dann könnte es darum gehen, wer in der Relegation antreten muss.

Zunächst einmal stehen für die Wölfe aber die Spiele bei Eintracht Frankfurt am Samstag (ab 15:30 Uhr) und gegen Borussia Mönchengladbach (13. Mai) auf dem Programm. Bereits in diesen Partien will Wolfsburg den Negativtrend der letzten Wochen stoppen und den direkten Klassenerhalt bestenfalls schon vor dem Saisonabschluss beim HSV perfekt machen. In Frankfurt muss der VfL auf Kapitän Luiz Gustavo verzichten, der beim jüngsten 0:6-Debakel gegen den frisch gebackenen Deutschen Meister FC Bayern München nach seinem Platzverweis ausrastete und von mehreren Spielern festgehalten werden musste.

Bei Abstieg würden sich einige Stars verabschieden

Ein Abstieg wäre gleich aus mehreren Gründen fatal für den Verein, der seit 1997 erstklassig spielt und 2009 unter der Regie von Felix Magath sensationell Deutscher Meister wurde. Torjäger Mario Gomez, Kapitän Luiz Gustavo, Mittelfeldakteur Yunus Malli, Linksverteidiger Ricardo Rodriguez und viele weitere Spieler von diesem Format würden sicher nicht den Weg in die 2. Bundesliga mitgehen. Der Ausverkauf, der aufgrund der verpassten Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb wohl ohnehin stattfinden wird, wäre so gar nicht mehr zu vermeiden und hätte einen kompletten Kaderumbruch zur Folge.

Weniger Geld von VW

Muss der VfL Wolfsburg in der kommenden Spielzeit tatsächlich zweitklassig antreten, würde der Verein auch nicht mehr den Luxus von riesigen finanziellen Möglichkeiten genießen. VW dreht den Geldhahn zu und Transfers wie die Verpflichtung von Julian Draxler im Sommer 2015 (43 Millionen Euro/mittlerweile Paris Saint Germain) gehören dann der Vergangenheit an.

Es steht also viel auf dem Spiel für den Klub aus der Autostadt. 2006, 2007 und 2011 hat es trotz schwacher Punkteausbeute gereicht. Wie geht es dieses Jahr aus?

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