Transferausgaben im Sommer 2021: Corona hat es in der Premier League nie gegeben

Transferausgaben im Sommer 2021: Corona hat es in der Premier League nie gegeben

Nicht einmal 5 Monate ist es her, dass 12 große Fußballvereine ihre eigene Liga, die Super League, gründen wollten, um mehr Kohle zu scheffeln. Corona hätte große Löcher in die Kassen gerissen und der Spielbetrieb sei bedroht, waren damals die Ausreden der Klubs. Unter den Gründern waren auch insgesamt 6 Teams aus der Premier League. Genau in dieser Liga scheinen jedoch alle Geldsorgen bereits wieder vergessen. Über eine Milliarde Euro investierten die 20 besten Teams von der Insel in diesem Sommer für neue Spieler.

Die Schere zwischen der Premier League und dem Rest der Welt klafft immer weiter auseinander. Während in Deutschland mit dem Geld meist gut hausgehalten wird und in Spanien aufgrund der Corona-Krise das große Sparen angesagt ist, wird in England weiter nach Belieben Geld ausgegeben. 6 der 10 Klubs, die in der gerade abgelaufenen Transferperiode am meisten Geld für neue Spieler überwiesen, kamen aus der Premier League.

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Der Spitzenreiter in diesem Ranking verwundert ein wenig. Der FC Arsenal investierte insgesamt 165 Mio. € in Transfers. Dabei sind die Gunners schon seit einigen Jahren nicht mehr in der Spitzengruppe auf der Insel vertreten. Dies scheint sie nicht davonabzuhalten, große Summen Geld auszugeben. Die Londoner wollen mit aller Macht zurück in die Top 4 der wertvollsten Liga der Welt.

Doch Arsenal ist nur die Spitze des Premier League-Eisbergs. Insgesamt zahlten die Teams von der Insel 1,35 Milliarden €. Zum Vergleich: Das ist mehr als die Bundesliga (416 Mio. €), La Liga (293 Mio. €) und die Serie A (549 Mio. €) zusammen in diesem Sommer investierten.

TV-Vertrag macht die PL-Klubs reich

Dass die Vereine aus dem Königreich auch in Coronazeiten nur bedingt sparen müssen, liegt nicht nur an der Vielzahl an ausländischen Investoren, sondern auch am TV-Vertrag, den die Verantwortlichen der Premier League ausgehandelt haben. Insgesamt 5,5 Milliarden € kassieren die 20 Vereine für die Spielzeiten 2022/23 bis 2024/25. Einen ähnlichen betrag hat es auch für die vergangenen 3 Saisons gegeben. Selbst Sheffield United, in der PL-Spielzeit 2020/21 sang- und klanglos abgestiegen, kassierte unfassbare 106 Mio. € aus dem TV-Vertrag. Zum Vergleich: Der FC Bayern kassierte als Serienmeister in der Bundesliga nur eine Mio. € mehr als Sheffield als Tabellenletzter in der Premier League.

Ganz oben in dieser ominösen Liste aus England steht Manchester City. Die Skyblues nahmen durch den TV-Vertrag vergangene Saison 179 Mio. € ein. Rechnet man diese Saison-Differenz zwischen dem FC Bayern und City auf die gesamte Laufzeit (3 Jahre) des Vertrages beläuft sich die Summe auf 216 Mio. €. Selbst durch ein erfolgreiches Abschneiden in der Champions League wäre diese Differenz nicht aufzufangen. Und so kommt es, dass die Klubs aus der Premier League auch in Zukunft allen anderen Vereinen aus Europa einen Schritt voraus sein werden – zumindest finanziell.

Die 10 Klubs mit den meisten Transferausgaben im Sommer 2021

  1. FC Arsenal, 165,6 Mio. €
  2. Manchester United, 140 Mio. €
  3. Manchester City, 127,5 Mio. €
  4. FC Chelsea, 120 Mio. €
  5. RB Leipzig, 107, 62 Mio. €
  6. Aston Villa, 105,6 Mio. €
  7. AS Rom, 97,75 Mio. €
  8. PSG, 83 Mio. €
  9. Stade Rennes, 79,5 Mio. €
  10. Crystal Palace, 73,44 Mio. €

 

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