UEFA: Alle 20 Jahre im Reform-Rausch

UEFA: Alle 20 Jahre im Reform-Rausch

Der europäische Fußball-Verband (UEFA) baut mal wieder um. Bei der Gruppen-Auslosung zur Champions League Ende August in Monaco stellte man neue, revolutionäre Pläne für die Europapokal-Wettbewerbe vor. Mit der Formel „Aus 2 mach 3“, die ab 2021/2022 greifen soll, wird ein 3. Europacup geplant. Damit wäre die vor 20 Jahren umgesetzte Reduzierung der Wettbewerbe hinfällig.

Erinnern Sie sich noch an den 19. Mai 1999? An diesem Tag ging in Birmingham mit dem Finale zwischen Lazio Rom und RCD Mallorca (2:1) eine Ära zu Ende. Es war das letzte der insgesamt 39 Endspiele im Europapokal der Pokalsieger der UEFA. Der legendäre tschechische Italien-Legionär Pavel Nedved, inzwischen Vize-Präsident von Juventus Turin, erzielte den letzten Treffer im „EP2“.

1999: UEFA kippt den Pokalsieger-Cup

Der Abgesang dieses Pokal-Wettbewerbs stand indes schon lange vor dem Finale fest. Im Zuge der zur Saison 1999/2000 greifenden Reformen im Europapokal strich der europäische Fußball-Verband (UEFA) den 1960 erstmals ausgespielten Pokalsieger-Cup von der Speisekarte. Die 49 teilnehmenden nationalen Pokalsieger wurden in den UEFA-Pokal integriert. Dieser wiederum wurde exakt 10 Jahre später zur „Europa League“ (Alle Europa-League-Wetten). Der bereits 1992 in „Champions League“ umbenannte Europapokal der Landesmeister sah 1999 ebenfalls eine Neuerung. Bis zu 4 Mannschaften aus einem der Top-UEFA-Länder konnten sich seitdem für die „Königsklasse“ qualifizieren. Mit der damals eingeführten 2. Gruppenphase wurde der Kampf um den Henkelpott künstlich in die Länge gezogen.

UEFA: Von einer unglücklichen Reform zur nächsten…

Die Reform der Reform folgte 2004. Seitdem spielt die Champions League ab dem Achtelfinale wieder im K.o.-System. Nun bahnt sich ab 2021 die nächste, weitreichende Änderung an. Im August gab die UEFA am Rande der Auslosung zur Champions-League-Gruppenphase bekannt, dass man im nächsten 4-Jahres-Zyklus, beginnend mit der Saison 2021/2022 einen neuen, 3. Wettbewerb plant. Das Format und der Name des neuen Wettbewerbs stehen noch nicht fest. Das UEFA-Exekutivkomitee wird im Dezember über die Einführung entscheiden. Dann wird auch der Austragungsort des jüngsten UEFA-Wettbewerbs, der Nations League für Nationalmannschaften, feststehen.

Viele offene Fragen: Wie soll der 3. Wettbewerb eigentlich heißen?

„Die Zustimmung des Exekutivkomitees vorausgesetzt, wird grünes Licht gegeben“, hat der Juventus-Präsident und European Club Association-Vorsitzende Andrea Agnelli (42) keine Zweifel daran, dass der neue Wettbewerb kommt. Geplant ist, dass 96 Vereine in 3 Wettbewerben antreten. Die Europa League, ohnehin ein Problemfall in der UEFA-Familie, wird dann von 48 auf 32 Klubs verkleinert. Wie sich die Vereine über die heimischen Ligen für diesen 3. Europapokal qualifizieren, ist noch offen.

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Immerhin: Die ursprünglich geplante Aufstockung der Europa League ist damit vom Tisch. Ob die stattdessen geplante Reduzierung dem finanziell unattraktiven Wettbewerb aus der Krise helfen kann, ist fraglich. Über allem steht für die Teams immer noch die Geldfrage. Während die CL-Teilnehmer bis zu 57 Mio. € scheffeln können, liegt der Ertrag für die Europa-League-Klubs bei maximal 15,7 Mio. €.

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Christian „Bobo“ Vieri und Gustavo Siviero (r.) im letzten Pokalsieger-Finale von 1999, Lazio Rom gegen RCD Mallorca.
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