Super League: Ein nicht mehr zu veryoungboysenes Meisterstück

Super League: Ein nicht mehr zu veryoungboysenes Meisterstück

Hierzulande steht der FC Bayern mal wieder dicht vor der Meisterschaft – bekanntlich Titel 6 in Folge. Darüber kann man in der Schweiz nur müde lächeln. 8 lautet hier die Zahl der Macht. Der FCB der Super League, also der FC Basel, hält eine der dominantesten Meisterserien im europäischen Fußball. Nun rüttelt mit den Young Boys Bern ausgerechnet ein Klub an den Schweizer Machtverhältnissen, dem ein wahrhaftig chronisches Verlierer-Image anhaftet.

Seit dem 7. Spieltag durchgehend Tabellenführer, inzwischen mit stolzen 16 Punkte Vorsprung. Wo so ziemlich jeder Verein längst die Planungen für die Meisterfeier forcieren würde, halten die Young Boys Bern hübsch die Füße still. Understatement? Keineswegs! Die Historie zeigt: Irgendwie haben sie es doch immer veryoungboyst. Bitte was? Wer mit dieser Wortschöpfung nichts anzufangen weiß, denkt einfach an das Gegenteil von zlatanieren.

Berner Titelfluch seit 1986

Veryoungboysen heißt so viel wie im entscheidenden Moment scheitern, oft auf dramatische Art und Weise. Seit dem Schweizer Cup 1986 wartet der Haupstadtklub auf einen bedeutenden Titel. In den alltäglichen Schweizer Sprachgebrauch schaffte es das Verb vermutlich zwischen 2006 und 2009, als sich der Traditionsklub BSC Young Boys im Pokalfinale 2 Mal dem Zweitligisten FC Sion (3:5 nach Elfmeterschießen/2:3 nach 2:0-Führung) geschlagen geben musste.

Auf die Spitze trieb es dann die Meisterschaft 2010: Unter der Regie des heutigen Nationaltrainers Vladimir Petković verspielten die Gelb-Schwarzen ein 13 Punkte-Polster auf Basel. Für Berner Verhältnisse kann ein Vorsprung also nicht komfortabel genug sein, um von einer Vorentscheidung zu sprechen. Gewinnt die Mannschaft von FCB-Coach Raphael Wicky ihr Nachholspiel gegen den FC Zürich am 11. April (alle Super League-Wetten) wären es wieder die ominösen 13 Punkte bei 9 ausstehenden Partien.

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Adi Hütter: „Im April den Sack zu machen“

Wiederholt sich die Geschichte? „Bei 3 Heimspielen können wir im April den Sack zumachen“, ist YB-Trainer Adi Hütter überzeugt. Der Österreicher, der einst in Basel unter Heiko Vogel hospitiert hatte, formte in seinem 3. Jahr als Trainer der Hauptstädter ein Team, das nicht nur Offensiv das Fürchten (im Schnitt 2,3 Tore pro Spiel) lehrt, sondern auch eine gewisse Nervenstärke mitbringt.

Bald 35, aber in meisterlicher Form: YB-Kapitän Steve Von Bergen (hinten) blockt den Schuss.

Nach einer Führung (21 Mal) hat die Hütter-Elf in dieser Saison noch nie verloren. Der Ex-Herthaner und Abwehrchef Steve von Bergen sowie Djibril Sow als Taktgeber im Mittelfeld bilden die Achse. Ganz vorne wirbelt Guillaume Hoarau, der ein Großteil der Hinrunde verlegungsbedingt verpasst, aber in 7 Rückrunden gleich 9 Mal eingenetzt hat, zusammen mit Roger Assalé.

Der flinken Ivorer dürfte auf dem Zettel der Scouts, die im früheren Wankdorfstadion (heute Stade de Suisse) quasi ein- und ausfliegen, weit oben stehen. Abgänge einiger Stammkräfte scheinen vorprogrammiert. Doch bei Young Boys Bern wird dann wohl die Tatsache überwiegen, das Veryoungboysen endlich aus dem Schweizer Wortschatz ausradiert zu haben.

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