Thomas Tuchel: Schwieriger Start bei PSG

Thomas Tuchel: Schwieriger Start bei PSG

Das Traineramt beim französischen Meister wird für den Ex-Bundesligatrainer eine Herkulesaufgabe. Thomas Tuchel steht bei PSG nicht nur wegen des Riesen-Staraufgebots vor der größten Herausforderung seiner Karriere.

Lag es an der Hitze? Hatten die französischen Journalisten nach dem WM-Rausch noch keine Lust auf PSG? Im Presseraum der Wörthersee-Arena von Klagenfurt blieben am vergangenen Samstag nach dem 1:3 von Paris St.-Germain im ICC gegen den FC Bayern München (Alle Wetten zum International Champions Cup) mehrere Sitzreihen leer. Am Podium saß nur PSG-Coach Thomas Tuchel (44). Der Deutsche, der den französischen Triple-Sieger zum 1. Juli 2018 übernahm, wirkte irgendwie einsam. Von einem Hype um den ehemaligen BVB-Trainer konnte beim Gastspiel in Österreich keine Rede sein.

Medien zeigen zum Start kaum Interesse an Tuchel

„Das Projekt Tuchel beginnt auffällig ruhig“, schrieb DIE WELT schon zum unspektakulären Trainingsauftakt am 4. Juli. Mit einem ausgedünnten Kader begann der neue PSG-Coach mitten im WM-Trubel seine Arbeit. Im Prinzip müsste Tuchel, der im Umgang mit Journalisten nicht eben als pflegeleicht gilt, diese ruhigen Momente genießen. Sie dürften die Ausnahme bleiben. Sobald die WM-Fahrer in Paris zurück sind, beginnt für den Taktik-Tüftler die eigentliche Arbeit. Dann wird auch das Interesse der internationalen Medien für den von einem katarischen Konsortium finanzierten Klub schnell wieder steigen. Tuchel wird dann Qualitäten als Entertainer entwickeln müssen. Diese gingen seinen Vorgängern Carlo Ancelotti, Laurent Blanc und Unai Emery komplett ab.

Der bwin Neukunden Bonus: 100 € einzahlen, mit 200 € wetten!

Die umstrittene Transferpolitik von PSG ist nur eine von Tuchels Baustellen. Bis zum 30. Juni musste sich der Klub von Spielern im Wert von 51 Mio. € trennen. Das gelang. Die Wechsel von Javier Pastore (29) zum AS Rom und Yuri Berchiche (28) zu Athletic Bilbao spülten je 24 Mio. € Ablöse in die PSG-Kassen. Odsonne Edouard (20) wechselte für 10,3 Mio. € zu Celtic Glasgow. Insgesamt verbuchte Paris bislang 65 Mio. € an Transfereinnahmen. Das Problem: Mit der festen Verpflichtung von Weltmeister Kylian Mbappé (19) vom AS Monaco stehen schon wieder 135 Mio. € auf der Soll-Seite. Tuchel muss den Kader aber punktuell verstärken.

Boateng, Weigl, Witsel: Wer wird Tuchels Königstransfer?

Das geht nur, wenn sich der Verein an das Financial Fair Play der UEFA hält. Einen „eigenen“ Transfer-Coup konnte Tuchel bislang noch nicht landen. Die deutschen Nationalspieler Jérome Boateng (29) vom FC Bayern und Julian Weigl (22, BVB) stehen auf seiner Wunschliste. Mit dem Münchner Weltmeister soll sich Tuchel schon im Mai insgeheim getroffen haben. Eine Absage vom Innenverteidiger wäre eine erste Pleite für Tuchel. Gegen seinem Ex-Klub Borussia Dortmund buhlt Thomas Tuchel zudem um die Dienste von Axel Witsel (29). Der belgische Mittelfeldmotor, derzeit bei Tianjin in China unter Vertrag, soll laut Le Parisien bei PSG die Nachfolge von Thiago Motta antreten.

Bei den Stars ist der PSG-Coach als Moderator gefragt

Ungeachtet der Fragezeichen bei den Transfers ist Tuchel in Paris als Moderator gefragt. Sein Luxus-Kader kommt derzeit auf den gigantischen Marktwert von 832 Mio. €. Das ist gegenüber dem zweitteuersten Team von Olympique Lyon (352 Mio. €) mehr als der doppelte Kaderwert.

Neymar ist Tuchels größte Herausforderung

Tuchel muss die erfolgsverwöhnten Stars, insbesondere die noch nicht im Mannschaftstraining stehenden französischen Weltmeister, bei Laune halten. Das gilt auch für den wankelmütigen Superstar Neymar (26). Der Brasilianer kokettiert immer wieder mit Wechselabsichten. Allein sein divenhaftes Auftreten wird für Tuchel in den nächsten Wochen eine Nagelprobe.

Mitten drin im Geschehen mit der bwin Sportwetten-App: Hier warten mehr Wetten als bei jedem anderen Anbieter. Umfassende Fußball-Statistiken liefern die dazugehörigen Informationen. Extra-schneller Wettabschluss garantiert! Jetzt downloaden!

Weltmeister Kylian Mbappé, für 135 Mio. € fest verpflichtet, ist einer von vielen Stars bei PSG.
X