Aigner in die MLS - die Star-Quote schrumpft!

Aigner in die MLS – die Star-Quote schrumpft!

Stefan Aigner macht den Abflug in die USA. Der 126-fache Bundesligaspieler, das vielleicht prominenteste Gesicht beim folgenschweren Abstieg des TSV 1860 München, setzt seine Karriere beim MLS-Klub Colorado Rapids fort. Damit wird er zum 7. deutschen Spieler, der in dieser Saison in der MLS aufläuft.

Schauen wir uns die Namen mal genauer an, so ist eine sichtbare Kluft festzustellen. Namentlich thront Bastian Schweinsteiger weit über allen anderen. Unser 32 Jahre alter Weltmeister, zu Monatsbeginn mit Chicago Fire an die Tabellenspitze der Eastern Confrence gestürmt, wurde von den Fans sogar zum Kapitän für das All-Star-Spiel gegen Real Madrid (2. August) gewählt.

Das folgende deutsche Trio ist dagegen den wenigsten Fußball-Fans ein Begriff: Julian Büscher (23/D.C. United), Julian Gressel (24/Atlanta United) sowie Fabian Herbers (23/Philadelphia Union). Sie kamen bereits in jungen Jahren in die USA – meist für ein Studium.

Kein Durchbruch trotz Pirlo und Kaká

Dazwischen reihen sich dann der Ex-Darmstädter Florian Jungwirth, Kevin Kratz (früher Eintracht Braunschweig und Alemannia Aachen) oder eben Stefan Aigner ein. In der Vergangenheit hatten Nationalspieler wie Torsten Frings oder Arne Friedrich schon mehr Promi-Faktor in die MLS gebracht. Man kommt zu dem Schluss: Soccer wartet in den USA weiter auf den Durchbruch und die Liga ist nicht mehr die erste Anlaufstation für altgediente Stars.

Mit Andrea Pirlo und David Villa kicken 2 Zugpferde der MLS bei New York City FC. Außerdem wäre da noch Kaká (Orlando City SC), der letzte Weltfußballer, der nicht Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi hieß, zu nennen. Wer weiß, ob sie sich heute noch mal für die USA entscheiden würden? Bevor dem Go East-Trend ein jähes Ende droht, lassen sich viele Spieler ihre letzten Jahre lieber in der Chinese Super League vergolden.

Karriereende in den USA denkbar

Stefan Aigner hatte vor einem halben Jahr selbst den Stempel „Königstransfer“ getragen. Für 3 Mio. € – eine außergewöhnliche Summe für Zweitliga-Verhältnisse – kehrte er von Eintracht Frankfurt zu 1860 München zurück. Ein Schnellschuss, der ordentlich nach hinten los ging. Mit dem Abstieg war das Projekt Hasan Ismaik endgültig gescheitert und auch der Vertrag des gebürtigen Münchners ungültig.

Den Weg in die Regionalliga Bayern wäre der Ex-Löwen-Kapitän ohnehin nicht mitgegangen. Da kam das Angebot von den Colorado Rapids gerade recht. Was erwartet ihn in den USA? Das Team aus der Nähe von Denver belegt den vorletzten Tabellenrang. Bei 7 Punkten Rückstand sind die Playoffs noch nicht außer Reichweite.

Gehaltstechnisch dürfte der 29-Jährige nicht unter dem Level liegen, das er zu seiner sportlich besten Zeit bei der Frankfurter Eintracht hatte. Dort brachte Eigner in der Saison 2014/15 auf 9 Bundesliga-Tore und 3 Vorlagen. Nicht überragend, aber für einen langfristigen wie lukrativen Vertrag in einer Liga mit Ex-Weltstars reichte es allemal..

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