Sturm Graz: Bester Saisonstart seit 34 Jahren

Sturm Graz: Bester Saisonstart seit 34 Jahren

4 Spiele, 4 Siege, Tabellenführer – der Saisonstart von Sturm Graz in der österreichischen Bundesliga verlief bisher perfekt. Mit 12 Punkten waren die Blackies zuletzt in die Spielzeit 1983/84 gestartet. Das macht Hoffnung auf mehr, doch Trainer Franco Foda warnt vor zu großer Euphorie.

Lang, lang ist’s her. Vor 6 Jahren konnte der SK Sturm zuletzt einen Titel einheimsen. Seit der Meisterschaft 2011 gab es für die Grazer nichts mehr zu feiern. Doch die Schwarz-Weißen schicken sich nun an, dies zu ändern. Mit 4 Siegen ist Sturm bislang die einzige Mannschaft in der österreichischen Eliteliga, die noch keinen Punkt abgeben musste. Aktuell haben die Blackies 2 Zähler Vorsprung auf den amtierenden Meister RB Salzburg.

EL-Aus trübt gutes Bild

Und in dieser Saison kann sich der Klub aus der Steiermark voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Denn in der Europa League war in der 3. Qualifikationsrunde Schluss. Wirft man allerdings einen Blick auf den Gegner, der schon so früh im Wettbewerb wartete, ist das Ausscheiden keine Schande. Gegen Fenerbahce Istanbul verkauften sich die Grazer vor allem im Rückspiel in der Türkei teuer. Das 1:1 reichte jedoch nicht, um die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen.

Ausgeglichenheit ist der Schlüssel

Bei vielen Klubs, die einen herausragenden Saisonstart erwischen, stechen meistens 2 bis 3 Spieler heraus, die eine ordentliche Frühform haben. Bei Sturm ist es allerdings das Kollektiv, das für den derzeitigen Erfolg verantwortlich ist. Die 11 geschossenen Tore verteilen sich auf 8 Schultern. Nur Stefan Hierländer, Philipp Huspek und Peter Zulj erzielten 2 Tore. Kurios: Keiner der 3 Spieler ist Angreifer. Hierländer agiert sogar als Rechtsverteidiger in der Fünferkette der Blackies.

Knappe Ergebnisse an der Tagesordnung

Wer bei 4 Siegen aus 4 Spielen jetzt jedoch denkt, dass Sturm jeden Gegner nach Belieben dominierte, liegt falsch. Gegen St. Pölten, Austria Wien und den SV Mattersburg gab es jeweils einen 3:2-Sieg, der jüngste Erfolg gegen den Wolfsberger AC (2:1) fiel ebenfalls denkbar knapp aus. Auch deshalb trat Trainer Franco Foda nach dem Sieg gegen den WAC auf die Euphoriebremse. Von abgeklärt sind wir noch ein Stück weit entfernt. Das müssen wir noch besser machen“, wird der deutsche Coach auf sport.orf.at zitiert. Grund dafür war bereits das 3. späte Gegentor im 3. Spiel in Folge.

Foda macht’s möglich

Seit September 2014 ist Foda wieder für die sportlichen Geschicke der Schwarz-Weißen verantwortlich. Damals übernahm er Sturm Graz, das nach 10 Spieltagen nur 12 Punkte auf dem Konto hatte, auf dem 5. Platz. Am Ende der Saison 2014/15 erreichte man zumindest noch einen Platz, der zur Teilnahme an der Europa League-Quali berechtigte. In den Folgejahren landete Foda mit seiner Mannschaft auf den Plätzen 5 und 3. Nun soll eine erneute Verbesserung her und zumindest an der Vorherrschaft der Roten Bullen aus Salzburg gekratzt werden. Unsere Buchmacher sehen den 5. RB-Meistertitel derzeit allerdings noch nicht gefährdet. Während der Serienmeister mit Quote 1.25 ausgestattet wird, gibt es bei einem Titelgewinn der Grazer bei 10 € Einsatz schon eine Auszahlung von 100 €.

Hat mit seiner Mannschaft einen fast perfekten Saisonstart erwischt – Franco Foda
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