Sterling: Er ist die 68 Millionen Euro wert!

Sterling: Er ist die 68 Millionen Euro wert!

Raheem Sterling sorgt für einen Transfer-Rekord auf der Insel! Der Preis für den 20-Jährigen ist unverschämt hoch. Doch Manchester City macht, was im Fußball heutzutage gemacht werden muss …

Als Otto Normalverbraucher könnte man jetzt ungläubig den Kopf schütteln: So viel Geld für einen jungen Spieler! Aber hohe Ablösesummen gehören im modernen Fußball mittlerweile schon zum Alltag. In der Premier League ist durch die exorbitant hohen TV-Verträge sowieso jedes Maß verloren gegangen. Der Hauptkritik-Punkt an diesem Transfer ist deshalb auch nicht die hohe Ablöse, sondern das Pokerspiel von Sterling. Der hat seinen bisherigen Arbeitgeber Liverpool immer wieder vertröstet und versucht, noch mehr Geld für sich herauszuholen. Gerüchten zufolge waren Sterling zuletzt 140.000 Euro pro Woche zu wenig. Also wechselte das Talent der Reds zu Manchester City, wo Geld noch weniger eine Rolle spielt als an der Merseyside.

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Pfeilschnell: Raheem Sterling.

Was kann Sterling?

Raheem Sterling sorgte trotz seines jungen Alters in England bereits gehörig für Furore. Schon mit 17 Jahren gab er sein Debüt in der Premier League. Seither hat er für den FC Liverpool knapp 100 Spiele in der Liga bestritten. Dazu kommen noch Auftritte in der Champions League und der Europa League. In der Nationalmannschaft hat er so gut wie alle Altersklassen durchlaufen. Mittlerweile gehört er zum Stamm der Three Lions. Bei der WM in Brasilien kam er in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz. In der laufenden EM-Quali gelang Sterling gegen Litauen sein erstes Tor. Wenn der Jung-Star auf dem Flügel den Turbo zündet, dann ist er von den Gegenspielern kaum zu halten. Das macht ihn zu einer gefährlichen und unberechenbaren Waffe.

Die teuersten Transfers der Premier League

Mit den 68 Millionen Euro ist Sterling aktuell der fünftteuerste Transfer in der Geschichte der Premier League. Nur Angel di Maria (für 75 Millionen von Real zu Man Utd.), Luis Suarez (für 81 Millionen von Liverpool zu Barca), Cristiano Ronaldo (für 94 Millionen von Man Utd. zu Real) und Gareth Bale (für 94 Millionen von Tottenham zu Real) waren noch teurer. Ein Rekord-Transfer ist die Verpflichtung von Sterling deshalb, weil noch nie zuvor so viel Geld für einen englischen Spieler ausgegeben wurde. Die bisherige Höchstmarke (46 Millionen für Rio Ferdinands Wechsel von Leeds zu Man Utd.) wurde um einiges überboten.

Geht ManCity nicht ein Risiko ein?

Natürlich kauft Manchester City die Katze im Sack. Es ist eher wie an der Börse. Da zählen Erwartungen mehr als reelle Werte. Und Sterling ist ein Versprechen für die Zukunft, zweifellos. Dass keiner genau vorhersagen kann, wie sich der 20-Jährige entwickelt, ist klar. Dass sich Sterling schon im Trainingslager das Kreuzband reißen kann und danach nicht mehr zu alter Form findet, ist ebenso möglich. Aber wenn der gebürtige Jamaikaner sich weiter so entwickelt wie bisher, dann hat ManCity alles richtig gemacht. In zwei, drei Jahren wäre Sterling sicherlich noch teurer. Also war es logisch, jetzt zuzuschlagen.

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